Das hilft der engagierten Stadt

Webinar: Videos mit dem Smartphone produzieren

Heutzutage geht nichts mehr ohne das Mobiltelefon; Emails schreiben, Telefonate führen, im Internet surfen – und eben auch Fotografieren und Filmen. Als moderne Engagierte Stadt liegt es da also nahe sich das zu Nutzen zu machen!

Gemeinsam mit unserem Referenten Thomas Wagensonner von nongov.tv wollen wir Sie in das Thema „Videos mit dem Smartphone produzieren“ einführen.  Es soll Sie dabei unterstützen, Ihr Engagement lebendig zu präsentieren. Haben Sie also alle Ihre Handys parat, denn wir wollen mit Ihnen unter die Videoproduzenten gehen. Im besten Falle wird es im Nachgang zum Webinar zur anstehenden Woche des bürgerschaftlichen Engagements (8.-17. September) 50 kurze Filmchen geben, um Ihr Engagement sichtbar zu machen. Um direkt zum Webinar zu gelangen klicken Sie bitte hier.

Dialog und Kommunikation

Auf der Website www.stifter-helfen.net werden regelmäßig Webinare angeboten. Hier geben Fach- und Führungskräfte ihr Wissen pro bono weiter an die gemeinnützige Welt. Ganz besonders möchten wir auf die folgenden beiden Online-Seminare hinweißen:

„Auf in den Dialog! So sieht zeitgemäße Pressearbeit aus“

Was zeichnet zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit aus, warum ist Storytelling auch in der Pressearbeit so wichtig und wie können soziale Netzwerke effektiv dafür genutzt werden? In diesem Webinar am 05. September erhalten Sie zahlreiche Tipps mit anschaulichen Praxisbeispielen von Stiftungen, politischen Akteurinnen und Akteuren und Unternehmen. Mehr Informationen finden Sie hier: http://webinare.stifter-helfen.net/webinar1

„Eine Aktion über Soziale Medien kommunizieren“

Die Vorbereitungen für eine Veranstaltung oder Aktion laufen auf Hochtouren, Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen eingeladen werden, im besten Fall wird die Veranstaltung vor Ort dokumentiert und sogar live oder nachträglich veröffentlicht. Welche Tools aus den Sozialen Netzwerken können hierfür mit eingebunden werden? Wie können Teilnehmer im Vorfeld angesprochen und aktiviert werden und wie können die Kanäle aus den Sozialen Netzwerken in die „klassische“ Kommunikationsarbeit mit eingebunden werden? Antworten auf all die oben aufgelisteten Fragen erhalten Sie beim Webinar am 06. September. Bei Interesse besuchen Sie folgende Website: http://webinare.stifter-helfen.net/webinar2

Beide Webinare sind speziell für all jene konzipiert, die beim Tag der Stiftungen 2017 mitmachen wollen, indem Sie Ihre Geschichte erzählen oder eine Veranstaltung planen.

Das „Engagierte Lilienthal“ geht online

lilienthalMit einer Überarbeitung der bisherigen Homepage geht das „Engagierte Lilienthal“ (www.engagiertes-lilienthal.de) neu an den Start: „Unsere Homepage soll alle Lilienthaler über das informieren, was in der Engagierten Stadt Lilienthal geschieht und allen Vereinen und Institutionen, in denen sich Bürgerinnen und Bürger engagieren, die Möglichkeit geben, sich selbst über die Homepage vorzustellen und auf sich aufmerksam zu machen“, betont Susanne Kiel. Auch Terminkalender, Newsletter und Informationen über das „Engagierte Lilienthal“ sind wichtige Orientierungspunkte auf der Homepage. Der Newsletter greift aktuelle Themen der Freiwilligenarbeit auf. Im aktuellen dritten Newsletter meldet sich auch ein  Unternehmer zu Wort und eröffnet mit seinem Vorschlag einen Weg für eine gute Zusammenarbeit zwischen Handel und Ehrenamt.

Für die Netzwerkpartner bietet das „Engagierte Lilienthal“ einmal im Monat das Forum für Bürgerengagement in Form eines Marktstandes auf dem Marktplatz an. Dort können sich Vereine der Öffentlichkeit präsentieren, Menschen ansprechen, Fragen beantworten und, das ist der Wunsch aller Netzwerkpartner, weitere Ehrenamtliche für Ihre Arbeit gewinnen.

Im „Engagierten Lilienthal“ wird Engagement durch Vermittlung, Begleitung und Qualifikation gestärkt. Mit Fortbildungsangeboten greifen wir die vielschichtigen Bedarfe der Vereine und Institutionen nach Information und Qualifikation auf. Unser letztes Fortbildungsangebot zum Thema „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in gemeinnützigen Vereinen und Organisationen“ nutzten 18 TeilnehmerInnen am 29. Mai für ihre Arbeit. Weitere Themen wie Vereinsrecht, Excel für Vereine, Vereinssatzung, Aktives Zuhören, Versicherungen für Ehrenamtliche werden jetzt ausgearbeitet und in den nächsten Monaten angeboten.

Mit dem Spielefest der „Engagierten Stadt“ im Amtsgarten zum Thema „Alte Spiele wieder entdecken und neue Spiele kennen lernen“ verwandelt sich am Sonntag, dem 3. September der Amtsgarten im Zentrum Lilienthals wieder in eine große „Spielwiese“. Der TV-Lilienthal, die DLRG, der Ortsjugendring, der SV Lilienthal-Falkenberg, die Familienthaler, die Boule-Gruppe des Seniorenbeirates, die Flüchtlingsgruppen der Ökumene und Pro Asyl sowie die Bürgerstiftung Lilienthal laden Alt und Jung zu einem bunten Erlebnisnachmittag ein. Alte Spiele können wieder entdeckt und neue Spiele kennen gelernt werden. 50 Spielangebote von der Hüpfburg über Dosenwerfen, Einradfahren bis zum Handballspielen können ausprobiert werden. Die Engagierten der beteiligten Institutionen zeigen damit, wie bunt das bürgerschaftliche Engagement in Lilienthal ist und wie jeder daran mitwirken und ein Wir-Gefühl für alle Lilienthaler schaffen kann!

Am 24. September startet zum ersten Mal der „Tag der Lilienthaler“. Das Ziel dieser Veranstaltung unter dem Dach des „Engagierten Lilienthal“ ist es, jährlich einen Tag in jeweils einem der verschiedenen Ortsteile Lilienthals gemeinsam mit anderen Ortsteilen zu organisieren, so dass möglichst viele Lilienthaler an dem Fest teilhaben, sowohl aktiv als auch als Gast. Die Bewohner des gastgebenden Ortsteils präsentieren auf diese Weise ihren Ort mit seinen jeweiligen Besonderheiten und ermöglichen damit – das ist der große Wunsch aller – ein stärkeres Zusammenwachsen aller Ortsteile.

Google-Workshops: Jetzt in Ihrer Nähe

Überwältigende 31 Millionen Deutsche  engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen oder Organisationen. Häufig verfügen aber nur wenige über die entsprechenden digitalen Mittel, um beispielsweise neue Mitglieder zu werben oder Spender und Unterstützer auf sich aufmerksam zu machen.

In Partnerschaft mit Stifter-helfen.de und weiteren Non-Profits bietet Google ab Mai in ganz Deutschland 2-stündige, kostenlose Workshops für digitale Kompetenzen an – speziell für gemeinnützige Organisationen. Erfahrene Referenten, unter anderem von Stifter-helfen.de, stellen die Bedeutung und Möglichkeiten verschiedener Online-Kanäle für Non-Profits vor und geben praktische Tipps, wie diese am besten eingesetzt werden können. Dies umfasst Grundlagen zur erfolgreichen Eigendarstellung und Kommunikation im Internet sowie die Anwendung entsprechender Instrumente.

In diesem Zusammenhang werden z.B. Grundlagen zur Nutzung von Suchmaschinen vermittelt oder die Vorteile von kostenloser Online-Werbung – am Beispiel von Google AdGrants – aufgezeigt. Für die interne Organisation bekommen Non-Profits außerdem einen Einblick in cloudbasierte Software, die gemeinnützigen Organisationen kostenfrei zur Verfügung steht. Besuchen Sie die Zukunftswerkstatt in Ihrer Stadt. Sichern Sie sich einen der begrenzten Plätze und melden Sie sich jetzt hier an. Für die Termine in München ab dem 18.7.2017 gibt es einen gesonderten Anmeldelink.

Die Engagierte Stadt schreibt Geschichte(n)

Was braucht es eigentlich, um eine gute Geschichte zu erzählen? Schon vor über 2.000 Jahren hatte der Philosoph Aristoteles auf diese äußerst interessante Frage eine passende Antwort: Jede gute Geschichte benötigt einen Konflikt. Und mit Konflikten sehen sich auch die Macher der Engagierten Stadt oftmals konfrontiert. Was entsteht also, wenn viele Engagierte Städte zusammen kommen, um sich gegenseitig auszutauschen? Genau. Es entstehen gute Geschichten.

Weißwasser2Unter dem Titel „Unsere Wirkungsgeschichte – Selbstevaluation in der Praxis“ fand am Mittwoch, dem 21. Juni  in der Engagierten Stadt Weißwasser das vierte Engagement Forum statt. An dem eintägigen Workshop, der von der Syspons GmbH veranstaltet wurde, nahmen insgesamt 10 Teilnehmer Engagierter Städte aus Brandenburg, Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt teil.  Bereits zu Beginn berichtete Torsten Pötzsch, Oberbürgermeister und Schirmherr der Engagierten Stadt Weißwasser, offen und ehrlich über die Konflikte der drittgrößten Stadt im Landkreis Görlitz.  „Rentnerstadt“ oder „sterbende Stadt“ fassen die Resignierten das Problem der Überalterung und Perspektivlosigkeit im ländlichen Raum zusammen. Doch was kann dagegen unternommen werden? Eine mögliche Antwort lieferte direkt im Anschluss Manuela Thomas, Geschäftsführerin des Sozialen Netzwerk Lausitz und zugleich Prozessumsetzerin der Engagierten Stadt Weißwasser, indem sie aufzeigte, welches Potential in den Bürgern der Stadt schlummert. Aus Aktivitäten wie Saubermach-Aktionen, über Lernpaten für Kinder bis hin zur Mitgestaltung der Förderrichtlinie „Demografie“ resultieren Wirkungen – nämlich dass sich die Einwohner für ihre Heimat noch mehr einsetzen, weil sie wissen „wie“. Worum es geht, sind also Wirkungsgeschichten. Es macht zufrieden(er), nicht Teil einer „Eintagsfliege“ zu sein – darin waren sich alle einig.

Weißwasser1Die Engagierten Städte fassten Aktivitäten zusammen, leiteten daraus resultierende Wirkungen ab und kreierten letztendlich ihre eigene, kleine Erzählung. Viel Interessantes gab es zum Beispiel aus Görlitz zu berichten. Die Engagierte Stadt veranstaltete gemeinsam mit verschiedenen Akteuren eine Ehrenamtsbörse und brachte die große Vereinsvielfalt des Ortes zusammen. Jeder Bürger war eingeladen, um sich eben über genau diese Vielfalt zu informieren. So lernten sich nicht nur die hiesigen Vereine besser kennen. Auch die Einwohner der Stadt bekamen einen Eindruck, von der Fülle an Engagementmöglichkeiten und ließen sich davon inspirieren, vielleicht selbst für ihre Stadt die ein oder andere Idee mitzugestalten.
Die Engagierte Stadt Zwickau setzte sich gemeinsam mit vielen Aktiven und Engagierten künstlerisch mit dem Thema „Fremdenhass“ auseinander. OFFENHEIT, TOLERANZ, RESPEKT, WÜRDE wurden mit Kreide auf den Zwickauer Marktplatz geschrieben, als Reaktion auf einen rechten „Sternmarsch“. Übereifrige Putzteufel hatten damit wohl ein Problem und entfernten die Kreidemalerei wieder. Doch an ein Aufgeben war nicht zu denken und bereits 5 Wochen später wurde die Aktion öffentlich wiederholt und zwar mit vollem Erfolg. So entsteht eben Wirkung, die es ohne die Engagierte Stadt nie gegeben hätte.

Und auch die vielen weiteren Geschichten der Engagierten Städte zeigten, dass Konflikte nicht zu vermeiden sind. Doch aus Konflikten können auch immer Lösungen entstehen. Und so haben viele Geschichten am Ende doch ein „Happy End“.

Görlitz goes Hollywood

Für fünf Görlitzer Vereine haben wir in den letzten Monaten Imageclips produzieren lassen. Jetzt sind sie fertig und zeigen, wie vielfältig die Görlitzer sich engagieren. Die wenigsten Görlitzer wissen wahrscheinlich, dass es mitten in der Innenstadt einen Ort gibt, an dem man „Drehstangentischfußball“ trainieren kann. Oder dass ein junges begeistertes Görlitzer Freizeitorchester mit seiner Musik durch die ganze Republik tourt. Oder dass durch den Einsatz seines Fördervereins, das Curie Gymnasium in den Genuss eines Schülerclubs kommen soll.

Görlitz

Um das zu ändern und beispielhaft zu zeigen, wofür sich Menschen in Görlitz mit Leidenschaft und in Gemeinschaft einsetzen, starteten wir im Herbst 2016 das Projekt  Ein Video für Deinen Verein!. Insgesamt 15 Görlitzer Vereine und Initiativen hatten sich beworben, fünf von ihnen wurden per Los ausgewählt. Seitdem wurden der Förderverein Joliot-Curie-Gymnasium, Görlitzer Kickerking e.V., Jugendkulturzentrum BASTA – Holzwurm e.V., JugendShowOrchester Görlitz e.V.  und Tierra – Eine Welt e.V. vom Görlitzer Filmemacher Enrico Adler (IgelEi Produktion) in kurzen Imageclips portraitiert.

Mit der Aktion möchten wir nicht nur diese fünf Vereine unterstützen. Vielmehr wollen wir Geschichten erzählen über bürgerschaftliches Engagement in Görlitz, über die Menschen, die dahinter stehen und wie sie mit ihrer zumeist ehrenamtlichen Arbeit die Stadt bereichern. Die Clips sind auf dem YouTube-Kanal der Engagierten Stadt Görlitz https://www.youtube.com/channel/UCyeonwmoYKkjDsCFirPEGOg zu sehen, auf unserer Facebook-Seite https://de-de.facebook.com/goerlitz.fuer.familie/  und ab April auch im Camillo Kino http://www.camillokino.de/ in Görlitz. Vielen Dank an den Filmclub von der Rolle 94´e.V. für die Unterstützung!

Cuxhaven ganz nah

Weit über 100 engagierte Cuxhavener versammelten sich an der „Alten Liebe“, einem der Wahrzeichen Cuxhavens. THW, DRK, DLRG, die freiwillige Feuerwehr, die grünen Damen genauso wie der Nabu, der Kinderschutzbund, die Formularfüchse, und viele andere Vereine und Verbände demonstrierten beeindruckend die Vielfalt des Engagements in Cuxhaven. Der Film zeigt ebenfalls viele Einsatzorte, an denen in Cuxhaven Ehrenamt gelebt wird.

 

Plakat-Aktion zum Ehrenamt

Aktuell hängen in Wilhelmshaven rund 200 Plakate, die für das Ehrenamt werben. Die A1-Plakate hängen an den stadttypischen Geländen einen großen Straßenkreuzungen sowie an Laternenpfahlen – normalerweise werden an diesen Orten Konzerte und Veranstaltungen beworben. Die Motive stammen aus einer Zusammenarbeit mit der Fachhochschule.

> zur Facebook-Seite

Plakate-WHV

ADVENTSKALENDER DES EHRENAMTS

Die Engagierte Stadt Wilhelmshaven wird in diesem Semester von Studentinnen und Studenten der Jade Hochschule unterstützt. Dabei ist unter anderem in Kooperation mit der  „Wilhelmshavener Zeitung“ ein „Adventskalender des Ehrenamts“ entstanden. Angefangen rechtzeitig zum ersten Advent mit der Ausgabe vom Samstag, den 26. November, wird jeden Tag eine Person ausführlich vorgestellt, die sich in der Stadt engagiert. Am Ende werden es sogar 25 Porträts. Auch dabei ist natürlich ein Hinweis auf unserer Webseite!

Da wir über die Studierenden Text und Fotos liefern konnten, war es nicht schwierig, die Zeitung dafür zu gewinnen. Und die Qualität der Beiträge hat beeindruckt. Alle Beteiligten – Engagierte Stadt, EhrenamtlerInnen, Studierende und Zeitung – gewinnen von der Idee. Die EhrenamtlerInnen werden im Dezember zudem bei einer Ausstellung und sowie im Januar auf Plakaten in der Stadt zu sehen sein. Die angehenden JournalistInnen und MedienwissenschaftlerInnen sind außerdem auf unserer Facebook-Seite aktiv, drehen einen Film und liefern Radiobeiträge für Radio Jade – der als gemeinnütziger Bürgerfunksender Träger der Engagierte Stadt Wilhelmshaven ist.

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Von Alexander von Fintel, Engagierte Stadt Wilhelmshaven – Radio Jade.

 

Plädoyer für Zivilgesellschaft in der Paulskirche

„Freiheit ist nichts, das man besitzt, sondern etwas, das man tut.“ In ihrer Dankesrede zum Friedenspreis des Deutschen Buchpreises in der Frankfurter Paulskirche hat die Journalistin und Philosophin Carolin Emcke ein flammendes Plädoyer für eine starke Zivilgesellschaft gehalten:

„Wir können neu anfangen und die alten Geschichten weiterspinnen wie einen Faden Fesselrest, der heraushängt, wir können anknüpfen oder aufknüpfen, wir können verschiedene Geschichten zusammen weben und eine andere Erzählung erzählen, eine, die offener ist, leiser auch, eine, in der jede und jeder relevant ist. Das geht nicht allein. Dazu braucht es alle in der Zivilgesellschaft. Demokratische Geschichte wird von allen gemacht. Eine demokratische Geschichte erzählen alle. Nicht nur die professionellen Erzählerinnen und Erzähler. Da ist jede und jeder relevant, alte Menschen und junge, die mit Arbeit und die ohne, die mit mehr und die mit weniger Bildung, Dragqueens und Pastoren, Unternehmerinnen oder Offiziere, Rentnerinnen und Studenten, jede und jeder ist wichtig, um eine Geschichte zu erzählen, in der alle angesprochen und sichtbar werden. Dafür stehen Eltern und Großeltern ein, daran arbeiten Erzieher und Lehrerinnen in den Kindergärten und Schulen, dabei zählen Polizistinnen und Sozialarbeiter sowie Clubbesitzerinnen und Türsteher. Diese demokratische Geschichte eines offenen, pluralen Wir braucht Bilder und Vorbildern, auf den Ämtern und Behörden ebenso wie in den Theatern und Filmen – damit sie uns zeigen und erinnern, was und wer wir sein können. Wir dürfen uns nicht nur als freie, säkulare, demokratische Gesellschaft behaupten, sondern wir müssen es dann auch sein.

Freiheit ist nichts, das man besitzt, sondern etwas, das man tut. Säkularisierung ist kein fertiges Ding, sondern ein unabgeschlossenes Projekt. Demokratie ist keine statische Gewissheit, sondern eine dynamische Übung im Umgang mit Ungewissheiten und Kritik. Eine freie, säkulare, demokratische Gesellschaft ist etwas, das wir lernen müssen. Immer wieder. Im Zuhören aufeinander. Im Nachdenken über einander. Im gemeinsamen Sprechen und Handeln. Im wechselseitigen Respekt vor der Vielfalt der Zugehörigkeiten und individuellen Einzigartigkeiten. Und nicht zuletzt im gegenseitigen Zugestehen von Schwächen und im Verzeihen. Ist das mühsam? Ja, total. Wird das zu Konflikten zwischen verschiedenen Praktiken und Überzeugungen kommen? Ja, gewiss. Wird es manchmal schwer sein, die jeweiligen religiösen Bezüge und die säkulare Grundordnung in eine gerechte Balance zu bringen? Absolut. Aber warum sollte es auch einfach zugehen?“

Der ganze Text ihrer Rede ist hier nachzulesen, und als Video zu sehen hier: https://www.youtube.com/watch?v=CRkf6k7CYXI 

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