Willkommen in der engagierten Stadt

 

  • Engagierte Stadt Gruppenbild Foto © Kathrin Harms

Bürgerschaftliches Engagement ist ein Grundpfeiler der Demokratie, sichert Freiheit, schafft Lebensqualität und prägt den Gemeinsinn. Das Programm »Engagierte Stadt« unterstützt den Aufbau bleibender Engagementlandschaften in Städten und Gemeinden in Deutschland. Es fördert Kooperationen statt Projekte. Die »Engagierte Stadt« begleitet Menschen und Organisationen vor Ort auf ihrem gemeinsamen Weg zu starken Verantwortungsgemeinschaften.

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Neues für die engagierte Stadt

Online-Camp für NPOs

Das Online-Camp vermittelt kompakt und kostenlos in 15 Webinaren zwischen dem 18. und 27. Oktober digitales Know-how – speziell für Vereine, Stiftungen und andere Non-Profit-Organisationen. Themen sind unter anderem: Content-Management-Systeme, Community Management, Online Fundraising und Interne Kommunikation. Die sechs Referenten sind nicht nur Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet, sondern haben auch langjährige Erfahrung im gemeinnützigen Sektor. So erhalten Non-Profits Wissen verständlich und praxisnah, das speziell auf sie zugeschnitten ist. Mit dem Camp möchte Stifter-helfen.de Haupt- und Ehrenamtlichen – geballt an acht Tagen – das digitale Know-how an die Hand geben, das sie brauchen, um ihre gemeinnützige Organisation im Online-Zeitalter voranzubringen. Im Fokus stehen dabei Marketing und Kommunikation – von Community Management über Recht und Online bis hin zur Suchmaschinenoptimierung. Um an den Webinaren teilzunehmen, genügen ein Computer mit Soundkarte, ein Headset oder Lautsprecher und ein Internetanschluss. Non-Profit-Vertreter können so ganz einfach vom Büro oder von zu Hause aus teilnehmen. Damit möglichst viele Non-Profits durch digitales Know-how ihre Aufgaben in Zukunft besser bewältigen können. Die Liste der angebotenen Webinare finden Sie hier.

Homepage „SCHWERengagierTE“ ist online

Die Homepage www.schwerengagierte.de, die gemeinsam mit professioneller Unterstützung entwickelt wurde, geht an den Start und enthält viele Informationen rund um das Thema Bürgerengagement. Die Homepage soll virtuelle Plattform der Schwerter Engagierten und Interessierten werden. Hier werden Projekte und Veranstaltungen von Schwertern für Schwerterinnen und Schwerter eingestellt, Mitmachende gesucht, eine Initiativen-Übersicht vorgestellt und unter dem Punkt „Service“ werden Fördermöglichkeiten, Ideengeber, Qualifizierungen, Versicherungsschutz im Ehrenamt, Räume und Treffpunkte und viele weitere nützliche Informationen geboten. Neben aktuellen Projekten, Veranstaltungen und Informationen werden regelmäßig engagierte Personen in einem Interview vorgestellt, um dem bürgerschaftlichen Engagement in Schwerte ein Gesicht zu gegeben und diejenigen vorzustellen, die für die gute Sache stehen. [caption id="attachment_2539" align="aligncenter" width="640"] Pano Team SCHWERengagierTE[/caption] Am Samstag, 3. September wurde das Forum SCHWERengagierTE im Museum am Markt eröffnet. Jeden Samstag von 9.00 bis 13.00 Uhr wird in der Museumshalle - oder bei gutem Wetter davor - unterstützt, beraten und vorgestellt. Neben der Homepage bietet das Forum den persönlichen Kontakt, soll zum Knotenpunkt für Bürgerengagement werden, Interessierten nützliche Informationen bieten und Engagierte stärker miteinander vernetzen. „Wir informieren über Projekte und Veranstaltungen, wir helfen mitzumachen, wir bringen Interessierte und Aktive zusammen und wir wollen mit ihnen gemeinsam neue Ideen entwickeln“, so das Team des Forums. Ziel ist auch, dass sich jeden Samstag eine Initiative vor Ort präsentiert. Den Anfang macht am Eröffnungstag der Hanseverein Schwerte: Am darauffolgenden Wochenende (10./11. September) wird nunmehr zum 20. Male das "Pannekaukenfest" in Schwerte gefeiert. Wie in zwei Dekaden aus einem Pannekaukenstand in der Fußgängerzone das größte ehrenamtlich organisierte Stadtfest werden konnte, darüber werden die Mitglieder des Hansevereins berichten. Von Anke Skupin, Kultur- und Weiterbildungsbetrieb Schwerte.  

Auswertung: Befragung zur Quartiersentwicklung

Auch in Worms geht es voran. Unser Ziel ist und war es, herauszufinden, was die Menschen in der Wormser Innenstadt beschäftigt, was sie als positiv und negativ empfinden und wobei sie bereit wären, sich zu engagieren. Gemeinsam mit einem professionellen Coach für Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit entwickelten wir Anfang des Jahres einen offenen Fragebogen, mit Hilfe dessen wir diese Stimmungsbild einholen konnten. Wichtig war bei der Zusammenstellung der Fragen, dass wir uns bewusst gegen einfach auszuwertende Entscheidungsfragen (also zum Beispiel „Gefällt Ihnen der Park in Ihrer Nähe?“) und für offene Fragen (wie „Was gefällt Ihnen hier?“) entscheiden haben. Wir wollten damit erreichen, dass wir zum einen wirklich mit den Themen konfrontiert werden, die die Bewohner beschäftigen und nicht mit jenen, die wir ihnen vorgeben würden. Zum anderen sollten diese offenen Fragen mehr Freiraum für kleine und größere Geschichten aus dem Alltag lassen, aus denen schließlich häufig ein besseres Bild der Situation hervorgeht, als aus bloßen Ja- und Nein-Antworten. Nachdem ein ehrenamtliches Team von etwa zehn Personen gefunden worden war, wurden in einem ersten Schritt diejenigen Menschen in unserem Viertel interviewt, die ein berufliches Interesse am Stadtteil haben. 35 Gemeindeleiter, Geschäftsinhaber, Schuldirektoren, Politiker usw. wurden dabei zu ihrer Meinung befragt und erfreulicherweise konnten sich auch viele von ihnen ein Engagement für das Viertel vorstellen. Der folgende zweite Schritt war das Interviewen der Bewohner und Bewohnerinnen. Im Vorfeld von eingeworfenen Flyern angekündigt, gingen Interviewer-Teams von zwei Personen in einer Straße von Tür zu Tür und befragten die Wormser und Wormserinnen. Parallel dazu bestand auch die Möglichkeit, sich eigeninitiativ zu melden um einen Termin zu vereinbaren und somit ein besonders ausführliches Gespräch führen zu können. Diese Möglichkeit nutzte allerdings, wie zu erwarten war, nur ein knappes Dutzend der Betroffenen. Von ungefähr 3300 Menschen in diesem Quartier konnten fast 300 Haushalte und somit über 400 Einzelpersonen befragt werden. Auch wenn unsere Interviewer-Teams relativ häufig vor verschlossenen Türen standen, waren doch viele gerne bereit, Auskunft zu geben und konnten den Gedanken hinter der ganzen Aktion, nämlich ihr eigenes Wohngebiet lebenswerter zu machen, nachvollziehen. Die Ergebnisse von beiden Interview-Runden, also von Professionellen wie auch Bewohnern, waren ähnlich. Neben der mangelnden Sauberkeit von Straßen und Anlagen und der schwierigen innerstädtischen Parkplatz-Situation, wurde vor allen Dingen die große Anonymität bemängelt. Glücklicherweise waren aber auch viele bereit, genau gegen diese Missstände anzugehen und könnten sich vorstellen, sich bei einem Nachbarschaftsfest oder einem Bürgertreff zu engagieren. Der kommende dritte Schritt wird sein, zu einer Bewohnerversammlung Ende Oktober persönlich alle Interviewten, aber auch über Flyer und Presse alle Wormser, einzuladen um gemeinsam nächste Schritte zu planen. An diesem Abend werden sowohl die Ergebnisse der Interviews vorgestellt werden, als auch zu den am häufigsten genannten Themen erste Arbeitsgruppen entstehen, die sich aus Professionellen und Bewohnern zusammensetzen werden und hoffentlich auch längerfristig Bestand haben werden. Nach diesem Bewohnertreffen wird es vor allem darum gehen, die einzelnen Gruppen in der Art zu begleiten, dass sie längerfristig selbstständig erfolgreich arbeiten und somit auch nach Ende des Projektes „Engagierte Stadt“ Worms nachhaltig verbessern. Von Nicole Heinzelbecker, Engagierte Stadt Worms.

Befragung für bedarfsgerechte Angebote

Zum Aufbau eines Engagements-Netzwerkes haben sich nach der Auftaktveranstaltung in Bocholt vier Cluster zu den Themen: Bildung und Qualifizierung, Zusammenarbeit Vereine und Unternehmen, Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsgewinnung  gegründet. In diesen Gruppen arbeiten zwischen 10 und 15 Akteure aus unterschiedlichen Vereinen und Organisationen zusammen. Schnell wurde den Mitgliedern der Cluster deutlich, dass sie für ihre weitere Arbeit den individuellen Bedarf der Vereine und Organisationen ermitteln müssen, um bedarfsgerechte Angebote initiieren zu können. Um eine möglichst hohe Beteiligungsquote  zu erreichen wurde darauf geachtet den Fragebogen nicht  allzu umfangreich zu gestalten. Nach einer ersten Kostenanalyse haben wir uns für eine online-Befragung entschieden.  Lediglich 45 Vereine, die nicht über E-Mail Kontaktdaten verfügen, wurden angeschrieben und erhielten einen frankierten Rückbrief dazu. Die Befragung lief gut einen Monat und von den rund 300 angeschriebenen Vereinen und Organisationen haben letztlich 66 teilgenommen, was einer Beteiligung von rund 22 Prozent entspricht. Die Teilnahme an der Befragung erfolgte fast ausschließlich Online, lediglich 2 Teilnehmer nutzten die Fragebögen, die an Vereinen via Post verschickt wurden. Gemessen am Aufwand war die postalische Befragung somit wenig ertragreich. Die Online-Befragung wurde hingegen gut genutzt, so dass wir insgesamt eine positive Bilanz ziehen. Im 1. Themenblock „Bildung und Qualifizierung von Freiwilligen“ konnten wir auf diese Weise ermitteln, dass knapp 70 Prozent der Teilnehmer derzeit noch keine Schulungsangebote für ihre Freiwilligen anbietet. Die Vereine und Organisationen, die so etwas bereits anbieten, vermitteln in erster Linie das, für die freiwillige Tätigkeit, notwendige Fachwissen. Von den Organisationen in Bocholt, die bereits eine Ehrenamtlichen-Schulung anbieten, wären rund 71 Prozent bereit ihre Schulungsangebote auch für Interessenten aus anderen Organisationen zu öffnen. Ähnlich hoch ist die Zahl der Vereine, die Mitglieder haben, die bereit wären, als Referenten vereinsübergreifende Schulungsangebote durchzuführen. Letztlich haben wir in diesem Themenblock noch die gewünschten Schulungsangebote erfragt, die im Rahmen einer Freiwilligenakademie angeboten werden sollten: Hier wünschte sich ein Großteil der Befragten Input zu den Themenkomplexen „Öffentlichkeitsarbeit“, „Gewinnung von Freiwilligen“ und „Koordination und Kommunikation“. Im 2. Themenblock haben wir uns mit dem Cluster „Zusammenarbeit Vereine/Organisationen und Unternehmen stärken“ beschäftigt. Hier wollten wir zunächst einmal ermitteln, ob bei den Bocholter Vereinen grundsätzlich Interesse an einer Info-Veranstaltung zur Marktplatz-Methode besteht. 67 Prozent der Teilnehmer haben im Rahmen der Befragung ein entsprechendes Interesse bekundet. Weiterhin haben wir hier die Frage gestellt, welche Formen des Engagements sich die Vereine bereits heute in Kooperation mit Unternehmen vorstellen könnten: Hier wurden u.a. Schulungen zum Thema Demenz, Bereitstellung von Räumlichkeiten, Musikaufführungen und kostenlose Theaterbesuche genannt. Im 3. Themenblock haben wir uns mit dem Thema „Nachwuchssicherung“ befasst. Durch ein Netzwerktreffen mit Vertretern Bocholter Schulen und Ansprechpartnern aus Einrichtungen und Vereinen wollten wir die Nachwuchssicherung ganz konkret stärken. Allerdings gaben 70 Prozent der Befragten an, momentan kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit Schulen zu haben. Zudem wollten wir ermitteln, für welche Tätigkeiten die Bocholter Vereine „Nachwuchs“ benötigen: Das Antworten-Repertoire reichte von „Aktivitäten mit Senioren“ über einen Freiwilligen-Dienst in Bolivien bis hin zur Mitarbeit in Arbeitsgruppen, etwa zum Thema „Pflege von Webauftritten und Neuen Medien“. Anschließend wollten wir von den Teilnehmern wissen, ob aus ihrer Sicht ein einheitlicher „Engagement-Nachweis“ speziell für Bocholt eingeführt werden sollte: Das Teilnehmerfeld zeigte sich bei dieser Frage zwiegespalten: 46 Prozent waren für die Einführung eines solchen Nachweises, 54 Prozent entsprechend dagegen. Bei der letzten Frage in diesem Themenblock wollten wir von den Befragten wissen, ob aus ihrer Sicht noch andere Formen der Anerkennung sinnvoll wären: Mehrere Teilnehmer bekräftigten hier, dass Sie bereits sehr zufrieden mit der Anerkennung ihres ehrenamtlichen Engagements in Bocholt wären, andere wünschten sich etwa steuerliche Vorteile oder Ermäßigungen auf bestimmte Angebote, wieder andere äußerten die Einschätzung, dass es besser wäre, die Engagement-Anerkennung grundsätzlich durch die Vereine dezentral organisieren zu lassen. Im 4. und letzten Themenblock wollten wir von den angeschriebenen Vereinen und Organisationen wissen, ob Sie damit einverstanden wären, dass ihre Kontaktdaten auf der neuen Internetseite erscheinen und ihre Internetpräsenz dort verlinkt wird. 67 Prozent der Teilnehmer sind damit einverstanden. Zusammenfassend  lässt sich sagen, dass wir  mit dem Rücklauf sehr zufrieden sind. Allerdings wurden auch einige Fragebögen nicht bis zum Ende beantwortet, was eventuell auf einen zu umfangreichen Fragebogen schließen lässt. Bei genauerer Betrachtung zeigte sich auch, dass sich hauptsächlich soziale Einrichtungen und nur wenige Sportvereine  an der Befragung beteiligt haben. Letztendlich sind die Ergebnisse für die weitere Arbeit der Cluster richtungsweisend. So wird jetzt z.B. keine Netzwerkveranstaltung zwischen Vereinen und Schulen organisiert und auch kein Engagement-Nachweis für Bocholt entwickelt.  Die Durchführung der Marktplatz-Methode für Vereine und Unternehmen  wird dagegen ausdrücklich gewünscht und durch die Bedarfsabfrage im Bereich der Qualifizierung ergibt sich ein klarer Auftrag für eine neu zu gründende Freiwilligen-Akademie. Alle Vereine erhielten nach der Befragung ein Dankesschreiben mit den Ergebnissen der Befragung. Von Jens Bollwerk / Agnes Wellkamp, Leben im Alter e.V.

Workshops: Unternehmenskooperationen vor Ort initiieren

Kooperationen zwischen Unternehmen und Zivilgesellschaft - was muss man dafür tun und wie könnte man damit relativ einfach beginnen? Antworten finden Sie in einem der beiden Regionalen Impulsworkshops „Neue Verbindungen schaffen – Unternehmenskooperationen vor Ort initiieren“, zu denen upj einlädt. Termin 1: 14. November 2016 von 10.30 bis 16.30 Uhr in Berlin oder Termin 2: 28. November 2016 von 10.30 bis 16.30 Uhr in Würzburg in Kooperation mit dem PARITÄTISCHEN in Bayern Die Workshops richten sich an gemeinnützige Organisationen und kommunale Stellen, die neue Kooperationen engagierter Unternehmen, zivilgesellschaftlicher Organisationen und der öffentlichen Verwaltung in ihrem Gemeinwesen entwickeln möchten und bieten: erfolgreiche Konzepte, die bereits in vielen Städten funktionieren, konkrete Erfahrungen und Vorgehensweisen, praktische Tipps und hilfreiche Materialien. Anschließend sind Sie gut gerüstet, um neue Kooperationen zwischen Wirtschaft und Gemeinwesen in Ihrer Region auf den Weg zu bringen, die neues Engagement, Kompetenzen und Ressourcen schaffen. Die Regionalen Impulsworkshops werden durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.   Das ausführliche Programm und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Sie unter www.upj.de/impulsworkshop

Erfolgreich abgeschaut: Barcampchen in Flensburg

Wie die meisten der anderen Engagierten Städte war auch ein Teil unseres Projektteams der Engagierten Stadt Flensburg dabei, als am 14. März im KörberForum das »Barcamp Engagierte Stadt« stattfand. Für uns alle war es das erste Barcamp überhaupt, aber bereits beim Beschriften der Papphocker waren wir sicher: „Das wird spannend“. Wer hätte gedacht, dass wir nur wenig später sogar eigene Themen in die Runde werfen würden! Der Austausch in den insgesamt 16 Sessions schließlich war durchaus rege, produktiv und regte uns und unsere Gesprächspartner immer wieder zum gemeinsamen Nachdenken an. Vom elevator pitch etwa, der tatsächlich in einem Fahrstuhl entwickelt wurde, profitieren wir hier in Flensburg außerdem bis heute, wenn wir das Programm Engagierte Stadt möglichst einfach und prägnant erklären wollen. Kurzum: Wir waren nicht nur von den vielen tollen Gesprächen und dem Tag in Hamburg begeistert, sondern gleichermaßen von der Methode Barcamp. Auch in Flensburg stand nun unser nächstes Netzwerktreffen an, bereits im Juli 2015 hatte es eine erste Auftaktveranstaltung gegeben. Unserem Team ging es mit der zweiten Veranstaltung zum einen darum, die Mitstreiter von damals wieder mit ins Boot zu holen, zum anderen wollten wir alle Interessierten darüber informieren, was seit damals in unserer „Engagierten Stadt“ schon geschehen ist. In einem der regelmäßigen Treffen unseres Projektteams kamen wir schließlich darauf: Warum nicht einmal selbst probieren, wovon wir so begeistert waren? Klar war allerdings: Wir würden dafür nicht einen ganzen Tag verplanen können – und wir waren keine Veranstaltungsprofis wie die Stiftung Bürgermut, die für uns im März das »Barcamp Engagierte Stadt« organisiert hatte. Deshalb war schnell die Idee geboren: Warum nicht alles etwas kleiner? Eine Veranstaltung am späten Nachmittag, eine geringere Anzahl Sessions (hier haben wir auf das Motto „Quantität ist nicht gleich Qualität“ vertraut) und ein insgesamt etwas kleinerer Veranstaltungsrahmen – unser „Barcampchen“ war geboren! Bewusst übernahmen wir dabei einige Elemente, die uns im März besonders gefallen hatten: Die Anmeldekarten zur Begrüßung etwa, auf der jede(r) drei Hashtags zu sich selbst schreiben und sich anhand dieser vorstellen konnte. Und natürlich die Fragerunde zu Beginn, in der die Anwesenden Themenvorschläge für die Sessions einbringen konnten – am Ende ja auch eines der zentralen Elemente, die die Methode Barcamp für uns ausmachte. Zusätzlich holten wir uns eine erfahrene Moderatorin ins Boot, die uns und unsere Gäste gekonnt und empathisch durch den Abend führte. Sie nahm selbst für einige Minuten in den einzelnen Sessions teil und fasste zum Abschluss der etwa vierstündigen Veranstaltung noch einmal alle Themen und Diskussionspunkte in einem Überblick zusammen. Das Feedback unserer Gäste war durchweg positiv (mit einigen wenigen Abstrichen, da beim Catering leider nicht ersichtlich war, ob – und was – es für die anwesenden Vegetarier gab. Hier konnten wir für die nächste Veranstaltung ein direktes Learning mitnehmen! J). Auch eine Dokumentation haben wir im Nachgang veröffentlicht: In dieser ist noch einmal zusammengefasst, was seit dem ersten Netzwerktreffen 2015 bereits geschehen ist und was wir noch vorhaben (diesen Teil haben wir unseren Gästen zu Beginn des „Barcampchens“ mit einem „Puzzleteil“ als Motiv für die einzelnen Bestandteile unserer Gesamtstrategie vorgetragen). Im Weiteren haben wir gesammelt, was in welchen Sessions zur Sprache kam und wo aus Sicht der Anwesenden aktuelle Bedarfe und – zumindest in Teilen – auch schon Möglichkeiten für deren Lösung liegen könnten. Die Dokumentation ist seit kurzem online gestellt und wurde in einem Newsletter der Anlaufstelle Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Flensburg an einen großen Verteiler ehrenamtlich Engagierter und Interessierter verschickt. Für uns war unser „Barcampchen“ eine spannende Erfahrung und wir verbuchen die Veranstaltung als vollen Erfolg für die Engagierte Stadt Flensburg. Bei Fragen dazu können sich Interessierte natürlich jederzeit an uns wenden. Wir vermitteln auch gerne den Kontakt zu unserer tollen Moderatorin, die nun ja sogar schon „Barcampchen“-erfahren ist. Herzlichen Dank an dieser Stelle auch noch einmal an die Stiftung Bürgermut und die Körber Stiftung für die Inspiration in Sachen Veranstaltungsmethode! Von Miriam Kohlsdorf, Selbsthilfe - Bauverein eG, Flensburg

Engagement von Studierenden

Im Rahmen des Programms „Engagierte Stadt" hat die Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf e.V. im Frühjahr 2016 mit Studierenden der Philipps-Universität eine Umfrage zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement von Studierenden" durchgeführt. 530 Studierende aus allen Fachbereichen nahmen an der Umfrage teil, die unter anderem einen Einblick in folgende Fragen liefert: In welchen Feldern engagieren sich Studierende? In welchem Umfang engagieren sie sich? Was wäre für ein potenzielles Engagement interessant? Wie stehen Studierende allgemein zu dem Thema „Bürgerschaftliches Engagement"? So sind bereits über 60% der Umfrageteilnehmer/innen engagiert, die meisten im Bereich „Kinder und Jugendliche" und über 20% engagieren sich in einer oder mehreren der über 40 studentischen Initiativen, die in der Umfrage genannt wurden. Diese und weitere spannende Ergebnisse können nun im Umfragebericht eingesehen werden, hier zu lesen: http://freiwilligenagentur-marburg.de/index.php?article_id=709 Von Christina Salland, Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf e.V.

Ein Sommer voller Lernspaß

Ferien. Das heißt für die Schülerinnen und Schüler in Illingen endlich Sommer, Freibad, und natürlich: keine Bücher. Oder? Für 30 syrische Kinder kommt das erst einmal nicht in die Tüte. In den ersten zwei Ferienwochen wollen sie viel lieber weiter lernen. Vom 18. bis 27. Juli wurden sie morgens in drei Lerngruppen von ehrenamtlichen Lehrerinnen und Lehrern in Deutsch unterrichtet. Nach einer gemeinsamen Pause mit Fußball, Seilspringen und Erholung ging es dann für die Zweit- bis Neuntklässler weiter. Bis 15 Uhr lernten sie in altersgerechten Kleingruppen Mathematik, Biologie, Chemie und Physik mit deutschen und syrischen Lehrern.   Das Projekt "Fit für die Schule" der Engagierten Stadt Illingen will den Kindern durch zusätzliche Sprachförderung den Anschluß an den Unterricht der Regelschule erleichtern. Neben dem allgemeinen Sprachunterricht werden vor allem fachbezogene Vokabeln, Textverständnis und Grundlagen des Fachunterrichts vermittelt. Möglich ist das Projekt durch das freiwillige Engagement vieler Ehrenamtlicher des ASB, der katholischen Pfarrgemeinde, von Schülerinnen und Schülern der Aktion Palca des Illtal-Gymnasiums, von pensionierten Lehrerinnen und Lehrern und von Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde. Finanzielle Unterstützung erhält das Projekt zusätzlich von der ver.di Jugend Bezirk Region Saar Trier, die einen Teilerlös aus verkauften REFUGEES WELCOME Bändchen für Unterrichtsmaterial  zur Verfügung gestellt hat. Der Mathematikunterricht ist besonders lebendig. Hier lernen die Mädchen und Jungen mit der saarlandweit einzigen MATHS4REFUGEES Box der Stiftung Rechnen praktisch mit Bastel- und Knobelaufgaben, Körpern, Murmeln und Spielen. Angeleitet werden sie dabei von Petra Naumann-Kipper, die als Rechenschwächetrainerin das Privatinstitut für mathematisches Lernen und Weiterbildung in Illingen leitet, und ihren Kindern Jasmin und David. Mathematik in der Sommerschule bedeutet, dass Kinder traurig sind, wenn der Unterricht vorbei ist. Die Sommerschule begeistert Kinder und Helfer gleichzeitig, denn so macht Lernen auch in den Ferien Spaß. Das Projekt entstand als Idee des Integrationszirkels Illingen IZI, in dem sich syrische Bürgerinnen und Bürger der einzelnen Ortsteile für ein gutes gemeinsames Leben aller Bürgerinnen und Bürger der Großgemeinde engagieren. Der Integrationszirkel, dem auch eine syrische Schülerin angehört, wird die Sommerschule am Ende der Ferien auswerten und möchte die Ergebnisse für die weitere Integrationsarbeit nutzen. Von Anke Thome, ASB Ortsverband Illingen

Caring Community Heidenheim

Die Engagierte Stadt Heidenheim hat im Rahmen des Projekts "In guter Nachbarschaft - Caring Community Heidenheim" eine Befragung in einem der Pilotstadtteile durchgeführt. Hierbei wurden alle Personen des Stadtteils befragt, welche 55 Jahre oder älter sind. Gemeinsam mit einem Professor der Dualen Hochschule Baden Württemberg in Heidenheim, der ebenfalls für die Evaluation des Gesamtprojekts verantwortlich ist, wurde ein Fragebogen entwickelt, welcher Fragen zur Wohnsituation, zur Mobilität, zum Bürgerschaftlichen Engagement sowie zu Unterstützungs- und Hilfsangeboten und zur Soziodemographie beinhaltet. Dieser wurde per Post mit einem Anschreiben, welches vom Oberbürgermeister der Stadt Heidenheim und vom Ortsvorsteher unterschrieben wurde, sowie einem frankierten Rücksendeumschlag an 559 Bewohnerinnen und Bewohner versendet. Der Befragungszeitraum beschränkte sich auf vier Wochen, doch mit einem Rücklauf von 233 Fragenbögen ergab sich eine hervorragende Rücklaufquote von 42 %. Die Auswertung der Ergebnisse findet derzeit noch statt. Geplant ist es, die wichtigsten und interessantesten Ergebnisse dann den Bürgerinnen und Bürgern auf einer Veranstaltung zu präsentieren und in einem Zeitungsartikel zusammenzufassen. Somit können wir unser Projekt weiter publik machen und hoffentlich weitere Engagierte dazugewinnen. Im letzten Sommer fand bereits eine ähnliche Befragung in einem der anderen Pilotstadtteile statt. Auch hier zeigten die Bewohnerinnen und Bewohner ein hohes Interesse (Rücklaufquote 46 %) an der Mitgestaltung ihres Wohnumfeldes. 94% der Befragten gaben an, dass sie sich in ihrem Stadtteil sehr wohlfühlen. Die Befragung zeigte jedoch auch zahlreiche Bedarfe auf, um das Leben für die verschiedenen Generationen zu verbessern. Gewünscht sind zum Beispiel eine zentrale Anlaufstelle für Beratungsangebote, Vermittlung von praktischer Alltagshilfe und Initiierung von Begegnungsmöglichkeiten im Stadtteil. Ergänzend zu den Wünschen wurden auch Fragen zum ehrenamtlichen Engagement im Stadtteil abgefragt. Hier gaben 95 % der Befragten an, dass ehrenamtliches Engagement zum Gelingen von Gesellschaft einen wesentlichen Beitrag leistet. Von Simona Frei, Familienbildungsstätte Heidenheim.
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