Das hilft der engagierten Stadt

Engagierte Stadt Bitburg feiert Auftakt


Über 100 Menschen sind der Einladung zur Auftaktveranstaltung des gestarteten Netzwerkprogrammes „Engagierte Stadt“ ins Haus Beda gefolgt.

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Beim offiziellen Startschuss dabei waren Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, Einrichtungen, Kommune, Nachbargemeinden,  Kirche, Politik, Organisationen, Wirtschaft, Initiativen sowie eine große Zahl von Bürgerinnen und Bürger, die sich im sozialen Bereich engagieren oder in Zukunft einen Beitrag leisten wollen. Damit wurde ein erstes Vorhaben, auf vielfältiges soziales Engagement in der Stadt Bitburg und auf das neue Programm mit dem Titel „Engagierte Stadt“ aufmerksam zu machen, erreicht. Es soll aber nicht nur beim Titel bleiben, sondern in den kommenden Jahren geht es um den Aufbau einer Engangementstrukturen und um Bündelung von Initiativen, den Blick gerichtet auf Menschen mit Migrationshintergrund und Ältere, Stichwort: demografischer Wandel, so Monika Dondelinger, Fachbereichsleiterin beim Caritasverband Westeifel e.V. einführend zum eingereichten Konzept. Mit diesen Zielen hat die Stadt Bitburg den Zuschlag als Engagierte Stadt erhalten. Bei den älteren Menschen werden bei zukünftigen Maßnahmen zwei Gesichtspunkte berücksichtigt. Zum einen die vielen fitten Menschen mit Erfahrungswissen und weiteren Potentialen, zum anderen aber auch die Gruppe, die in Bitburg auf Unterstützung angewiesen ist.

Die Integration von Migranten und Flüchtlingen ist eine weiteres Ziel, die sich die Stadt gesetzt hat – jetzt auch mit dem Programm Engagierte Stadt. In der Flüchtlingshilfe hat sich in Bitburg viel getan, und diese Arbeit wird auch bereits kräftig unterstützt: zum Beispiel durch Mitarbeit bei der neuen Internetseite zur Flüchtlingshilfe im Eifelkreis Bitburg-Prüm, die sich gerade im Aufbau befindet und voraussichtlich im April ins Netz geht.

blog01Bürgermeister Joachim Kandels würdigte in dem anschließenden Grußwort sowohl die Zusammenarbeit mit der Beratungs- und Koordinierungsstelle zur Förderung des Ehrenamtes, ohne deren Bewerbung Bitburg nicht zur engagierten Stadt geworden wäre. Für das Programm Engagierte Stadt konnte man nämlich nur ausgewählt werden, wenn Städte zwischen 10.000 und 100.000 Einwohnern mit Einrichtungen, die bereits in der Engagementförderung tätig sind, zusammen arbeiten.  Würdigende Worte fand Kandels auch für die vielen Ehrenamtlichen und die große Vielfalt an Engagement in Bitburg. „Es wird viel geleistet und diese Leistungen wollen wir bündeln und allen zugänglich machen.“ Joachim Kandels hofft, dass neben der als nächstes geplanten Bestandserhebung auch die Nachbarschaft im Programmverlauf gestärkt wird.

Hauptredner der Auftaktveranstaltung war Klaus Jensen, ehemaliger Oberbürgermeister in Trier und derzeit Honorarkonsul Luxemburgs, der die Frage „Können wir uns eine sozial engagierte Stadt in Zukunft leisten“ mit einem kurzen Ja beantwortete. Jensen führte dann im weiteren Verlauf aus, dass es auf diese Frage gar keine andere Antwort geben kann, da das Gegenteil einer sozial engagierten Stadt eine asoziale Stadt wäre. Eine asoziale Stadt aber können wir uns auch in Zukunft nicht leisten, so Jensen weiter. Der Schlüssel des sozialen ehrenamtlichen Engagement liegt in der Wertschätzung und in den guten Kontakten zu den Engagierten, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht immer für jedem einsehbar sei oder manchmal auch als zusätzliche Arbeit oder Kosten gesehen würde. Ein Mangel an ehrenamtlichem Engagement, sagt Jensen, kommt eine Stadt jedoch auf Dauer teurer zu stehen. Als weiterer Gast stand die Humortherapeutin Britta Schmidt mit einem Beitrag auf der Tagesordnung und konnte für einige Lacher sorgen und die Besucher zum Schunkeln animieren. Als Moderatorin der Veranstaltung überraschte sie mit ihren Einführungen und konnte auch langjährige und erfahrene Redner mit der Überreichung von Humorsäckchen kurzeitig aus dem Konzept bringen.

Das Netzwerkprogramm Engagierte Stadt in Bitburg ist so angelegt, dass in einem gemeinsamen Prozess die weiteren Planungen für Bitburg entwickelt und besprochen werden. Deshalb wurden die Besucher in der Pause nach ihren Erwartungen befragt, woran in den kommenden Jahren im sozialen Bereich zusätzlich gearbeitet werden soll. Genannt wurde u.a. Sozial Café – oder Kultur Café als Begegnungsstätte, Ehrenamtsbörse (Internet) – Angebote – Nachfrage, Nachbarschaftshilfe, Mobilität – Mitfahrservice, Investition in ökologische Ansätze, Vernetzung schafft soziales Miteinander,  Lebensqualität bei geringen Kosten und „Muckibude“ für Senioren.

Der Arbeitskreis „Engagierte Stadt“ wird sich bei seinem nächsten Treffen am 01.März u.a. mit diesen Vorschlägen auseinandersetzen. Weitere Anregungen und Nachfragen unter Email-Adresse m.dondelinger@caritas-westeifel.de oder telefonisch unter 06561 – 9671 0

Von Monika Dondelinger, Caritas-Sozialstation Südeifel, Bitburg

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