Kaufbeuren

 

Angelika Lausser ist Leiterin und Vorsitzende der FreiwilligenAgentur Knotenpunkt

Drei Fragen an

Angelika Lausser

Was wollen Sie in Ihrer Stadt verändern?

Die FreiwilligenAgentur "Knotenpunkt" will mit der "Zukunftswerkstatt Aktive Kommune" neben Bürgerinnen und Bürgern insbesondere die Unternehmen der Stadt verstärkt in den Bereich des Bürgerschaftlichen Engagements einbeziehen. – Mit dem Ziel, sich als Verantwortungsgemeinschaft für die Standortsicherung des Lebens- und Wirtschaftsraums Kaufbeuren einzusetzen.

Welche Unterstützung wünschen Sie sich?

Für die Umsetzung der "Zukunftswerkstatt Aktive Kommune" wünschen wir uns, dass bei allen Beteiligten die Einsicht in gesellschaftliche Notwendigkeiten die Erringung persönlicher Vorteile in den Hintergrund treten lässt, und Bürgerinnen und Bürger wie Unternehmerinnen und Unternehmer gemeinsam als Verantwortungsgemeinschaft erfolgsversprechende Lösungsansätze finden.

Wie können Bürgerinnen und Bürger sich in Ihrer Stadt einbringen?

Neben den Gesprächsrunden "Zukunftswerkstatt Aktive Kommune", auf denen Anregungen, Bedarfe und Lösungsansätze diskutiert werden, können sich Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kaufbeuren in den daraus resultierenden Projekten und Maßnahmen beteiligen. Die einzelnen Möglichkeiten für bürgerschaftliches Engagement werden dabei maßgeblich über die Freiwilligenagentur "Knotenpunkt" der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Bundesland: Bayern
Einwohnerinnen und Einwohner: 41.759
Bevölkerungsdichte: 1.043 Einwohner/km²
Bevölkerungsentwicklung bis 2030: + 1,3 %
Durchschnittsalter: 44,9
Verfügbares Einkommen: 19.040 €/Einwohner
Vereine: 241
Unternehmen: 2.249
Webpräsenz: www.kaufbeuren.de
FreiwilligenAgentur "Knotenpunkt"
Quellenangabe
Einwohnerinnen und Einwohner: Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Gebietsstand: 31.12.2014. Bevölkerungsdichte: Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamts, Gebietsstand: 31.12.2014. Bevölkerungsentwicklung bis 2030: Wegweiser Kommune (Bertelsmann Stiftung). Durchschnittsalter: Wegweiser Kommune (Bertelsmann Stiftung). Verfügbares Einkommen je Einwohner/in: Kreiszahlen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, Ausgabe 2012. Die Zahlen gelten jeweils für den Landkreis bzw. die kreisfreie Stadt. Anzahl der Vereine: Registerportal der Länder; in Einzelfällen Angaben seitens der Kommunen. Anzahl der Unternehmen: Unternehmensregister-System 95. Stand: 31.12.2012. Die Zahlen beziehen sich auf den jeweiligen Kreis bzw. die kreisfreie Stadt.

Brief aus Kaufbeuren

Liebe Engagierte Städte!

Wir, die Steuergruppe der Stadt Kaufbeuren, möchten gerne unsere bisherigen Erfahrungen mit euch teilen. Vielleicht sind ein paar Anregungen, Ideen dabei die euch helfen könnten.

Ziel unseres Projektes „Engagierte Stadt Kaufbeuren“ ist es, dass wir eine Zukunftswerkstatt aufbauen,  in der sich Unternehmen, Einrichtungen und Bürger vernetzen, um gemeinsam an Lösungen und Ideen zu arbeiten. Den Fokus legen wie vor allem auf die Unternehmen unserer Stadt, welche zu gleich auch die größte Herausforderung darstellen, denn diese zu erreichen und für das Projekt zu gewinnen ist nicht ganz einfach!

Damit die Zukunftswerkstatt einen hohen Zulauf und Akzeptanz haben wird, muss einiges an Vorarbeit geleistet werden. Vorweg haben wir uns überlegt, welche Themen für UnternerInnen in Kaufbeuren aktuell interessant bzw. problematisch sind. Dafür haben wir einen Fragebogen entworfen, welcher an 300 Unternehmen in Kaufbeuren versendeten wird. Aufbauend auf die Ergebnisse soll es dann eine Podiumsdiskussion mit Experten zu den Themen geben, die am häufigsten genannt werden. Diese Podiumsdiskussion soll die Teilnehmer bereits für die Zukunftswerkstatt motivieren. Damit die Umfrage nicht den Rahmen sprengt, haben wir die Themenbereich im Fragebogen bereits etwas eingegrenzt. Um eine repräsentative Rücklaufquote zu erhalten, haben wir den Bürgermeister der Stadt um Unterstützung gebeten, dass er für uns ein Schreiben aufsetzt (welches wir vorbereitet haben) in dem er betont, welche Chance dieses Projekt für die einzelnen Akteure bedeutet. Dieses Schreiben wird gemeinsam mit dem Fragebogen und einem kurzen, knackigen Flyer an alle Unternehmen versendet.Kaufbeuren

Den Fragebogen haben wir so erarbeitet, dass er einfach und schnell zu beantworten ist, aber auch Raum für jene die lässt, die etwas tiefer in die Materie eindringen möchten. Da man auf die Erfahrungen vieler solcher Umfragen zurückgreifen kann, wissen wir, dass
der Rücklauf solcher Fragebögen oft sehr gering ausfällt. Aus diesem Grund haben wir schon Unterstützung organisiert, damit wir dann einen Großteil der angeschriebenen Unternehmen nochmal anrufen und motivieren können an der Umfrage bzw. an der Podiumsdiskussion teilzunehmen.

Da zwischen der Umfrage und der Podiumsdiskussion nicht zu viel Zeit vergehen so, damit die Neugier der Teilnehmer nicht abflacht, muss diese schon jetzt zum Teil organisiert werden. Damit wir dann auch rechtzeitig Experten für die Podiumsdiskussion, welche für Juli geplant ist, gewinnen können, recherchieren wir bereits jetzt, welche Experten eventuell in Frage kommen könnten.

Die Podiumsdiskussion muss auch rechtzeitig geplant werden. Aus diesem Grund gibt es ein Feld am Fragebogen um das Interesse der Unternehmen an der Podiumsdiskussion abzufragen. Zudem werden wir beim Rundruf nochmal die Werbetrommel rühren.Es ist wichtig die passende Räumlichkeit zu finden, Getränke, Bestuhlung vorzubereiten und die Moderation bzw. die Experten auf die Diskussion abzustimmen. Einen Moderator haben wir bereits gewinnen können. Der Rest ergibt sich aus den Rückmeldungen in den nächsten Wochen. Sollte der Rücklauf, trotz Telefonat sehr gering sein, haben wir einen Plan B. Wir werden dann anstatt einer größeren Podiumsdiskussion einen Workshop mit einer kleineren Gruppe starten.

So oder so soll diese Veranstaltung dann nochmal den Sinn und das Ziel der Zukunftswerkstatt verdeutlichen und die Teilnehmer dafür motivieren sich aktiv zu beteiligen; unter dem Motte „es selbst in die Hand nehmen“. Wenn die Zukunftswerkstatt dann erfolgreich angelaufen ist, soll diese in regelmäßig stattfinden und sich in Kaufbeuren etablieren.

Kaufbeuren05Die nächsten Wochen werden aufregend und wir erwarten mit Spannung die ersten Rückmeldungen! Wie die Umfrage gelaufen und die Podiumsdiskussion angekommen ist, werden wir euch dann berichten wenn es soweit ist. Bis dahin wünschen wir euch allen gutes Gelingen!
Euer Team aus der Stadt Kaufbeuren

Integration junger Flüchtlinge in Kaufbeuren

Kaufbeuren_Flüchtlinge„Schätze heben: Integration junger Flüchtlinge in die duale  Ausbildung“ lautete der Titel der bis auf den letzten Platz gefüllten  Kooperationsveranstaltung, die am 26.11.2015 von Stadt Kaufbeuren, Landratsamt Ostallgäu. HWK Schwaben, IHK Schwaben, Europäische Metropolregion München e.V. sowie dem Programm  „Engagierte Stadt“ in Kaufbeuren stattfand. Die Veranstaltung wurde vom Kaufbeurer Bürgermeister Ernst Holy sowie der Landrätin des Ostallgäu Maria Rita Zinnecker eröffnet.

Neben den Fachvorträgen um die Ausbildung junger Flüchtlinge an der Berufsschule und in den Betrieben sowie die Unterstützungsmöglichkeiten durch die Agentur für Arbeit stieß der Bericht von Salim Bayat aus Afghanistan, der derzeit in einem Autohaus in Kaufbeuren eine Ausbildung zum Mechatroniker macht, auf lebhaftes Interesse. Positives berichtete in diesem Zusammenhang auch ein Bauunternehmer aus Buchlohe über sein Engagement für junge Flüchtlinge. „Dem Programm „Engagierte Stadt“ in Kaufbeuren eröffnen sich durch diese Veranstaltung eine Reihe von Möglichkeiten und Zugänge zu Betriebsinhabern, Geschäftsführern und Personalverantwortlichen für unsere Zukunftswerkstatt“, so Projektleiterin Angelika Lausser.

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