Willkommen in der engagierten Stadt

 

  • 2. Netzwerktreffen in Berlin, September 2016. Foto © Anna Rozkosny

Bürgerschaftliches Engagement ist ein Grundpfeiler der Demokratie, sichert Freiheit, schafft Lebensqualität und prägt den Gemeinsinn. Das Programm »Engagierte Stadt« unterstützt den Aufbau bleibender Engagementlandschaften in Städten und Gemeinden in Deutschland. Es fördert Kooperationen statt Projekte. Die »Engagierte Stadt« begleitet Menschen und Organisationen vor Ort auf ihrem gemeinsamen Weg zu starken Verantwortungsgemeinschaften.

ES-Homepage_Newsletter_Icon Startseite

Top

Neues für die engagierte Stadt

Moderne Technologien für Nonprofits

Das Portal Stifter-helfen.net – IT für Non-Profits wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz von der Haus des Stiftens gemeinnützige GmbH in Partnerschaft mit der amerikanischen Non-Profit-Organisation TechSoup betrieben. Auf dem Portal werden - ausschließlich an Non-Profit-Organisationen - Produktspenden namhafter IT-Unternehmen sowie Sonderkonditionen und Know-how rund um moderne Technologien, Internet & Co vermittelt. Derzeit engagieren sich weit über 30 IT-Partner. Führende IT- und Internetunternehmen stellen ihre Produkte, Services und Tools als IT-Spende zur Verfügung. Um diese zu erhalten, müssen Sie auf Stifter-helfen.de registriert sein. Pro Produkt wird eine geringe Verwaltungsgebühr fällig, um die Kosten für Betrieb und Weiterentwicklung des Portals zu decken. Auch bietet die Seite immer wieder spannende und hilfreiche Webinare an.  

Fotoausstellung „Einblicke: Studierende engagieren sich“

Am 05.12.2016 wurde die Fotoausstellung „Einblicke: Studierende engagieren sich“ im Studentenwerk Marburg eröffnet. [caption id="attachment_2773" align="alignleft" width="300"] Die Ausstellungsstücke spiegeln das bunte und vielfältige Engagement der Studierenden wieder.[/caption] Die Ausstellung im Rahmen des Programms Engagierte Stadt ist als Kooperation zwischen der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf e.V., der Philipps-Universität Marburg, der Stadt Marburg sowie dem Studentenwerk Marburg entstanden und wurde durch eine Spende der Volksbank Mittelhessen eG mitfinanziert. 18 Fotografien zeigen das vielfältige und bunte bürgerschaftliche Engagement der Studierenden in Marburg, die damit die Stadt wesentlich mitprägen. Die Fotografien wurden von Studierenden eingereicht, die in studentischen Initiativen oder gemeinnützigen Vereinen aktiv sind. Von der Freiwilligen Feuerwehr, über Leben mit Krebs e.V. bis hin zu Arbeiterkind.de – ob im kulturellen, sportlichen, sozialen oder politischen Bereich: Studentisches Engagement ist breit gefächert und präsent! Die Ausstellung, die noch bis zum 31.03.2017 im Studentenwerk zu sehen ist, soll einen Beitrag dazu leisten, dies sichtbar zu machen.   Die Begrüßenden unterstrichen die Vielfalt des studentischen Engagements und betonten die Bedeutung desselben (von links nach rechts): Dr. Uwe Grebe (Studentenwerk Marburg), Prof. Dr. Heike Schnoor (Philipps-Universität Marburg), Ursula Schulze-Stampe (ehrenamtliches Magistratsmitglied der Stadt Marburg), Dr. Christof Eichert (Herbert Quandt-Stiftung), Christina Salland und Peter Günther (Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf e.V.). Von Christina Salland (Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf e.V.), Kontakt: engagiertestadt@freiwilligenagentur-marburg.de

Offener Bürgertreff

Stendal ist eine äußerst Engagierte Stadt. Zu diesem Schluss kommt die Freiwilligen-Agentur Altmark e.V. als lokaler Träger des gleichnamigen bundesweiten Netzwerkprogramms in der Hansestadt Stendal. „In diesem Projekt wird sichtbar, wie Bürgerschaft, Verwaltung, Kommunalpolitik und regionale Wirtschaft dem bereits vielfältig vorhandenen Engagement einen weiteren Schub geben können“, sagt Projektmanagerin Marion Zosel-Mohr. Als herausragendes Beispiel nennt sie den Offenen Bürgertreff, der gegenwärtig in der Kleinen Markthalle (Hallstraße/Ecke Karlstraße) entsteht. Die Idee zu einem solchen Zentrum als Begegnungsort und Ideenschmiede äußerte u. a. die überaus engagierte und leider viel zu früh verstorbene Sigrid Nellessen während der Konzeptphase zur Engagierten Stadt Stendal im Juni 2015. Dank einer großen, aktiven Gemeinschaft, die sich mit Planungserfahrung, Muskelkraft und finanzieller Hilfe einbringt, nimmt das Vorhaben zunehmend Gestalt an. Einen Einblick in eine besondere Unterstützungsaktion gibt am 2. und 9. Januar 2017 jeweils um 19:50 Uhr die Sendung „Mach dich ran!“ im MDR-Fernsehen. Moderator Mario D. Richardt wird zeigen, wie spontan Stendaler Handwerksbetriebe dazu beitragen, dass die Kleine Markthalle im kommenden Jahr von der Bürgerschaft in Besitz genommen werden kann. Marion Zosel Mohr: „Schauen Sie mal in die Sendung hinein. Vielleicht lassen Sie sich ebenfalls für die Unterstützung der Kleinen Markthalle begeistern.“ Der Dank der Freiwilligen-Agentur Altmark gilt allen nachfolgend benannten Aktiven und Unterstützern: Aus der Verwaltung und Politik: Klaus Schmotz (Oberbürgermeister), Jaqueline Chmielewski (Gleichstellungsbeauftragte), Klaus Ortmann (Leiter des Büros des OB), Bauhof der Stadt Stendal, Gesine Seidel (Die Linke), Bernd Hauke (Die Linke), Rita Antusch (SPD), Olaf Linke (PIRATEN), Jacob Beuchel (Jusos), Dorothea Frederking (Bündnis 90 Die Grünen) Aus der Wirtschaft: Prof. Kaschade, Steffen Klug (Planungsbüro), Lothar Stannull (Bauleiter), Rolf Gille (Stadtwerke Stendal), Daniel Jircik (SWG), Annett Oelicker (ROSIER), Uta Behr (BVH), Hans-Jürgen Heinrich (UDE), Thomas Nolte (Stendal Magazin), Frank Bierhals (Malermeister), Robert Löchel (Elektromeister), Oliver Fleßner (PORTA), Holger Kusserow (Elektromeister), Off & Hampe, K.-D. & Th. Schulz (KOSAN), Hartmut Holz (Druckmanufaktur), Andree Hentschke (Elektromeister), Handelshof Stendal, Frank Albert (Sanitärfachbetrieb), Fliesen-Ernst, Frank Hilse (Tischlermeister), Sven Strauß (Fliesenleger), Firma Kurze (Heizung/Sanitär) Aus der Bevölkerung und Initiativen: Wilfried Nahrstedt, DRK Altstadt Quartiersmanagement mit Ute Friedrichsdorf u. Ulrike Walkowiak, die Aktiven des Projekts „Dehnungsfuge“ mit David Lenard, Eva Vogel, dem Theater der Altmark und LKJ Magdeburg, Jürgen Lenski (Altmärkische Bürgerstiftung), Manfred Dönhoff (Uchtspringe), Holger Rohde (Uenglingen), Petra Juska (Dalchau), Karsten Schwarze (Herz statt Hetze), Elisabeth Seyer (Herz statt Hetze), Christine Zschiesche (Borstel), Prof. Thomas Kliche, Angela Basner, Karin Stöwesandt, Venus Käppler SteMi (Tangermünde), Anja Stelter, Annedore Händel (Arnim), Julian Kirschning, Gert Kahle, Steffen Roske, Inge Sanftleben, Assion Lawson (SteMi), Dietrich Zosel, Andreas u. Tim Große, Frank u. Sebastian Seidel, Manuel Heinecke, Ehepaar Jaspers, Ehepaar Bocatius (Krusemark), Ehepaar Kampe (Krusemark), Reinhard Stremmler, Sabine Teucke, Elisabeth Nortmann, Monika Kießling und Michael Trösken Wir wünschen Ihnen allen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr! Ansprechpartnerin für diese Pressemitteilung: Marion Zosel- Mohr, Prozessmanagerin Engagierte Stadt Stendal, Tel. (03931) 5656320

Webinar Unternehmenskooperationen

Bei Unternehmenskooperationen geht es um mehr als Geld. Welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Unternehmen gibt es? Wie können Sie Unternehmen als strategischen Partner einbinden? Wie können Sie professionell auf Unternehmer, CSR-Verantwortliche oder Marketingleiter zugehen, Interesse für Ihr Anliegen wecken und von einem Kooperationsvorhaben überzeugen? Diese und weitere Fragen bilden den Schwerpunkt des Webinars mit Christiane Biedermann, die seit mehreren Jahren in diesem Themenfeld bei der Stiftung Aktive Bürgerschaft und als Trainerin arbeitet. Die Folien zur Präsentation finden Sie hier, der Video-Mitschnitt zum Webinar ist auch nachträglich zu sehen.        

Zeit- und Projektmanagement für Engagierte

Der Tag sollte mehr als 24 Stunden haben, um alles gewuppt zu bekommen. Weil er das nicht hat, laufen engagierte Menschen oft am Limit und damit sogar Gefahr, sich allzu sehr zu verausgaben. Wie gewinne ich einen klaren Kopf für die wichtigen und auch für die dringenden Dinge im (Vereins-)Leben? Zeitmanagement hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder weiterentwickelt, weil sich unsere Umgebungsbedingungen verändert haben: Die vier Buchstaben VUCA stehen dafür, dass unsere Welt komplexer und dynamischer geworden ist. Jens Flammann von der Mannheimer Vereinswerkstatt vermittelt Handwerkszeug, wie man mehr schafft, indem man vorausschauend plant (Strategie) und an andere Menschen abspielt (Delegation). Am 27. und 28. Januar findet der Workshop in Mannheim statt, nähere Informationen finden Sie hier: http://www.mannheimer-vereinswerkstatt.de/?event=in-planung-zeitmanagement-fuer-engagierte

Sprachkurs „Mama lernt Deutsch“

Im Rahmen des Programms „Engagierte Stadt Illingen“ ist es dem ASB Ortsverband Illingen gelungen, einen ganz besonderen Sprachkurs für Geflüchtete anzubieten. Seit 15. November 2016 können sich Flüchtlingsmütter mit der deutschen Sprache vertraut machen. Der Sprachkurs „Mama lernt Deutsch“ wendet sich an eine Zielgruppe, die aufgrund ihrer familiären Einbindung bei der sprachlichen Integration benachteiligt ist. Als Mütter und Hausfrauen versorgen sie oft einen Mehrpersonenhaushalt und finden kaum Gelegenheit, die deutsche Sprache zur Bewältigung vielfältiger Alltagssituationen zu erlernen. Der tägliche Einkauf, der Arzt- oder Behördenbesuch und die dafür erforderlichen Terminabsprachen sowie die Verständigung mit dem Kindergarten- und Schulpersonal sind Herausforderungen, denen sich viele Flüchtlingsfrauen nicht gewachsen fühlen. Sie können aufgrund fehlender Kindergarten- und Schulplätze die vielfältigen Sprachkurs-Angebote aufgrund ihrer Betreuungsaufgaben nicht wahrnehmen. [caption id="attachment_2748" align="aligncenter" width="300"] Foto: Thomas Keller, Gemeinde Illingen[/caption] Diese Situation hat die „Engagierte Stadt Illingen“ beim ASB Illingen aufgegriffen und ein Sprachkurskonzept entwickelt, das der Lebenssituation geflüchteter Mütter gerecht wird. Mit finanzieller Unterstützung des ASB-Bundesverbandes Köln und der „Aktion Deutschand hilft“ hat das Projektteam Anke Thome und Horst Maas – zusammen mit weiteren engagierten Ehrenamtlichen – ein Gesamtpaket entwickelt, das Abhol- und Rückfahrdienst mit Kleinbussen, Betreuung der nicht in Kindergärten bzw. Schulen untergebrachten Kinder und  selbstverständlich auch den Deutsch-Sprachkurs gewährleistet. 27 Mütter in 3 Lerngruppen machen sich – zusammen mit 3 erfahrenen Sprachlehrern - mit der deutschen Sprache vertraut, während sich qualifizierte Betreuerinnen in getrennten Räumlichkeiten um bis zu 35 Kinder kümmern. Die Motivation bei den Teilnehmerinnen ist nicht zuletzt auch deshalb ungebrochen, weil sie nach festem Fahrplan morgens von einem zweiköpfigen Fahrdienst zu Hause abgeholt und nach dem 90minütigen Unterricht mit ihren Kindern wieder zurück gebracht werden. Ein Angebot, das von der Zielgruppe besonders geschätzt wird, zumal die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln im ländlichen Bereich nicht optimal ist und die Fahrpreise das Familien-budget zu sehr belasten würden. Der Unterricht und die Betreuung der Kinder findet morgens im alten Schulgebäude „Auf der Lehn“ in Illingen statt, in dem auch die Freiwillige Ganztagesschule (FGTS) untergebracht ist. [caption id="attachment_2749" align="alignleft" width="300"] Foto: Thomas Keller, Gemeinde Illingen[/caption] Der Sprachkurs „Mama lernt Deutsch“ wird zunächst bis zum Frühjahr 2017 weitergeführt - nach gesicherter Folgefinanzierung auch gerne darüber hinaus. Dr. Armin König, Bürgermeister der Gemeinde Illingen und Guido Jost, Landesvorsitzender des ASB Saarland, äußerten sich begeistert über den gelungenen Start dieses Projekts. Der Bürgermeister sagte dem ASB weiterhin seine aktive Unterstützung zu.

Projekt-Meetings gestalten

Meetings haben ein schlechtes Image: Sie stören bei der Arbeit, dauern immer zu lange und zum Schluss sind alle Klarheiten beseitigt. Wie es anders und besser gehen kann, zeigt PHINEO in der Checkliste „Projekt-Meetings gestalten“ (PDF, 2.4 MB). Die Vorlage stammt aus dem neuen "Kursbuch Stiftungen" und lässt sich auf jede Art von Arbeitstreffen übertragen.

Engagement-Strategie 2018+ in Bocholt

Verwaltung und Politik beschließen „Engagement-Strategie 2018+“! In der Engagierten Stadt Bocholt wird das Programm vom Verein Leben im Alter in Kooperation mit der städtischen Ehrenamtsförderung und der städtischen Freiwilligen-Agentur umgesetzt. Verwaltung und Vertreter der Politik der Stadt Bocholt legten nun eine gemeinsame „engagementstrategie2018“ auf, welche in der Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales der Stadt Bocholt am 29.11.2016 mit großer Zustimmung und einstimmig beschlossen wurde. Die Ziele aus dem Programm Engagierte Stadt sind in dieser Strategie vollständig aufgenommen worden. Zusätzlich basiert die Strategie der Stadt Bocholt in vielen Teilen auf die bisherigen Ergebnisse und formulierten Ziele des Programms und folgt dem Ansatz des gesamtstädtischen Netzwerkes unter Einbindung aller Akteure. Mit der Namensgebung „2018+“ wird zum Ausdruck gebracht, dass die Ergebnisse aus dem Programm der Engagierten Stadt in die Nachhaltigkeit überführt werden sollen. Damit wird ein wichtiger Punkt des Bocholter Konzeptes zur Engagierten Stadt bereits frühzeitig auf den Weg gebracht: Der spätere Transfer in die städtische Freiwilligen-Agentur und hierdurch Sicherung der Nachhaltigkeit. Neben der Fortführung des Netzwerkes der Engagierten Stadt Bocholt nach Programmende hinaus, werden mit der Engagement-Strategie 2018+ unter anderem die Gründung einer „Freiwilligen-Akademie“, die Schaffung einer eigenständigen Homepage „Wir-für-Bocholt“ - für alle Themen und Akteure rund um das ehrenamtliche Engagement - sowie die erstmalige Durchführung der „Marktplatz-Methode“ in Bocholt beabsichtigt. Darüber hinaus sind noch weitere Maßnahmen vorgesehen und es soll ab 2018 die Geschäftsführung für das Netzwerk Engagierte Stadt Bocholt übernommen werden. Agnes Wellkamp, Projektleiterin des lokalen Projektträges Verein Leben im Alter e.V. und Rainer Howestädt, Ehrenamtskoordinator der Stadt Bocholt freuen sich gemeinsam: „Das ist ein sehr wichtiger Meilenstein für die Engagement-Förderung in Bocholt!. Die bisherigen Ergebnisse aus der Engagierten Stadt Bocholt und die Überlegungen und Ziele von Verwaltung und Politik sind in der Engagement-Strategie 2018+ perfekt zusammen gefasst. Wir nehmen diese Strategie nun als weiteren Arbeitsauftrag wahr, uns intensiv und engagiert um die Umsetzung zu bemühen.“

Unsere neuen Nachbarn sind Muslime

Rund 30 Muslime und Christen kamen vergangenen Freitag zu der Veranstaltung „Unsere neuen Nachbarn sind Muslime: wie glauben sie?“ Eingeladen hatte „über Zaun und Grenze“, das Netzwerk für ehrenamtliches Engagement in Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfen des Landkreises Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim. Thomas Kreitschmann, Mitarbeiter des Bundesamtes für Flüchtlinge und Migration, beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren intensiv mit dem Islam. Er nahm die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Geschichte, Kultur und Theologie des Islams und leitete dann über in den offenen Austausch zwischen anwesenden Muslimen und Christen. Als Religion des göttlichen Gesetzes legt der Islam fünf grundsätzliche Pflichten fest, die alle Muslime einzuhalten haben: Das Glaubensbekenntnis, die fünf täglichen Gebete, die Wohltätigkeit gegenüber Mitmenschen, das Fasten im Ramadan und die Pilgerfahrt nach Mekka. Kreitschmann erläuterte Aussagen des Korans wie z. B. zum Thema „Gewalt“ oder zur Stellung der Frau und dass Dschihad eigentlich nur „die Anstrengungen eines Muslimen auf dem Weg zu Gott“ bedeutete. In einer Welt, in der die Menschen aufgrund von Bevölkerungsentwicklung, Ressourcenverteilung oder Fluchtbewegungen immer enger zusammenrücken, finden sich schon unter den nächsten Nachbarn eine Vielzahl von Meinungen und religiösen Prägungen. Setzen wir uns damit auseinander, sind wir oft herausgefordert, unser eigenes Welt-, Menschen- und Gottesbild zu überdenken und klar Stellung zu beziehen, so Kreitschmann. „Was glaube ich?“ wird zur grundlegenden Frage. Die persönlichen Antworten, die jeder einzelne aufgrund seiner individuellen Erfahrungen und Überzeugungen darauf findet, bestimmen unser Zusammenleben mit anderen. Im lebendigen Gespräch miteinander entbrannte anschließend eine Diskussion am Beispiel des schulischen Schwimmunterrichts. Sollten muslimische Kinder davon befreit werden können oder ist in jedem Fall an dieser Schulpflicht festzuhalten? Rasch wurde klar, dass gerade die Unterschiede im gelebten Glauben zu Problemen im täglichen Zusammenleben führen können. Hier müssen konkrete und allgemeingültige Lösungen gefunden werden. Aussagen wie „wir sollten mehr Gleiches suchen als Trennendes“, „jeder hat das Recht auf seine Religion“, „auf den Menschen kommt es an“, „wir sind alle nur Gast auf dieser einen Erde“ spiegelten jedoch die vorherrschende Meinung wieder, dass nicht die Zugehörigkeit zu einer Religion entscheidend ist für ein friedliches Miteinander. Vielmehr sollten wir einander offen und respektvoll begegnen und den Glauben des Gegenübers anerkennen können. Denn im friedlichen Zusammenleben geht ist nicht nur um den Dialog der Religionen, sondern vor allem um den Dialog der Menschen. Eine Grundschülerin aus Syrien, die mit ihren Eltern Gast des Abends war, drückte es so aus: "Wir mussten fliehen und sind jetzt hier in Deutschland. Hier sind wir sicher und haben viele gute Menschen kennengelernt, die uns helfen. Wir sind dankbar und möchten in Frieden mit allen leben."
Zum Newsblog
Top