Das hilft der engagierten Stadt

Görlitz goes Hollywood

Für fünf Görlitzer Vereine haben wir in den letzten Monaten Imageclips produzieren lassen. Jetzt sind sie fertig und zeigen, wie vielfältig die Görlitzer sich engagieren. Die wenigsten Görlitzer wissen wahrscheinlich, dass es mitten in der Innenstadt einen Ort gibt, an dem man „Drehstangentischfußball“ trainieren kann. Oder dass ein junges begeistertes Görlitzer Freizeitorchester mit seiner Musik durch die ganze Republik tourt. Oder dass durch den Einsatz seines Fördervereins, das Curie Gymnasium in den Genuss eines Schülerclubs kommen soll.

Görlitz

Um das zu ändern und beispielhaft zu zeigen, wofür sich Menschen in Görlitz mit Leidenschaft und in Gemeinschaft einsetzen, starteten wir im Herbst 2016 das Projekt  Ein Video für Deinen Verein!. Insgesamt 15 Görlitzer Vereine und Initiativen hatten sich beworben, fünf von ihnen wurden per Los ausgewählt. Seitdem wurden der Förderverein Joliot-Curie-Gymnasium, Görlitzer Kickerking e.V., Jugendkulturzentrum BASTA – Holzwurm e.V., JugendShowOrchester Görlitz e.V.  und Tierra – Eine Welt e.V. vom Görlitzer Filmemacher Enrico Adler (IgelEi Produktion) in kurzen Imageclips portraitiert.

Mit der Aktion möchten wir nicht nur diese fünf Vereine unterstützen. Vielmehr wollen wir Geschichten erzählen über bürgerschaftliches Engagement in Görlitz, über die Menschen, die dahinter stehen und wie sie mit ihrer zumeist ehrenamtlichen Arbeit die Stadt bereichern. Die Clips sind auf dem YouTube-Kanal der Engagierten Stadt Görlitz https://www.youtube.com/channel/UCyeonwmoYKkjDsCFirPEGOg zu sehen, auf unserer Facebook-Seite https://de-de.facebook.com/goerlitz.fuer.familie/  und ab April auch im Camillo Kino http://www.camillokino.de/ in Görlitz. Vielen Dank an den Filmclub von der Rolle 94´e.V. für die Unterstützung!

Cuxhaven ganz nah

Weit über 100 engagierte Cuxhavener versammelten sich an der „Alten Liebe“, einem der Wahrzeichen Cuxhavens. THW, DRK, DLRG, die freiwillige Feuerwehr, die grünen Damen genauso wie der Nabu, der Kinderschutzbund, die Formularfüchse, und viele andere Vereine und Verbände demonstrierten beeindruckend die Vielfalt des Engagements in Cuxhaven. Der Film zeigt ebenfalls viele Einsatzorte, an denen in Cuxhaven Ehrenamt gelebt wird.

 

Der Erklärfilm zur Engagierten Stadt

Ob in Neu-Ulm, Bocholt, Guben oder einem der weiteren 47 Standorte: Bürgerschaftliches Engagement beansprucht Mitstreiter aus Zivilgesellschaft, Kommune und Wirtschaft. Damit ein gutes Zusammenleben gelingen kann, gibt es das innovative Programm Engagierte Stadt. Damit man es in wenigen Sätzen allen anderen erklären kann, gibt es diesen Film, denn:  Innovative Konzepte bedürfen innovativer Vermittlung. Viel Vergnügen beim Erklären, Teilen und Weitersagen!

Ein Film von Andreas Hirte-Muhs im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

 

Online-Camp für NPOs

Das Online-Camp vermittelt kompakt und kostenlos in 15 Webinaren zwischen dem 18. und 27. Oktober digitales Know-how – speziell für Vereine, Stiftungen und andere Non-Profit-Organisationen. Themen sind unter anderem: Content-Management-Systeme, Community Management, Online Fundraising und Interne Kommunikation.

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Die sechs Referenten sind nicht nur Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet, sondern haben auch langjährige Erfahrung im gemeinnützigen Sektor. So erhalten Non-Profits Wissen verständlich und praxisnah, das speziell auf sie zugeschnitten ist. Mit dem Camp möchte Stifter-helfen.de Haupt- und Ehrenamtlichen – geballt an acht Tagen – das digitale Know-how an die Hand geben, das sie brauchen, um ihre gemeinnützige Organisation im Online-Zeitalter voranzubringen. Im Fokus stehen dabei Marketing und Kommunikation – von Community Management über Recht und Online bis hin zur Suchmaschinenoptimierung.

Um an den Webinaren teilzunehmen, genügen ein Computer mit Soundkarte, ein Headset oder Lautsprecher und ein Internetanschluss. Non-Profit-Vertreter können so ganz einfach vom Büro oder von zu Hause aus teilnehmen. Damit möglichst viele Non-Profits durch digitales Know-how ihre Aufgaben in Zukunft besser bewältigen können. Die Liste der angebotenen Webinare finden Sie hier.

Homepage „SCHWERengagierTE“ ist online

Die Homepage www.schwerengagierte.de, die gemeinsam mit professioneller Unterstützung entwickelt wurde, geht an den Start und enthält viele Informationen rund um das Thema Bürgerengagement. Die Homepage soll virtuelle Plattform der Schwerter Engagierten und Interessierten werden. Hier werden Projekte und Veranstaltungen von Schwertern für Schwerterinnen und Schwerter eingestellt, Mitmachende gesucht, eine Initiativen-Übersicht vorgestellt und unter dem Punkt „Service“ werden Fördermöglichkeiten, Ideengeber, Qualifizierungen, Versicherungsschutz im Ehrenamt, Räume und Treffpunkte und viele weitere nützliche Informationen geboten.

Neben aktuellen Projekten, Veranstaltungen und Informationen werden regelmäßig engagierte Personen in einem Interview vorgestellt, um dem bürgerschaftlichen Engagement in Schwerte ein Gesicht zu gegeben und diejenigen vorzustellen, die für die gute Sache stehen.

Pano Team SCHWERengagierTE
Pano Team SCHWERengagierTE

Am Samstag, 3. September wurde das Forum SCHWERengagierTE im Museum am Markt eröffnet. Jeden Samstag von 9.00 bis 13.00 Uhr wird in der Museumshalle – oder bei gutem Wetter davor – unterstützt, beraten und vorgestellt. Neben der Homepage bietet das Forum den persönlichen Kontakt, soll zum Knotenpunkt für Bürgerengagement werden, Interessierten nützliche Informationen bieten und Engagierte stärker miteinander vernetzen.

„Wir informieren über Projekte und Veranstaltungen, wir helfen mitzumachen, wir bringen Interessierte und Aktive zusammen und wir wollen mit ihnen gemeinsam neue Ideen entwickeln“, so das Team des Forums. Ziel ist auch, dass sich jeden Samstag eine Initiative vor Ort präsentiert. Den Anfang macht am Eröffnungstag der Hanseverein Schwerte: Am darauffolgenden Wochenende (10./11. September) wird nunmehr zum 20. Male das „Pannekaukenfest“ in Schwerte gefeiert. Wie in zwei Dekaden aus einem Pannekaukenstand in der Fußgängerzone das größte ehrenamtlich organisierte Stadtfest werden konnte, darüber werden die Mitglieder des Hansevereins berichten.

Von Anke Skupin, Kultur- und Weiterbildungsbetrieb Schwerte.

 

Engagierte Stadt Illingen – jetzt online

Endlich ist es soweit: die Website der Engagierten Stadt Illingen ist online.  Sie wurde am 09. Mai 2016 im Rathaussaal Illingen der Öffentlichkeit vorgestellt. Der ASB Ortsverband Illingen, unter Federführung der Projektleiterin Anke Thomé und die Schülerfirma Destination IGI, des Illtalgymnasiums Illingen, haben zusammen mit Flüchtlingen aus hiesiger Gemeinde für das Projekt Engagierte Stadt Illingen gemeinsam diese Website erstellt.

Diese soll Flüchtlingen helfen, sich in ihrer neuen Heimatgemeinde besser zurecht zu finden und Probleme des Alltags leichter lösen zu können. Die Flüchtlinge in der Gemeinde Illingen sollen sich auch leichter / besser orientieren können und zusätzlich noch einen verständlichen Überblick über viele Bereiche der Gemeinde Illingen erhalten, wie zum Beispiel mit wichtigen Adressen von Behörden, Ärzten, Informationen rund um das Thema Ausbildungsplätze, Praktika, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Hinweise auf die wichtigsten Verkehrsregeln und ganz praktisch, ein Wörterbuch arabisch-deutsch. Auch fehlt es nicht an praktischen Hinweisen zum Ausfüllen von Formularen, Wissenswertes zum Thema Miete und Nebenkosten, Anträge fürs Kindergeld, Führen von Bankkonten und Umgang mit Krankenkassen-Angelegenheiten. Aus diesem Grund ist die Homepage auch dreisprachig (Arabisch, Englisch und Deutsch).

ASB WebsiteDie neue Website präsentierten die Schüler des Illtalgymnasiums Illingen im Beisein ihrer projektbegleitenden Lehrerin, Frau Katharina Messinger, ein wenig mit Lampenfieber, aber hoch motiviert und erwartungsvoll. Herr Bürgermeister, Dr. Armin König, ist begeistert, dass sich das Netzwerk Engagierte Stadt Illingen so gut entwickelt hat. In seiner Rede benannte er das Projekt „Website Illingen 4.0“- Vernetzung auf modernem Weg.

Das Illtalgymnasium Illingen ist „Schule ohne Rassismus“ und „Schule mit Courage“. Das IGI – wie es kurz und mit Stolz von Schülern und Lehrern bezeichnet wird, lebt den Gedanken des sozialen und kulturübergreifenden Miteinanders. Flüchtlingen bei ihren Integrationsbemühungen in Schule und Gemeinde zu unterstützen, ist dort schon 2015 auf begeistertes Engagement gestoßen. Und daraus entstand schnell ein konkretes Projekt der SchülerInnen des Seminarfachs Junior in der Klassenstufe 11.

Die Schülerfirma „Destination IGI“ nahm gerne und voller Begeisterung das Kooperationsangebot von Anke Thomé an, einen Online-Wegweiser für Flüchtlinge zu entwickeln, der unseren Neubürgern die Orientierung in der Gemeinde erleichtert.
Dieses Projekt versteht sich als Teil der „Engagierten Stadt Illingen“, soziales und ehrenamtliches Bürgerengagement in der Gemeinde zu entwickeln und nachhaltig zu etablieren.

Auch wurde zusätzlich zu der Website noch ein Kurzfilm mit dem bekannten Mediengestalter, für Bild und Ton, Julian Schneider gedreht, einem ehemaligen Schüler des Illtalgymnasiums Illingen, der uns seine Fachkompetenz ebenfalls ehrenamtlich zur Verfügung gestellt hat. Dieser Kurzfilm ist auf der Startseite der Homepage zu finden. Zu erreichen ist die Homepage der Engagierten Stadt unter www.engagierte-stadt-illingen.saarland/

Nächste Schritte in Bocholt

Manch einer macht sich gar keine Gedanken darüber, weil alles so selbstverständlich ist. Aber wenn es die Menschen nicht gäbe, die sich in unserer Stadt engagieren, die Angebote für Sport und Spiel, Kultur und Natur, Gesang und Gesundheit und für vieles mehr schaffen, dann wäre es öde, würde ein großer Teil des gesellschaftlichen Lebens nicht existieren. Ohne daran zu verdienen, schaffen sie in weit mehr als 300 Einrichtungen und Vereinen in ganz unterschiedlicher und vielfältiger Weise ein großes und enorm wertvolles Stück Lebensqualität für die Gemeinschaft. Das verbindet all diese Engagierten, aber auch so manche Frage, manches praktische Problem. Die Initiative „Engagierte Stadt“, in Bocholt wie in 49 weiteren deutschen Städten gestartet, setzt hier an, schafft Verbindungen, baut neue Brücken. Etwa in Sachen Bildung und Qualifizierung.Bocholt_Flyer

Eine Art „Freiwilligen-Akademie“ soll im Verbund mit bestehenden Bildungseinrichtungen Hilfestellung zum Beispiel beim Thema Öffentlichkeit und Nutzung neuer Medien geben. Eine städtische Internet-Seite soll entstehen, auf der man ein möglichst breites Spektrum von Engagement und Aktivitäten findet und zugleich Hinweise, die Angebote zu nutzen, Kontakt aufzunehmen, sich selbst einzubringen. Und auch eine ganz neue Basis der Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlich Engagierten und Wirtschaftsunternehmen ist angedacht. Seit dem Projekt-Start zu Jahresbeginn, bei dem in verschiedenen Bereichen engagierte Bocholterinnen und Bocholter zusammenkamen, haben vier – weiterhin für Interessenten offene – Arbeitsgruppen Ziele definiert und erste Schritte dahin eingeleitet. Sie betreffen die Bereiche Bildung und Qualifizierung, Zusammenarbeit von Vereinen und Einrichtungen mit Unternehmen und Dienstleistern, Öffentlichkeitsarbeit sowie Nachwuchsgewinnung.

Bocholt_Flyer2Das klassische Bild vom Bittsteller auf der einen und dem großherzigen Sponsor auf der anderen Seite soll nach den Vorstellungen der Arbeitsgruppe „Vereine und Wirtschaft“ abgelöst werden durch ein Modell einer auf gegenseitiger Unterstützung beruhenden Partnerschaft. Die einseitige Überlegung „Wie kann ich Gelder rekrutieren?“ soll der gemeinsamen Fragestellung „Wie können wir voneinander profitieren?“ weichen – mit dem Ziel eines Leistungsaustausches, der nicht unbedingt in Euro und Cent, sondern auch in Dienst- und Sachleistungen oder ideeller Hilfestellung erfolgen kann. Vereine oder andere Einrichtungen wären dann gefordert, kreativ zu sein, sich in neuer Form Gedanken zu machen, welche Angebote sie unterbreiten könnten. Ein Lerneffekt für sie wie auch für die Unternehmen, wie Rainer Howestädt, Ehrenamt-Koordinator der Stadt, sagt. Vielleicht könnte es zu einem Austausch auf einem „Marktplatz“ kommen – ein bislang nur in größeren Städten erfolgreich durchgeführtes methodisches Modell der organisierten Vermittlung zwischen beiden Seiten.

Ein aktueller Aufgabenbereich ist für viele Einrichtungen die Nachwuchsgewinnung. An mehreren Bocholter Schulen gibt es bereits Schülerinnen und Schüler, die sich ehrenamtlich engagieren, aber Faktoren wie zunehmender Nachmittagsunterricht  erschweren ein solches Engagement. Im Rahmen einer Netzwerk-Veranstaltung im Herbst mit Vereinen und Schulen, inklusive berufliche Schulen und Fachhochschule, sollen die Situation und Möglichkeiten einer Intensivierung beleuchtet werden. Diskussionspunkte könnten dabei etwa die Vergabe von Zertifikaten und die Schaffung finanzieller Anreize sein.

Demnächst wird ein Fragebogen an alle Vereine und Einrichtungen versandt, in dem unter anderem danach gefragt wird, welchen Bedarf an Schulungsangeboten es gibt, welches Know-how jeweils vorhanden ist, das auch andere Einrichtungen nutzen könnten, ob Interesse an einer „Marktkplatz“-Aktion mit Unternehmen und einer Veranstaltung zur Nachwuchs-Thematik besteht. In einem handlichen Flyer wird die Initiative „Engagierte Stadt“ kurz und übersichtlich vorgestellt.

Von Agnes Wellkamp.

BarCamp in Hamburg – der Film

BarCampAm 14. März kamen gut 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Ecken Deutschlands im KörberForum zusammen, um beim ersten »Barcamp
Engagierte Stadt« teilzunehmen. In der Sessionplanung zeigte sich wieder einmal die Vielfalt der Engagierten Städte mit ihren je eigenen Themen, Herausforderungen und auch Herangehensweisen.
Vom »Platzhirschproblem«, also dem Umgang mit Widerstände durch vermeintliche Konkurrenzsituationen, über Fragen einer nachhaltigen Finanzierungsstruktur bis hin zu einem elevator pitch, sprich der kommunikativen Zuspitzung des Programminhalts, reichten die insgesamt 16 Sessions.
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Ebenso wurde aber auch deutlich, wie viel Kompetenz und Expertise vor Ort in den Engagierten Städten vorhanden ist: durch den gegenseitigen Austausch, das gemeinsame Nachdenken, das Teilen von eigenen Lösungskonzepten und Angängen wurde das gegenseitige Lernen mit Leben gefüllt.
Den Film zum BarCamp sehen Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=PfSg0UehQzM

Internetplattform für engagierte Bürger in Bocholt

In Bocholt haben engagierte Bürgerinnen und Bürger bei der Auftaktveranstaltung in Kurzworkshops vier Bereiche benannt und ansatzweise inhaltlich skizziert, in denen sie jetzt arbeiten: Bildung/Qualifizierung, Nachwuchssicherung, Zusammenarbeit Vereine/Verbände und Wirtschaft sowie Öffentlichkeitsarbeit. Dabei ist ein großer Bedarf am Erwerb von Know-how für freiwillige Tätigkeiten in Vereinen und anderen Einrichtungen deutlich geworden. Unter anderem gilt dies für die Öffentlichkeitsarbeit. Wie erreiche ich in einer sich stark verändernden Medien-Landschaft meine angestrebte Zielgruppe, lautet die viel gestellte Frage. Sollte man Anwendungen wie Facebook oder Twitter nutzen und wenn ja, wie? Wie lassen sich Anforderungen an Aktualität und Attraktivität gewährleisten?

Die Bocholter Arbeitsgruppe zum Thema Öffentlichkeitsarbeit möchte in Kooperation mit der Gruppe Bildung/Qualifizierung in einer Schulungsreihe mit jeweils kompetenten Referenten auf diese Nachfrage eingehen. Sie beteiligt sich zudem am Vorhaben der Freiwilligen-Agentur bei der Stadt Bocholt, eine erweiterte Internet-Seite für Bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln. Dort sollen sich möglichst viele Einrichtungen einbringen, in denen ehrenamtliche Arbeit geleistet wird. Neben Kontaktadressen und Links zu Homepages ist daran gedacht, aktuelle Neuigkeiten aus diesen Einrichtungen aufzunehmen. Die geplante Internet-Plattform soll demzufolge mehr sein als eine – sinnvoll strukturierte und mit noch zu entwickelnden Suchhilfen versehene – Datei. Sie könnte durch stets neue aktuelle Beiträge auch Nutzer gewinnen, die nicht gezielt nach einem Verein, einer Gruppe oder einem Betätigungsfeld suchen, sondern von interessanten Neuigkeiten im Rahmen bürgerschaftlichen Engagements erfahren wollen. Dazu, so hieß es beim Auftakt-Treffen der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit, müssten die Seite und entsprechende Inhalte beworben werden. Das kann durch das Netzwerk „engagiertestadt“ Bocholt und auch durch Vereinsmitglieder als Nutzer verschiedenster Medien geschehen. In monatlichen Treffs wird an der Thematik kooperativ weiter gearbeitet.

von Joachim Freund: Mitglied der AG Öffentlichkeitsarbeit

„Über Zaun und Grenze“ geht online

Das Netzwerk „über Zaun und Grenze“ lud am vergangenen Dienstag landkreisweit alle Koordinatoren und Webverantwortlichen der Initiativen in Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfen in den großen Sitzungssaal des Landratsamtes ein. Dabei wurde die neue Internetplattform www.ueberzaunundgrenze.de  vorgestellt und eine Einführung in die Nutzung gegeben. 

„Aktuell werden etwa 1300 Flüchtlinge von der Asylsozialberatung der Wohlfahrtsverbände Diakonie und Caritas betreut“, so Gerhard Behr-Rößler, Geschäftsführer des Caritasverbandes Scheinfeld und Landkreis Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim. „Eine unverzichtbare Hilfe dabei ist der hervorragende Einsatz der unzähligen Ehrenamtlichen in den 18 Unterstützerkreisen unseres Landkreises.“ „Dazu kommen noch etwa 13 Initiativen in der Nachbarschaftshilfe“, ergänzt Dorothea Hübner, Leiterin des Freiwilligenzentrums mach mit! „So viel ehrenamtliches Engagement braucht effiziente Strukturen. Die Vernetzung über eine landkreisweite Website ist ein zentraler Baustein dafür.“

Der Ruf nach einer solchen Website kam aus den Reihen der Ehrenamtlichen selbst. Immer wieder wurde der Wunsch nach einer digitalen landkreisweiten Vernetzung auf Treffen der Unterstützerkreise geäußert und schließlich auch in die Integrationskonferenz des Landkreises getragen. „Über Zaun und Grenze“ griff die Forderung auf und begann im vergangenen Herbst mit der Planung der Website. „Die spontane Zusage der pro bono Unterstützung von Herrn Schäffer, Geschäftsführer des Internetdienstleiters nea-net in Diespeck, war ein Meilenstein auf dem Weg zur Website“, so Anja Haverkock, Prozessmanagerin des Netzwerks „über Zaun und Grenze“. Es folgte das Sammeln von Informationen über Sachverhalte, Abläufe und Ansprechpartner und schließlich Abstimmungsgespräche mit den Vertretern der zahlreichen Schnittstellen zwischen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzbereichen.

NeustadtAisch_Blog04So ist eine Website entstanden, die einen Überblick über die zahlreichen, unterschiedlichen freiwilligen Initiativen und Einsatzmöglichkeiten in der Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfe unseres Landkreises gibt. Außerdem stellt die Internetplattform allen Interessierten und vor allem allen Ehrenamtlichen allgemeine und landkreisspezifische Informationen zu ihrem Einsatz bereit. Themen wie die Ehrenamtsversicherung sind hier ebenso zu finden wie Aussagen zu den Grenzen des Engagements oder Listen mit Ansprechpartnern im Landkreis. Darüber hinaus erhalten die einzelnen Initiativen die Möglichkeit, sich selbst mit allen Ansprechpartnern und Hilfsangeboten auf eigenen Untersites darzustellen. Ankündigungen aktueller Veranstaltungen oder Treffen in Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfe können in Zukunft hier eingestellt und abgerufen werden.

Die Voraussetzungen des digitalen Austauschs sind mit der neuen Internetplattform geschaffen. Wie aktuell und lebendig, www.ueberzaunundgrenze.de sein wird, hängt vor allem von den Ehrenamtlichen in den Unterstützerkreisen Asyl und den Nachbarschaftshilfen ab.

Von Anja Haverkock, Prozessmanagerin „über Zaun und Grenze“, Neustadt / Aisch

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