Das bewegt die engagierte Stadt

Demografie Exzellenz Award

Brückenschlag zwischen Nachbarschafts- und Flüchtlingshilfen erhält 1. Platz.

„Über Zaun und Grenze“, das Netzwerkprogramm für ehrenamtliches Engagement in Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfen des Landkreises Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim reiste als Nominierte nach Hamburg und holte den Demografie Exzellenz Award 2016 in der Kategorie „fremd & heimisch“ nach Hause.

neustadt_blog11_2Mit dem Demografie Exzellenz Award werden bundesweit Unternehmen und Organisationen für Leuchtturmprojekte des demografisch orientierten Engagements ausgezeichnet. In sieben verschiedenen Kategorien traten 21 Programme gegeneinander an, darunter vorbildhafte Maßnahmen von Großunternehmen wie Daimler oder Coca-Cola sowie kommunale Projektträger, Institute und Vereine. In der Kategorie „fremd & heimisch“ überzeugte das Netzwerkprogramm „über Zaun und Grenze“ die Fachjury.

2015 vom Freiwilligenzentrum des Caritasverbandes Scheinfeld und Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim initiiert, legte das Netzwerk „über Zaun und Grenze“ den Grundstein für eine Sektor übergreifende Kooperation von Kommune, Wohlfahrtsverbänden, lokaler Wirtschaft und den Initiativen in Nachbarschaftshilfe und Unterstützerkreisen Asyl im Landkreis. Das gemeinsame Ziel: Bürgerschaftliches Engagement in den Nachbarschafts- und Flüchtlingshilfen zu fördern, zu qualifizieren und zu vernetzen mit dem Ergebnis eines kreisweiten, starken Helfer-Netzes für alte und neue Nachbarn aus dem In- und Ausland.

v.l.n.r.: Gerhard Wiesler, Anja Haverkock, Dorothea Hübner, Gerhard Behr-Rößler

Als außergewöhnlich bezeichnete die Laudatorin Katja Urbatsch von Arbeiterkind.de die Verbindung von Nachbarschaftshilfe und dem Engagement für geflüchtete Menschen. „Dieser innovative Aspekt ist dem Bedarf unserer täglichen Arbeitspraxis entsprungen“, erklärte Dorothea Hübner, Leiterin des Freiwilligenzentrums „mach mit!“. Neben gemeinsamen Angeboten für die Ehrenamtlichen ist das Netzwerkprogramm jedoch stets bemüht, auch spezifisch auf die Bedarfe der beiden Zielgruppen einzugehen. „Der Brückenschlag zwischen den Engagementfeldern Nachbarschafts- und Flüchtlingshilfe ist nicht immer einfach. Doch er spiegelt unsere grundlegende Überzeugung wieder, den Menschen ins Zentrum unseres Engagements zu setzen, der hier und jetzt Hilfe braucht, egal ob er in Mittelfranken geboren ist oder aus dem Iran, Syrien oder Eritrea stammt“, so Anja Haverkock, Prozessmanagerin von „über Zaun und Grenze“.

Gemeinsam mit allen Partnern hat das Netzwerk in den vergangenen 18 Monaten viel erreicht. Trotzdem kann dies nur der Anfang sein für ein nachhaltiges Engagement zum Wohle aller Bürger im Landkreis. Deshalb macht sich „über Zaun und Grenze“ weiterhin stark für Freiwillige, die sich für andere einsetzen. Am 2. Dezember mit einem Vortrag und anschließender Gesprächsrunde zum Thema „Unsere neuen Nachbarn sind Muslime: wie glauben sie?“ Informationen zu dieser und weiteren Veranstaltungen erhalten Interessierte gern über http://www.ueberzaunundgrenze.de/ oder bei der Koordinierungsstelle im Freiwilligenzentrum.

Kostenfreies Handbuch zu Pflege, Engagement und Qualifizierung

Dort, wo Engagierte Qualifizierung und Möglichkeiten des Austauschs erhalten, fühlen sie sich in ihrem  Ehrenamt gut vorbereitet und kompetent, ältere und pflegebedürftige Menschen zu begleiten. Diese wichtige Erkenntnis konnte aus dem Projekt PEQ – Pflege, Engagement und Qualifizierung, das aus Mitteln des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Projekt in Trägerschaft des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. finanziert worden ist, gewonnen werden.

peqDie Ergebnisse des Projektes wurde nun  in dem Schulungshandbuch PEQ Pflege, Engagement und Qualifizierung zusammengeführt. Auf ansprechend gestalteten Seiten wird kompakt und anhand von Schulungsbeispielen beschrieben, welche Handlungsfelder für Engagierte im Umfeld von Pflege in Betracht kommen und wie Schulungsthemen, wie zum Beispiel „Kommunikation“, „Recht und Regeln“, „Begleitung“ oder „Angehörige und Bezugspersonen“ konkret umgesetzt werden können. Das Handbuch beschreibt das Aufgaben- und Kompetenzprofil von Ehrenamtlichen im Umfeld von Pflege, bietet ein modulares Curriculum für praxisrelevante Schulungen und gibt Tipps für die Begleitung von Ehrenamtlichen vor Ort.

Eine Druckversion des Handbuchs können Sie kostenfrei unter folgendem Link beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. bestellen. Pro Einrichtung können maximal zwei Exemplare gegen Übernahme der Porto- und Materialkosten in Höhe von 2,00 Euro bezogen werden. Das komplette Handbuch ist auch digital unter: https://www.deutscher-verein.de/de/uploads/hauptnavigation/peq/pdf/peq_schulungsbuch_komplett.pdf abrufbar.

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