Das bewegt die engagierte Stadt

Bundeswettbewerb „Zusammenleben Hand in Hand – Kommunen gestalten“

Start des Wettbewerbs ist der 12. Juni 2017, Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2017. Für die prämierten Wettbewerbsbeiträge stellt das Bundesministerium des Innern insgesamt bis zu 1 Mio. Euro zur Verfügung. Das Deutsche Institut für Urbanistik unterstützt das Bundesministerium des Innern bei Konzeption, Organisation und Durchführung des Wettbewerbs. Die Preisverleihung findet im Juni 2018 in Berlin statt.

Bundeskanzlerin bei Ehrenamtsempfang in Heidenheim

Hoher Besuch im Congress Centrum: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel kam 11. Mai nach Heidenheim, um dem Ehrenamt die Ehre zu geben.

Mehr als 1000 Ehrenamtliche waren zu der gemeinsamen Veranstaltung von Stadt und Landkreis Heidenheim gekommen, bei welcher vier Vertreter des Ehrenamts ihre Arbeit vorstellten und unter Moderation von Dr. Hendrik Rupp (Redaktionsleiter Heidenheimer Zeitung) mit der Kanzlerin, Landrat Thomas Reinhardt und Oberbürgermeister Bernhard Ilg ins Gespräch kamen. Die richtigen Argumente für die Reise der Bundeskanzlerin nach Heidenheim hatte der Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter gefunden – und diese Argumente, nämlich das ganz besondere ehrenamtliche Engagement ebenso wie der strukturierte Aufbau von Netzwerken im Kreis Heidenheim, seien offenbar überzeugend gewesen, so der Oberbürgermeister bei der Begrüßung der Gäste. Ilg zufolge gibt es Vereine und die Förderung des Bürgerengagements zwar überall in Baden-Württemberg, verwies aber gleichzeitig auf einen entscheidenden Unterschied: „Was wir in Heidenheim offensichtlich besser hinbekommen und auch früher angepackt haben als andere, ist der organisierte Aufbau von Strukturen und die Entfaltung von Partnerschaften und Netzwerken.“ Er belegte diese Aussage mit dem Hinweis auf das Integrationszentrum Heidenheim, in dem die Flüchtlingsbetreuung von allen zuständigen Stellen koordiniert stattfindet. Dieses Modell sei beispielgebend für ganz Deutschland.

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Besuch im Congress Centrum Heidenheim beim Ehrenamtstag
Fotograf: Oliver Vogel

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich beeindruckt von der großen Zahl an Ehrenamtlichen, die ins Congress Centrum gekommen waren – und das, obwohl sie wisse, dass das Ehrenamt in Baden-Württemberg tief verankert sei. „Sie sind ein tolles Stück Deutschland“, wandte sich die Kanzlerin dankend an die Gäste. Das Ehrenamt sei ein Gewinn für die Gesellschaft.

Welche Bedeutung das Ehrenamt hat, wurde an diesem Nachmittag von allen Rednern vielfach betont. Was das Ehrenamt in der Praxis leistet und wo bisweilen der Schuh bei den Ehrenamtlichen drückt, schilderten Uli Steeger (Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Heidenheim), Dorothee Raspel (Koordinierungsstelle Bürgerschaftliches Engagement und Demografie „Ich für uns“ der Stadt Heidenheim),  Dr. Peter Wengefeld (Freundeskreis Asyl im Landkreis Heidenheim) und Dr. Volker Wiedenmann (Vorsitzender Heidenheimer Sportbund 1846 e.V.).

Uli Steeger hob hervor, dass die Feuerwehr im gesamten Landkreis Heidenheim zu 100 Prozent ehrenamtlich agiert – in insgesamt 40 Einsatzabteilungen versehen 1450 Frauen und Männer ihren Dienst, leisten Hilfe und sind darüber hinaus eine wichtige Säule der Dorfgemeinschaften. Hinzu kommen sieben Werkfeuerwehren mit 180 Angehörigen. Wie Steeger deutlich machte, sind die aktuellen Zahlen der ehrenamtlichen Einsatzkräfte noch in Ordnung, jedoch werde sich dies etwa aufgrund der demographischen Entwicklung ändern. Er plädierte dafür, die Wertschätzung für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst durch konkrete Maßnahmen zu erhöhen, wobei die Unterstützung der Politik benötigt werde. Als ein Beispiel nannte Steeger die Einführung von Punkten, die den Feuerwehrangehörigen für die Rente angerechnet werden.

Die „Caring Community“ Heidenheim wurde von Dorothee Raspel vorgestellt. Ziel sei eine fürsorgende Gemeinschaft mit lebendigen Nachbarschaften, in der jeder Mensch Verantwortung für andere übernimmt oder übernehmen kann. Wie das umgesetzt werden kann, hat die Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement und Demografie „Ich für uns“ der Stadt Heidenheim in Zusammenarbeit mit dem Partner Duale Hochschule in einem Konzept zusammengestellt – umgesetzt wird dieses Konzept von „Ich für uns“ und der Familienbildungsstätte in Heidenheim. Insbesondere werden hierbei neue Formen von Nachbarschaftshilfe implementiert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Besuch im Congress Centrum Heidenheim beim Ehrenamtstag
Fotograf: Oliver Vogel

In den Fokus genommen wurde zudem das Thema Flüchtlingshilfe. Dr. Peter Wengefeld schilderte die Situation im Landkreis Heidenheim vor rund zwei Jahren, als die Flüchtlingszahlen deutlich angestiegen waren. Wie Wengefeld deutlich machte, habe es den Freundeskreis Asyl Heidenheim schon zuvor gegeben, der Anstieg der Flüchtlingszahlen ab 2014 habe dann  zur Bildung zehn weiterer Freundeskreise im Landkreis geführt, die sich ab Mitte 2015 zu einem Netzwerk Asyl im Landkreis Heidenheim zusammengeschlossen haben. Insgesamt waren zwischenzeitlich rund 1000 Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe im Landkreis Heidenheim aktiv. Auch nach dem Rückgang der Zuweisungszahlen habe das ehrenamtliche Engagement enorme Bedeutung zur Unterstützung der Integration der Geflüchteten. Im von der Stadt erworbenen und unter Federführung des Landkreises betriebenen Integrationszentrum Heidenheim (IZH) würden hierbei ideale Voraussetzungen geschaffen, um den Flüchtlingen auf kurzen Wegen eine passgenaue Bearbeitung ihrer Anliegen zu ermöglichen, sowie deren Berufseinstieg durch spezifische Angebote zu erleichtern. Hinzu komme das Begegnungszentrum Migration und Ehrenamt (BZME) in der ehemaligen Waldkirche, in dem Raum für Begegnungen ermöglicht werde. Wengefeld schilderte aber nicht nur die Stützen, sondern auch die Hemmnisse in der Flüchtlingshilfe: Unter anderem seien dies Unterschiede im Status der Geflüchteten, die schleppende Familienzusammenführung und die mögliche Abschiebung von Geflüchteten in der Ausbildung.

Auf das Ehrenamt im Sport ging Dr. Volker Wiedenmann näher ein, der den Heidenheimer Sportbund 1846 e.V. vorstellte. Besonders in den Fokus rückte er die Schwierigkeiten bei der ehrenamtlichen Tätigkeit. So werde ein gemeinnütziger Verein rechtlich behandelt wie ein Wirtschaftsunternehmen – obwohl er gar keine Gewinne machen dürfen. Aufgrund der Behandlung der Vereine, als seien sie Wirtschaftsunternehmen, und wegen des Erlasses von neuen Bundesgesetzen haben sich die Verwaltungskosten des Heidenheimer Sportbunds allein von 2009 bis 2017 von ca. 60.000 Euro pro Jahr auf 160.000 Euro pro Jahr erhöht, betonte Wiedenmann. Es bedürfe dringend der Hilfe des Gesetzgebers, damit Ehrenamtliche nicht durch bürokratische Hürden daran gehindert würden sich für die Gesellschaft einzubringen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Besuch im Congress Centrum Heidenheim beim Ehrenamtstag
Fotograf: Oliver Vogel

In der Podiumsdiskussion zeigte die Bundeskanzlerin besonders an den Hürden, denen sich das Ehrenamt gegenübersieht, großes Interesse. Gleichzeitig machte sie aber auch deutlich, dass jede Form von Rechtssicherheit, beispielsweise bei der Unfallversicherung oder beim Kinder- und Jugendschutz, auch Regelungen mit sich bringe. Das richtige Maß zu finden sei hierbei schwierig. Auch auf den Wunsch nach mehr praktischer Wertschätzung für das Ehrenamt ging sie gezielt ein – für besonders wichtig hält sie regionale Anerkennungen, beispielsweise ermäßigte Kulturangebote, wie sie in vielen Kommunen bereits umgesetzt werden. Aber auch eine Berücksichtigung ehrenamtlicher Tätigkeit beim Studienantritt – etwa bei der Berechnung des Numerus Clausus – sieht die Bundeskanzlerin positiv. Wenn sie einen Wunsch frei hätte, würde sie von Seiten des Bundes wie bei den Mehrgenerationenhäusern eine Summe für Anlaufstellen für Ehrenamtliche in Städten mit mehr als 10.000 Einwohnern zur Verfügung gestellt werde.

Auch im Bereich Flüchtlingshilfe, insbesondere beim Thema Familienzusammenführung, zeigte die Kanzlerin große Anteilnahme. Sie wisse, dass dies auch für die Helfer oft eine Zerreißprobe sei. Sie bat gleichzeitig um Verständnis, dass nicht alles auf einmal geschehen könne. Abschließend rief die Kanzlerin die Ehrenamtlichen dazu auf, die Probleme und Hürden, denen sie sich stellen müssen, zu sammeln und zuzuschicken – das sei ein wichtiges Thema, so die Kanzlerin, die sich zuversichtlich zeigte, dass kleine Verbesserungen ermöglicht werden können.

Landrat Thomas Reinhardt dankte der Kanzlerin für ihr Kommen und überreichte ihr einen Korb mit Präsenten von Stadt und Landkreis. Zudem wandte er sich noch einmal an die über 1000 Gäste im Congress Centrum, die stellvertretend für alle Ehrenamtlichen im Landkreis Heidenheim am Ehrenamtsempfang teilnahmen: „Ohne Sie gäbe es keinen Schutz und keine Hilfe, kein Miteinander und kein Füreinander, ohne Sie wäre unsere Gesellschaft arm, ja armselig und trostlos. Dank Ihnen gibt es bei uns eine lebenswerte, aktive und solidarische Bürgergesellschaft.“

Engagement junger Menschen

Die Generation Y wünscht sich oft, selbst ihre Ziele setzen und ihre eigenen Projekte bauen zu können. Seit 2013 begeistert die gemeinnützige Organisation Project Together junge Menschen im Alter von 15-25 Jahren zum Anpacken ihrer eigenen Ideen und begleitet diese bei der Umsetzung ihrer Projekte. Die 60 ehrenamtlichen Coaches haben inzwischen über 200 Projektgründer bei der Realisierung ihre Ideen unterstützt. Durch ein Coaching via Skype gewinnen die Jugendlichen in besonderem Maß an Selbstvertrauen darin, selbst Lösungen zu gesellschaftlichen Problemen zu entwickeln und gemeinsam umzusetzen.

Zusammen mit ihrem Coach können die Projektgründer je nach Entwicklungsstufe ihres Projekts Ideen spinnen oder konkretisieren, Gedanken ordnen und strukturiert über Lösungswege nachdenken, Entscheidungen durchsprechen und Lösungsansätze ausprobieren. So wächst das Projekt nachhaltig mit Unterstützung von Project Together. Die Coaches sorgen dafür, dass die Projektgründer zum richtigen Zeitpunkt die nötigen Schritte gehen, frühzeitig Indikatoren finden, die ihnen Hinweise geben, in welche Richtung das Projekt entwickelt werden könnte und schnell mit der Zielgruppe sprechen, sodass Klarheit besteht, ob das Projekt überhaupt den gewünschten das gewünschte Ziel erreicht.

Bei der Umsetzung der Projektideen unterstützt ProjectTogether die jungen Menschen zusätzlich durch ein breites Netzwerk an Experten, öffentliche Aufmerksamkeit von sozialen Medien bis ins Radio und baut Brücken zu erfolgreicher Anschlussförderung. Die Projekte decken dabei viele gesellschaftliche Bereiche ab – von Integration, über Bildungsgerechtigkeit bis hin zu Umweltschutz und haben bereits bei 16 Projekten zur Gründung von gemeinnützigen Vereinen und Unternehmen geführt.

Dieses Know-How möchte Project Together gerne an die Engagierten Städte weitergeben: Im Rahmen eines sogenannten “Train-the-Trainer Programms” sollen EhrenamtskoordinatorInnen ausgebildet werden, die Jugendliche dazu aktivieren, soziale Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Projekte umzusetzen. Wenn Sie Interesse an einem Austausch haben und lernen möchten, wie man gerade jene jungen Menschen erreicht, die sich noch nicht engagieren, wenden Sie sich an den Geschäftsführer von Project Togehter, Michael Heider unter mheider@projecttogether.org.

Bürgermeistertreffen im Bundesfamilienministerium

Die Bürgermeister der Kommunen aus dem Programm „Engagierte Stadt“ sind am 22. März im Bundesfamilienministerium zusammengekommen. Das Ministerium liegt in der Berlin Glinkastraße und der russische Komponist Glinka wurde auch gleich bemüht: „Es ist das Volk, das die Musik schafft; wir Musiker arrangieren sie nur“. Dieses Zitat ließe sich doch bestens auf den Umgang eines Bürgermeisters mit Engagement in seiner Kommune übertragen. Das fand Bürgermeisterin Verena Hergenröder aus dem sächsischen Ebersbach-Neugersdorf. Und 33 andere Verwaltungschefs aus dem ganzen Bundesgebiet, von Rheinfelden an der Schweizer Grenze bis zu Flensburg im hohen Norden, sahen das ähnlich:  Als Dienstleister der Bürger, als Scharnier zwischen Bürgerschaft und Verwaltung, als Anker und Rückgrat für Engagement beschrieben sie ihre Rolle für lokales Engagement.

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Foto: Anna Rozkosny

Beim Bürgermeistertreffen ging es vor allem darum, wie bürgerschaftliches Engagement vor Ort funktioniert, welchen Rahmen es braucht und wie Verantwortungsgemeinschaften vor Ort wachsen können. 34 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister folgten der Einladung.  Dr. Heiko Geue, Leiter der Grundsatzabteilung im BMFSFJ,  beschrieb, wie stolz man im Ministerium auf die „Engagierte Stadt“ sei, mit der Neuland beschritten worden sei: Trisektorale Förderung, Konzentration auf die Infrastruktur für Engagement – und das alles mit Respekt vor dem Eigensinn der Zivilgesellschaft. Im  Programm sei es exzellent gelungen, lokale Engagementnetzwerke zu fördern, ohne dass sich die Förderer thematisch einmischten.

Dr. Christoph Emminghaus von der SysponsGmbH präsentierte einige Evaluationsergebnisse: Lediglich 30% der Engagierten Städte verfügen demnach bereits über eine eigene Verwaltungseinheit zur Engagementförderung. Engagierte Städte haben aber immer dann bessere Chancen, z.B. ihre Kerngruppen zu vergrößern, wenn die Verwaltung mit an Bord ist. Und sie erreichen zu 20% besser ihre selbst gesteckten Ziele, wenn sie auch die lokale Wirtschaft einbinden können. Die Potenziale gemeinsamen Wirkens als strategisches Grundkonzept der Engagierten Stadt stellte Uwe Amrhein von Generali Deutschland vor. Er plädierte dafür, nicht einzelne Engagementprojekte zu fördern, sondern „Ökosysteme für Engagement“ vor Ort zu schaffen, mit denen man jeder Herausforderung mit einer stabilen Struktur begegnen könne.

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Foto: Anna Rozkosny

Dann trugen die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen selbst an runden Tischen ihre Erfahrungen zusammen, wie vor Ort Kooperationen gelingen können: Prozesse müsse man ergebnisoffen gestalten, man brauche gute Steuerung, aber auch  Arbeitsteilung und eine transparente Kommunikation. Und die Politik als Partner? Viele Bürgermeister verwiesen auf eine angespannte Finanzsituation. „Aber wir können immer Türöffner sein“, so Kaufbeurens Bürgermeister Bosse, der allerdings selbst auch eine eigene Abteilung zur Stärkung und Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in seiner Stadt etabliert hat. In zehn Jahren sei „Kaufbeuren-aktiv“ als Koordinierungszentrum zur festen Größe in der Stadt geworden. Eine Einrichtung, die sich bewähre und sogar rechne, könne sie sich doch auch erfolgreich um Förderung bewerben.

Plattformen für den laufenden Austausch mit Bürgern, Engagementlotsen in der Verwaltung oder der Bürgermeister als Gestalter und Moderator. Vieles wird in vielen Orten schon erprobt. Und „es tut sich immer mehr, wenn es der Chef ernst nimmt“, bilanzierte abschließend Moderator Dr. Christoph Eichert, selbst ehemaliger Oberbürgermeister. Ehrenamt brauche Hauptamt – und das sei der Beitrag der Kommunen.

Herausforderungen von Engagementnetzwerken

Eine Auseinandersetzung mit den Herausforderungen von Engagementnetzwerken ist das Thema eines Vortrags von Dr. Thomas Röbke, geschäftsführender Vorstand des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern e.V. und Vorsitzender des BBE-SprecherInnenrates. Aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet er Funktionsweisen, Beispiele und Bedeutung von Engagementnetzwerken. Dabei erläutert er die Vernetzungsstrukturen des bürgerschaftlichen Engagements als einen Zusammenhang von ansonsten getrennten Netzwerkstrukturen: »Die hybride Struktur des Bürgerschaftlichen Engagements mag manchmal nervig sein, weil es sich nicht an Amtszuständigkeiten hält, aber es ist in seiner grenzüberschreitenden Art auch ungemein hilfreich, weil es sich nicht von Amtszuständigkeiten einschüchtern lässt.« Mit Blick auf dieses Phänomen setzt er sich detailliert mit den Freiwilligenagenturen als Netzwerkakteuren auseinander. Bei dem unten stehenden Beitrag handelt es sich um einen Vortrag den Herr Dr. Röbke auf der Festveranstaltung „10 Jahre Lagfa Brandenburg“ in der Staatskanzlei Potsdam am 25. Januar 2017 hielt.

http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2017/02/newsletter-03-roebke.pdf 

Plakat-Aktion zum Ehrenamt

Aktuell hängen in Wilhelmshaven rund 200 Plakate, die für das Ehrenamt werben. Die A1-Plakate hängen an den stadttypischen Geländen einen großen Straßenkreuzungen sowie an Laternenpfahlen – normalerweise werden an diesen Orten Konzerte und Veranstaltungen beworben. Die Motive stammen aus einer Zusammenarbeit mit der Fachhochschule.

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Plakate-WHV

Tod im Brasseriehof – 1. Krimidinner der Engagierten Stadt in Flensburg

Das Team der Engagierten Stadt organisierte im September 2016 ihr allererstes Krimidinner. Die Veranstaltung war in die „Flensburg erleben“-Wochen eingebettet und wurde von der Stadt Flensburg gefördert. An diesem Abend begaben wir uns mit unserer bunten Vorstellungskraft zum Landsitz der Familie Toloff, wo der exzentrische Künstler Teodor Toloff seinen 70. Geburtstag feierte – für Flensburg ganz stilecht im Brasseriehof. Ein Abend voller Intrigen, Verrat, Lügen, Liebesaffären, Verschwörungen und MORD war die Folge! Der Brasseriehof bietet mit seinem historischen Ambiente einen wunderbaren Rahmen für die Begegnung von Menschen und Kulturen, Kunst und Handwerk, gute Küche sowie moderne Apartments mit Tradition. Dort finden unter anderem integrative Frauencafés, syrische Abende und inklusive Familiencafés statt. Mehr Informationen über den Brasseriehof finden Sie unter folgendem Link: http://www.brasseriehof.com/.

KrimidinnerDas Tolle und Besondere bei unserem Krimi-Dinner war, dass jeder der Anwesenden eine Rolle spielte und mitten im Geschehen dabei war. Die 13 Gäste bekamen ihre Rolle und das Skript vorab zugeschickt, um sich entsprechend darauf vorzubereiten und sich in den groben Ablauf einzulesen. Die Mitwirkenden kamen nicht nur alle ihrer Rolle entsprechend teilweise exzentrisch kostümiert, sie zeigten außerdem beeindruckenden Einsatz! Dadurch wurde der Abend zu einem einzigartigen Erlebnis voller Spannung. Auch das Essen – ein Drei-Gänge-Menü vom Feinsten – kam bei den Gästen hervorragend an. Zubereitet wurde das Essen von zwei versierten Hobbyköchen. Beide stehen der Engagierten Stadt in ihren Zielen nah, einer von beiden ist außerdem fester Teil unsers Flensburger Projektteams. Sinn und Zweck der Veranstaltung war nicht nur der Spaß am Ehrenamt, sondern auch das Erreichen neuer Zielgruppen, die so auf das Konzept der Engagierten Stadt aufmerksam wurden. Solch ein Krimidinner mit aktiver Eigenbeteiligung bietet eine abwechslungsreiche Alternative zu herkömmlichen Dinner-Abenden, die man normalerweise kennt. Am Ende wurden kleine Preise zum einen für das beste Outfit und für die beste schauspielerische Leistung vergeben. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde am 07.10.2016 ein weiteres Krimidinner vom Team der Engagierten Stadt veranstaltet, das ebenfalls begeisterten Zuspruch fand. Wir bekamen im Anschluss sehr positives Feedback aller Mitwirkenden. Die Liste für weitere Nachfragen ist lang, daher wird es mit Sicherheit weitere Termine für spannende Krimidinner im Jahr 2017 geben. Dabei überlegen wir bereits, an welchen anderen Standorten wir aktiv werden könnten. Das hält so ein Krimidinner spannend und bietet die Möglichkeit für mehr Öffentlichkeit für andere Organisationen und Räume. Für Nachfragen und Ratschläge zur Organisation und Vorbereitung stehen wir als Team der Engagierten Stadt Flensburg sehr gerne zur Verfügung.

Fotoausstellung „Einblicke: Studierende engagieren sich“

Am 05.12.2016 wurde die Fotoausstellung „Einblicke: Studierende engagieren sich“ im Studentenwerk Marburg eröffnet.

Die Ausstellungsstücke spiegeln das bunte und vielfältige Engagement der Studierenden wieder.
Die Ausstellungsstücke spiegeln das bunte und vielfältige Engagement der Studierenden wieder.

Die Ausstellung im Rahmen des Programms Engagierte Stadt ist als Kooperation zwischen der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf e.V., der Philipps-Universität Marburg, der Stadt Marburg sowie dem Studentenwerk Marburg entstanden und wurde durch eine Spende der Volksbank Mittelhessen eG mitfinanziert. 18 Fotografien zeigen das vielfältige und bunte bürgerschaftliche Engagement der Studierenden in Marburg, die damit die Stadt wesentlich mitprägen. Die Fotografien wurden von Studierenden eingereicht, die in studentischen Initiativen oder gemeinnützigen Vereinen aktiv sind. Von der Freiwilligen Feuerwehr, über Leben mit Krebs e.V. bis hin zu Arbeiterkind.de – ob im kulturellen, sportlichen, sozialen oder politischen Bereich: Studentisches Engagement ist breit gefächert und präsent! Die Ausstellung, die noch bis zum 31.03.2017 im Studentenwerk zu sehen ist, soll einen Beitrag dazu leisten, dies sichtbar zu machen.

 

ausstellungseroeffnungDie Begrüßenden unterstrichen die Vielfalt des studentischen Engagements und betonten die Bedeutung desselben (von links nach rechts): Dr. Uwe Grebe (Studentenwerk Marburg), Prof. Dr. Heike Schnoor (Philipps-Universität Marburg), Ursula Schulze-Stampe (ehrenamtliches Magistratsmitglied der Stadt Marburg), Dr. Christof Eichert (Herbert Quandt-Stiftung), Christina Salland und Peter Günther (Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf e.V.).

Von Christina Salland (Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf e.V.), Kontakt: engagiertestadt@freiwilligenagentur-marburg.de

Offener Bürgertreff

Stendal ist eine äußerst Engagierte Stadt. Zu diesem Schluss kommt die Freiwilligen-Agentur Altmark e.V. als lokaler Träger des gleichnamigen bundesweiten Netzwerkprogramms in der Hansestadt Stendal. „In diesem Projekt wird sichtbar, wie Bürgerschaft, Verwaltung, Kommunalpolitik und regionale Wirtschaft dem bereits vielfältig vorhandenen Engagement einen weiteren Schub geben können“, sagt Projektmanagerin Marion Zosel-Mohr.

unbenanntAls herausragendes Beispiel nennt sie den Offenen Bürgertreff, der gegenwärtig in der Kleinen Markthalle (Hallstraße/Ecke Karlstraße) entsteht. Die Idee zu einem solchen Zentrum als Begegnungsort und Ideenschmiede äußerte u. a. die überaus engagierte und leider viel zu früh verstorbene Sigrid Nellessen während der Konzeptphase zur Engagierten Stadt Stendal im Juni 2015. Dank einer großen, aktiven Gemeinschaft, die sich mit Planungserfahrung, Muskelkraft und finanzieller Hilfe einbringt, nimmt das Vorhaben zunehmend Gestalt an.

Einen Einblick in eine besondere Unterstützungsaktion gibt am 2. und 9. Januar 2017 jeweils um 19:50 Uhr die Sendung „Mach dich ran!“ im MDR-Fernsehen. Moderator Mario D. Richardt wird zeigen, wie spontan Stendaler Handwerksbetriebe dazu beitragen, dass die Kleine Markthalle im kommenden Jahr von der Bürgerschaft in Besitz genommen werden kann. Marion Zosel Mohr: „Schauen Sie mal in die Sendung hinein. Vielleicht lassen Sie sich ebenfalls für die Unterstützung der Kleinen Markthalle begeistern.“

Der Dank der Freiwilligen-Agentur Altmark gilt allen nachfolgend benannten Aktiven und Unterstützern:

Aus der Verwaltung und Politik:

Klaus Schmotz (Oberbürgermeister), Jaqueline Chmielewski (Gleichstellungsbeauftragte), Klaus Ortmann (Leiter des Büros des OB), Bauhof der Stadt Stendal, Gesine Seidel (Die Linke), Bernd Hauke (Die Linke), Rita Antusch (SPD), Olaf Linke (PIRATEN), Jacob Beuchel (Jusos), Dorothea Frederking (Bündnis 90 Die Grünen)

Aus der Wirtschaft:

Prof. Kaschade, Steffen Klug (Planungsbüro), Lothar Stannull (Bauleiter), Rolf Gille (Stadtwerke Stendal), Daniel Jircik (SWG), Annett Oelicker (ROSIER), Uta Behr (BVH), Hans-Jürgen Heinrich (UDE), Thomas Nolte (Stendal Magazin), Frank Bierhals (Malermeister), Robert Löchel (Elektromeister), Oliver Fleßner (PORTA), Holger Kusserow (Elektromeister), Off & Hampe, K.-D. & Th. Schulz (KOSAN), Hartmut Holz (Druckmanufaktur), Andree Hentschke (Elektromeister), Handelshof Stendal, Frank Albert (Sanitärfachbetrieb), Fliesen-Ernst, Frank Hilse (Tischlermeister), Sven Strauß (Fliesenleger), Firma Kurze (Heizung/Sanitär)

Aus der Bevölkerung und Initiativen:

Wilfried Nahrstedt, DRK Altstadt Quartiersmanagement mit Ute Friedrichsdorf u. Ulrike Walkowiak, die Aktiven des Projekts „Dehnungsfuge“ mit David Lenard, Eva Vogel, dem Theater der Altmark und LKJ Magdeburg, Jürgen Lenski (Altmärkische Bürgerstiftung), Manfred Dönhoff (Uchtspringe), Holger Rohde (Uenglingen), Petra Juska (Dalchau), Karsten Schwarze (Herz statt Hetze), Elisabeth Seyer (Herz statt Hetze), Christine Zschiesche (Borstel), Prof. Thomas Kliche, Angela Basner, Karin Stöwesandt, Venus Käppler SteMi (Tangermünde), Anja Stelter, Annedore Händel (Arnim), Julian Kirschning, Gert Kahle, Steffen Roske, Inge Sanftleben, Assion Lawson (SteMi), Dietrich Zosel, Andreas u. Tim Große, Frank u. Sebastian Seidel, Manuel Heinecke, Ehepaar Jaspers, Ehepaar Bocatius (Krusemark), Ehepaar Kampe (Krusemark), Reinhard Stremmler, Sabine Teucke, Elisabeth Nortmann, Monika Kießling und Michael Trösken

Wir wünschen Ihnen allen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr!

Ansprechpartnerin für diese Pressemitteilung: Marion Zosel- Mohr, Prozessmanagerin Engagierte Stadt Stendal, Tel. (03931) 5656320

Engagement-Strategie 2018+ in Bocholt

Verwaltung und Politik beschließen „Engagement-Strategie 2018+“!

In der Engagierten Stadt Bocholt wird das Programm vom Verein Leben im Alter in Kooperation mit der städtischen Ehrenamtsförderung und der städtischen Freiwilligen-Agentur umgesetzt. Verwaltung und Vertreter der Politik der Stadt Bocholt legten nun eine gemeinsame „engagementstrategie2018“ auf, welche in der Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales der Stadt Bocholt am 29.11.2016 mit großer Zustimmung und einstimmig beschlossen wurde.

Die Ziele aus dem Programm Engagierte Stadt sind in dieser Strategie vollständig aufgenommen worden. Zusätzlich basiert die Strategie der Stadt Bocholt in vielen Teilen auf die bisherigen Ergebnisse und formulierten Ziele des Programms und folgt dem Ansatz des gesamtstädtischen Netzwerkes unter Einbindung aller Akteure.

bocholtMit der Namensgebung „2018+“ wird zum Ausdruck gebracht, dass die Ergebnisse aus dem Programm der Engagierten Stadt in die Nachhaltigkeit überführt werden sollen. Damit wird ein wichtiger Punkt des Bocholter Konzeptes zur Engagierten Stadt bereits frühzeitig auf den Weg gebracht: Der spätere Transfer in die städtische Freiwilligen-Agentur und hierdurch Sicherung der Nachhaltigkeit.

Neben der Fortführung des Netzwerkes der Engagierten Stadt Bocholt nach Programmende hinaus, werden mit der Engagement-Strategie 2018+ unter anderem die Gründung einer „Freiwilligen-Akademie“, die Schaffung einer eigenständigen Homepage „Wir-für-Bocholt“ – für alle Themen und Akteure rund um das ehrenamtliche Engagement – sowie die erstmalige Durchführung der „Marktplatz-Methode“ in Bocholt beabsichtigt. Darüber hinaus sind noch weitere Maßnahmen vorgesehen und es soll ab 2018 die Geschäftsführung für das Netzwerk Engagierte Stadt Bocholt übernommen werden.

Agnes Wellkamp, Projektleiterin des lokalen Projektträges Verein Leben im Alter e.V. und Rainer Howestädt, Ehrenamtskoordinator der Stadt Bocholt freuen sich gemeinsam: „Das ist ein sehr wichtiger Meilenstein für die Engagement-Förderung in Bocholt!. Die bisherigen Ergebnisse aus der Engagierten Stadt Bocholt und die Überlegungen und Ziele von Verwaltung und Politik sind in der Engagement-Strategie 2018+ perfekt zusammen gefasst. Wir nehmen diese Strategie nun als weiteren Arbeitsauftrag wahr, uns intensiv und engagiert um die Umsetzung zu bemühen.“

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