Prozess

Der Prozess: Wettbewerb und Partnerschaft

Transparenz ist den Initiatorinnen und Initiatoren des Programms »Engagierte Stadt« besonders wichtig. Hier informieren wir über den Aufbau des Programms, den Ablauf des vorgeschalteten Wettbewerbs und veröffentlichen die Fragen an die Bewerberinnen und Bewerber sowie die Bewertungskriterien der Jury.

Wer kann an dem Programm teilnehmen?

Das Programm »Engagierte Stadt« richtet sich an zivilgesellschaftliche, gemeinnützige Organisationen in Städten und Gemeinden mit 10.000 bis 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Kommunen selbst konnten sich nicht bewerben.

Was wird in dem Programm gefördert?

Das ist die besondere Herausforderung: Die Fördermittel und die beratende Unterstützung des Programmbüros und der Netzwerkpartner sollen nicht in Einzelprojekte fließen, sondern in den Aufbau übergreifender Kooperationen, die das bürgerschaftliche Engagement vor Ort dauerhaft stärken und strategisch weiterentwickeln. Gefördert werden Akteurinnen und Akteure, die gemeinsames Wirken mit einem konkreten Arbeitsprogramm auf den Weg bringen, es moderieren, vorantreiben und organisieren.

Wie konnte man sich bewerben?

Vom 7. Januar bis 1. März 2015 hatten zivilgesellschaftliche Organisationen aus Städten und Gemeinden zwischen 10.000 und 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die Möglichkeit, sich für eine Teilnahme am Programm »Engagierte Stadt« zu bewerben. Die Bewerbung konnte nur online auf einer eigens dafür eingerichteten Plattform erarbeitet und abgeschickt werden. Der Aufruf zur Bewerbung erfolgte über die Kommunikationskanäle der relevanten Dachverbände für bürgerschaftliches Engagement, der kommunalen Spitzenverbände und der einschlägigen Fachmedien.
Während dieser Bewerbungsphase gingen 272 Bewerbungen ein.

Wie erfolgte die Auswahl der Teilnehmer?

Die zwölfköpfige Jury bestand aus je einer Vertreterin oder einem Vertreter des Konsortiums der Programmträger und zusätzlich fünf unabhängigen Expertinnen und Experten für Bürgerengagement aus den Bereichen Wissenschaft, Kommune, Organisationsberatung und Netzwerk. Die Zusammensetzung der Jury finden Sie hier.

Nach einer Vorauswahl durch das Programmbüro bewertete die Jury insgesamt 133 Bewerbungen nach festgelegten Kriterien (Netzwerkgedanke, Prozessorientierung, Nachhaltigkeit) mit einer Punkteskala von 1 bis 4. Jede Bewerbung wurde von jeweils zwei Jurymitgliedern gelesen und bewertet. In der Jurysitzung am 23. und 24. April wurden die Bewertungen dann gemeinsam diskutiert und 55 Teilnehmende für die Konzeptphase bestimmt. Am 28. April wurden alle Bewerberinnen und Bewerber über diese Entscheidung informiert.

Was geschieht in der Konzeptphase?

In der sich unmittelbar anschließenden und bis 20. Juli dauernden Konzeptphase haben die teilnehmenden Organisationen die Möglichkeit, ihre Konzepte und Aktionspläne detailliert auszuarbeiten. Um diese Konzeptionsphase zu ermöglichen, erhalten sie eine pauschale Aufwandserleichterung von 2.000 Euro. In der Konzeptphase werden die Teilnehmenden zudem jeweils von einem Programmpartner oder einer Progammpartnerin besucht und beratend bei der Konzeption ihres Vorhabens unterstützt. Die Konzeptphase dient auch dazu, die Machbarkeit des Vorhabens zu überprüfen. Die Jury evaluiert am Ende der Förderphase die detaillierten Konzepte und bestimmt bis zu 50 Teilnehmende für die Förderphase. Diese erhalten im September 2015 die verbindliche Förderzusage bis 2017.

Was geschieht in der Förderphase?

Die Vorhaben werden in den Kommunen umgesetzt. Dabei erhalten die Organisationen weiterhin beratende Unterstützung aus dem Programmbüro und von den Trägerinnen und Trägern des Programms. Außerdem entsteht ein Netzwerk der »Engagierten Städte«, in dem sich die Akteurinnen und Akteure austauschen und voneinander lernen können. Dafür wird es mehrere Treffen und Tagungen geben. Ziel ist ein lebendiges, dauerhaftes und stetig wachsendes Netzwerk von Kommunen, in denen Bürgerengagement eine strategische Rolle spielt.

Welche Mittel stehen zur Verfügung und wie werden sie verteilt?

Die Initiatorinnen und Initiatoren stellen für das Programm drei Millionen Euro als Fördermittel zur Verfügung. In dieser Summe sind die Verwaltungskosten nicht enthalten. Sie werden von den Fördernden zusätzlich aufgebracht. Über die jeweils 2.000 Euro für die Konzeptphase hinaus erhalten die Programmteilnehmende zudem in der Förderphase jeweils maximal 50.000 Euro. Rund 350.000 Euro fließen in die inhaltliche Begleitung und den Netzwerkaufbau.

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