Willkommen in der engagierten Stadt

 

  • Engagierte Stadt Gruppenbild Foto © Kathrin Harms

Bürgerschaftliches Engagement ist ein Grundpfeiler der Demokratie, sichert Freiheit, schafft Lebensqualität und prägt den Gemeinsinn. Das Programm »Engagierte Stadt« unterstützt den Aufbau bleibender Engagementlandschaften in Städten und Gemeinden in Deutschland. Es fördert Kooperationen statt Projekte. Die »Engagierte Stadt« begleitet Menschen und Organisationen vor Ort auf ihrem gemeinsamen Weg zu starken Verantwortungsgemeinschaften.

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Neues für die engagierte Stadt

Neue Solidargemeinschaften in Daun

Die Verbandsgemeinde Daun auf dem Weg in neue Solidargemeinschaften – In der Verbandsgemeinde Daun startete 2010 der so genannte WEGE-Prozess. WEGE steht für „Wandel erfolgreich gestalten!“ Es handelt sich um einen ganzheitlichen ländlichen Entwicklungsprozess unter besonderer Berücksichtigung der demografischen Veränderung. Die Prozessstruktur ist dem Change Management nach John Kotter entlehnt. Die von ihm identifizierten acht Schritte für erfolgreiche Veränderungen in Unternehmen werden auf die ländliche Entwicklung übertragen. „Mitarbeiter“ im Sinne des WEGE-Prozesses sind letztlich alle Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Daun. Werner Klöckner, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Daun, schreibt hier über den Weg in neue Solidargemeinschaften.  

Ein Leuchtturm für den ASB Illingen

In seinem „Jahr der Integration" macht der ASB auf das außergewöhnliche Engagement und den großen Einsatz unzähliger hauptamtlicher, ehrenamtlicher und freiwilliger Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingshilfe und für die Integration der Neubürger aufmerksam. Der ASB-Bundesverband hat bundesweit nach innovativen, zukunftsfähigen Integrationsprojekten innerhalb des ASB gesucht und diese zu „ASB-Leuchttürmen für Flüchtlingshilfe und Integration" gekürt. 15 Leuchtturmprojekte zeichnet der ASB in seinem Jahr der Integration für besonderen Einsatz zugunsten Geflüchteter und deren Integration aus. Unter den 15 ausgezeichneten Projekten befindet sich auch der Ortsverband des ASB Illingen für sein Projekt „Engagierte Stadt Illingen“. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde am 07. Juni 2016 in den Räumen des ASB Illingen der Ortsverband Illingen mit der Übergabe des „ASB Leuchtturms für Flüchtlingshilfe und Integration“ geehrt. Die Ehrung wurde vom ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch im Beisein des ASB-Landesvorsitzenden Guido Jost und des Bürgermeisters Dr. Armin König vorgenommen. Die Ehrung nahm Inge Fuhr, die Vorsitzende des Ortsverbandes Illingen, mit Stolz und Freude in den Augen entgegen. Herr Bauch dankte dem ASB Illingen für  seinen unermüdlichen und vorbildlichen Einsatz bei der Bewältigung der Flüchtlingsarbeit. Ein besonderes Lob gilt den vielen engagierten Ehrenamtlichen, ohne die eine erfolgreiche Flüchtlingshilfe nicht möglich gewesen wäre. Der Erstausstattung ankommender Flüchtlinge mit Bekleidung, Schuhen und notwendigen Haushaltsgegenständen hat sich die Kleiderkammer angenommen, Sprachkurse wurden von ehrenamtlichen Lehrern durchgeführt und viele Freiwillige haben unter dem Dach des ASB persönliche Betreuung insbesondere von Flüchtlingsfamilien zur Ehrensache gemacht. Mit dem Netzwerk „Engagierte Stadt“ koordiniert der ASB Illingen, unter der Projektleitung von Anke Thomé,  das bürgerschaftliche Engagement für Geflüchtete in der saarländischen Gemeinde Illingen. Die Partner sind Vereine, Kirchengemeinden, Schulen und die Kommune selbst. Unter der Führung des ASB ist ein großes, starkes Netzwerk entstanden. Alle Partner tragen gemeinsam Verantwortung dafür, dass Integration gelingt. „Wer seine Heimat verliert, findet bei uns eine neue“ ist gelebtes Motto in der Gemeinde Illingen.

Alles ist möglich in Neustadt

Das Netzwerk „über Zaun und Grenze“ lud Integrationspaten für Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge zum Erfahrungsaustausch in das Caritashaus ein. Unter dem Titel „Paten schaffen Integration“ diskutierte man die Rahmenbedingungen und Ausgestaltung von Patenschaften ebenso wie deren Bedeutung für eine gelingende Integration.    Zahlreiche Integrationspaten setzen sich im Landkreis Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim bereits für Asylbewerber oder anerkannte Flüchtlinge ein. Sie sind erste Ansprechpartner in vielen Belangen. Paten helfen bei der Orientierung im neuen Lebensumfeld. Sie unterstützen bei Behördengängen, bei der Suche nach einem Kindergartenplatz, bei der Schulanmeldung, bei Arztbesuchen. Diese praktischen Hilfsangebote sind oft das Herzstück einer Patenschaft. Paten können und dürfen ihren Schützlingen jedoch nicht alles abnehmen. „Ehrenamtliche müssen stets auch ihre zeitlichen und emotionalen Belastungsgrenzen im Blick behalten“, warnt Dorothea Hübner, Leiterin des Freiwilligenzentrums. „Hilfe zur Selbsthilfe ist stets oberstes Gebot.“ Oft ist es schon sehr hilfreich, wenn der Pate eine Lotsenfunktion einnimmt, indem er an die Asylsozialberatung von Diakonie oder Caritas verweist oder sich um Ansprechpartner und Termine bei den entsprechenden Fachstellen kümmert. Einige der anwesenden Paten sahen sich auch schon kritischen Situationen gegenüber: realitätsfernem Anspruchsdenken in materiellen Dingen, bei der Einschätzung der schulischen Leistungsfähigkeit der Kinder oder bei Berufs- oder Studienwunsch. Sensible Aufklärung, ohne sich persönlich gekränkt zu fühlen, half dabei Perspektiven aufzuzeigen. Einig war man sich darüber, wie wichtig Paten für ihre Schützlinge sind und dass die vielen schönen Momente einer Patenschaft, beispielsweise bei gegenseitigen Essenseinladung oder gemeinsamen Freizeitaktivitäten, bei weitem die schwierigen überwiegen. Frustriert, hilflos, ausgegrenzt und abgehängt fühlten sich die Integrationspaten, als sie bei einem Rollspiel in die Haut von Asylbewerbern schlüpften. „Im Vergleich zu den meisten Mitgliedern der Gesellschaft bleibt Asylbewerbern oft schon aufgrund ihres Rechtsstatus vieles verwehrt“, erklärt Kathrin Okafor, Asylsozialberaterin der Diakonie. Von Wahlberechtigung bis hin zum Kleinkredit ist für Asylbewerber, egal ob ohne Schulbildung oder mit akademischem Titel, vieles unerreichbar. Integration ist ein lang andauernder Prozess der gegenseitigen Annäherung. Die persönliche Bindung in einer Patenschaft kann hier Großes leisten. „Uns ist es wichtig, dass Paten und solchen die es werden wollen bewusst ist, dass jede Patenschaft individuell mit Leben gefüllt wird“, so Anja Haverkock, Prozessmanagerin von über Zaun und Grenze, „frei nach dem Grundsatz: alles ist möglich – nichts muss!“ Weiterhin werden „Integrationspaten“ gesucht. Personen, die sich für eine Patenschaft für einen einzelnen Asylbewerber oder für eine geflüchtete Familie interessieren, können sich an das Netzwerk „über Zaun und Grenze“ im Freiwilligenzentrum wenden. Unter der Tel. 09161 888936 oder Email ueberzaunundgrenze@caritas-nea.de gibt es unverbindliche Informationen.

Kronachs Befragung zum Bürgerschaftlichen Engagement

Beim Barcamp der Engagierten Städte in Hamburg haben wir in verschiedenen Foren unsere erfolgreiche Befragung zum „Bürgerschaftlichen Engagement der Stadt Kronach“ thematisieren können. Das Interesse von Seiten anderer „Engagierten Städte“  und des Projektbüros war sehr groß, so dass wir gerne bereit sind, den Fragebogen bei Bedarf zur Verfügung zu stellen. Die Fragebogenaktion schaffte erstmalig eine Grundlagenerhebung zu dieser Thematik. Mit einem Rücklauf von 35,4 % ist eine statistisch vernünftige Ausgangsbasis gegeben um reelle Aussagen treffen zu können. Eine ausführliche Auswertung durch das Modus Institut Bamberg kristallisierte Stärken und Schwächen für die Stadt Kronach heraus. Somit können konkrete Handlungsansätze für die Weiterentwicklung bzw. die Neugewinnung Bürgerschaftlichen Engagements entworfen werden. Gleichzeitig wurde aber auch eine Grundlage geschaffen um in 5 Jahren, in 10 Jahren mit einer weiteren Befragung eine klare Messgröße für Veränderungen und Entwicklungen im Engagement in Kronach zu haben. Die Ergebnisse wurden inzwischen im Kooperationskreis ausführlich vorgestellt und diskutiert. Es lassen sich daraus, zusammen mit einer bei einem Klausurtag durchgeführten Vision „Kronach im Jahr 2020“, eindeutige nächste Schritte für die „Engagierte Stadt Kronach“ ablesen. Die alljährlich im Frühjahr statt findende  Plenumsveranstaltung des „Bündnis familienfreudiger Landkreis Kronach“ bot einen passenden Rahmen um die Engagement - Befragung der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und mit Interessierten intensiv ins Gespräch zu kommen. Ein wichtiger Schritt für die „Engagiert Stadt Kronach“ ist getan und die Aktiven arbeiten nun zielstrebig an der Ergebnisumsetzung. Der Fragebogen kann jederzeit unter info@demografie-pilotregion-ofr.de angefragt und unter dem Copyright von Kronach Creativ e.V. weiterverwendet werden. Von Sabine Wank, Engagierter Stadt Kronach

Publikation: Gemeinsam wirken, Neuauflage

Grundlage der Engagierten Stadt ist die Annahme, dass gesellschaftliche Herausforderungen nur gemeinsam gelöst werden können entsprechend dem Ansatz "Gemeinsam wirken". Die Bertelsmann Stiftung hat die entsprechende Publikation neu aufgelegt. Komplexe gesellschaftliche Herausforderungen können nur durch sektorübergreifende Kooperationen gelöst werden. Der Leitfaden beschreibt die fünf wichtigsten Erfolgsfaktoren des ursprünglich aus den USA kommenden Gemeinsam-Wirken-Ansatzes (engl. Collective Impact), die erfolgreiches gemeinsames Wirken ermöglichen. Die 2. Auflage wurde um aktuelle Entwicklungen und Fallbeispiele sowie Erkenntnisse aus der Erprobung des Ansatzes in Deutschland ergänzt. Die Publikation kann kostenfrei heruntergeladen oder bei der Bertelsmann Stiftung bestellt werden.

Plakataktion „Mach mit…“

Stendal ruft per Plakat zum Mitmachen in der bundesweiten Woche des Bürgerschaftlichen Engagements auf und die Wirtschaft unterstützt pro bono. Der 3. Freiwilligentag in Stendal und Umgebung findet unter dem Motto: „Sei dabei …. mach mit!“ statt. Dafür wurde ein Plakat entwickelt und von der Stadt Stendal kostenfrei gedruckt. Die Freiwilligen-Agentur Altmark e.V. verteilt diese Plakate in der Stadt an Vereine, Gewerbetreibende und Unternehmen. Flyer und Beuteltaschen sponsert die Volksbank. Die unterschiedlichsten Aktionen werden von den Bürgern und Institutionen durchgeführt. Das Ziel: Engagement in der Stadt oder auf dem Land für die Menschen an einem Tag transparent gestalten und viele Bürgerinnen und Bürger machen mit! Die Woche des Bürgerschaftlichen Engagements findet vom 17.09. bis 23.09. statt. Weitere Informationen hier. Sie wollen weitere Informationen zur stendaler Aktion? Dann wenden Sie sich an die Kolleginnen aus Stendal.

Webinar Moderation in Netzwerken

"Wenn wir verstehen wie Netzwerke funktionieren können wir sie auch moderieren," sagt unser Referent Wolfgang Klenk von der Breuninger Stiftung. Er ist Experte in Sachen Runde Tische und von Beginn an an der Entstehung der Engagierten Stadt beteiligt. Das Webinar beschäftigt sich mit einer Grundfähigkeit und Kernkompetenz im Programm Engagierte Stadt : der Moderation von Netzwerken. Jede und jeder Prozesskoordinator wird zum einen oder anderen Zeitpunkt vor der Herausforderung stehen, nicht nur Netzwerke bilden und aufrecht erhalten, sondern sie auch moderieren zu müssen – eine ganz andere „Sportart“. Ausgehend von einer klaren Begriffsbestimmung werden in diesem Webinar die hierfür relevanten Handlungsschritte und ihre Herausforderungen besprochen. Den Mitschnitt können Sie sich hier anschauen: Webinar Moderation in Netzwerken Bitte entschuldigen Sie, dass aufgrund technischer Probleme, das Bild leider gestört ist. Den Ton können Sie aber gut hören. Die Präsentation von Wolfgang Klenk können Sie hier nachlesen.

E-Book: Refugees. Richtig gute Projekte, Tipps & Tools

Zum #Weltflüchtlingstag erscheint in dieser Woche das E-Book von der Stiftung Bürgermut und der bagfa „Refugees. Richtig gute Projekte, Tipps & Tools“. Ein Dutzend Projekte zum sofortigen Nachmachen, zahllose Tipps von Engagierten für die Arbeit vor Ort und dazu die wichtigsten Tools und Plattformen – das E-Book „Refugees“ unterstützt Freiwillige und Profis ganz praktisch beim Starten und Umsetzen von Projekten. Welcome Dinner, Asylotheken, Stay with a Friend oder Refugee Emancipation – wer eine gute Projektidee sucht, findet hier mehr als ein Dutzend erprobter Projekte, die Mitmacherinnen und Mitmacher in anderen Städten suchen. Wie das Projekt funktioniert und was man mitbringen sollte, erfahren Leserinnen und Leser auf einen Blick. So einfach kann man Gutes verbreiten! Zehn Fragen, die viele Freiwillige in Flüchtlingsprojekten kennen dürften, beantworten hier Praktikerinnen und Praktiker: Wie gehe ich mit Unterkunft-Betreibern um? Wie überwinde ich Sprachbarrieren? Was brauchen eigentlich Geflüchtete? Zehn Engagierte mit einschlägiger Erfahrung in der Flüchtlingsarbeit geben Antworten auf diese und andere Fragen. Zusätzlich stellt die bagfa (Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen) die Leistungen der zahlreichen Freiwilligenagenturen im Bereich der Flüchtlingsarbeite vor – wie sie beraten und informieren, begleiten und qualifizieren, vernetzen und koordinieren. Schließlich werden in einem eigenen Kapitel all diejenigen Tools, Plattformen, Apps und Maps vorgestellt, die Praktikerinnen und Praktiker in der Flüchtlingsarbeit besonders gut helfen. Ausgangspunkt für das Buch war das openTransfer CAMP „Refugees“, an dem im November 2015 120 Initiativen in Berlin teilnahmen. Viele der vorgestellten Projekte und Expertinnen und Experten waren vor Ort und haben sich ausgetauscht. Eine Dokumentation der Sessions ist Teil des E-Books. Ab jetzt kostenlos im Online-Buchhandel und unter http://bit.ly/ebook_refugees

Zuhörtraining – Bautzen

  Die Engagierte Stadt Bautzen aktiviert die Bautzener mit Community Organizing. Der Trainer Paul Cromwell (Forum Community Organizing) hat die Teilnehmerinnen in den „Zuhörprozess“ eingeführt. Es soll dadurch jeder die Möglichkeit bekommen, sich mit eigenen Themen und Problemen einzubringen und gemeinsam mit anderen an deren Lösung zu arbeiten. „Wir wollen zeigen, dass wir noch effektiver sein können, wenn wir unsere Stimmen gemeinsam erheben! Unser Hauptziel ist es, dass Leute im demokratischen Prozess aktiv werden können, insbesondere, wenn sie bisher nicht die Möglichkeit dazu hatten." Wollen Sie mehr darüber wissen? Anbei finden Sie unseren Leitfaden für das Zuhörtraining in Bautzen. Zuhörleitfaden_Bautzen Weitere Links zum Community Organizing in Deutschland: http://www.buergergesellschaft.de/praxishilfen/community-organizing/ http://www.forum-community-organizing.de/organizing/was-ist-community-organizing.html
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