Das bewegt die engagierte Stadt

Das „Engagierte Lilienthal“ geht online

lilienthalMit einer Überarbeitung der bisherigen Homepage geht das „Engagierte Lilienthal“ (www.engagiertes-lilienthal.de) neu an den Start: „Unsere Homepage soll alle Lilienthaler über das informieren, was in der Engagierten Stadt Lilienthal geschieht und allen Vereinen und Institutionen, in denen sich Bürgerinnen und Bürger engagieren, die Möglichkeit geben, sich selbst über die Homepage vorzustellen und auf sich aufmerksam zu machen“, betont Susanne Kiel. Auch Terminkalender, Newsletter und Informationen über das „Engagierte Lilienthal“ sind wichtige Orientierungspunkte auf der Homepage. Der Newsletter greift aktuelle Themen der Freiwilligenarbeit auf. Im aktuellen dritten Newsletter meldet sich auch ein  Unternehmer zu Wort und eröffnet mit seinem Vorschlag einen Weg für eine gute Zusammenarbeit zwischen Handel und Ehrenamt.

Für die Netzwerkpartner bietet das „Engagierte Lilienthal“ einmal im Monat das Forum für Bürgerengagement in Form eines Marktstandes auf dem Marktplatz an. Dort können sich Vereine der Öffentlichkeit präsentieren, Menschen ansprechen, Fragen beantworten und, das ist der Wunsch aller Netzwerkpartner, weitere Ehrenamtliche für Ihre Arbeit gewinnen.

Im „Engagierten Lilienthal“ wird Engagement durch Vermittlung, Begleitung und Qualifikation gestärkt. Mit Fortbildungsangeboten greifen wir die vielschichtigen Bedarfe der Vereine und Institutionen nach Information und Qualifikation auf. Unser letztes Fortbildungsangebot zum Thema „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in gemeinnützigen Vereinen und Organisationen“ nutzten 18 TeilnehmerInnen am 29. Mai für ihre Arbeit. Weitere Themen wie Vereinsrecht, Excel für Vereine, Vereinssatzung, Aktives Zuhören, Versicherungen für Ehrenamtliche werden jetzt ausgearbeitet und in den nächsten Monaten angeboten.

Mit dem Spielefest der „Engagierten Stadt“ im Amtsgarten zum Thema „Alte Spiele wieder entdecken und neue Spiele kennen lernen“ verwandelt sich am Sonntag, dem 3. September der Amtsgarten im Zentrum Lilienthals wieder in eine große „Spielwiese“. Der TV-Lilienthal, die DLRG, der Ortsjugendring, der SV Lilienthal-Falkenberg, die Familienthaler, die Boule-Gruppe des Seniorenbeirates, die Flüchtlingsgruppen der Ökumene und Pro Asyl sowie die Bürgerstiftung Lilienthal laden Alt und Jung zu einem bunten Erlebnisnachmittag ein. Alte Spiele können wieder entdeckt und neue Spiele kennen gelernt werden. 50 Spielangebote von der Hüpfburg über Dosenwerfen, Einradfahren bis zum Handballspielen können ausprobiert werden. Die Engagierten der beteiligten Institutionen zeigen damit, wie bunt das bürgerschaftliche Engagement in Lilienthal ist und wie jeder daran mitwirken und ein Wir-Gefühl für alle Lilienthaler schaffen kann!

Am 24. September startet zum ersten Mal der „Tag der Lilienthaler“. Das Ziel dieser Veranstaltung unter dem Dach des „Engagierten Lilienthal“ ist es, jährlich einen Tag in jeweils einem der verschiedenen Ortsteile Lilienthals gemeinsam mit anderen Ortsteilen zu organisieren, so dass möglichst viele Lilienthaler an dem Fest teilhaben, sowohl aktiv als auch als Gast. Die Bewohner des gastgebenden Ortsteils präsentieren auf diese Weise ihren Ort mit seinen jeweiligen Besonderheiten und ermöglichen damit – das ist der große Wunsch aller – ein stärkeres Zusammenwachsen aller Ortsteile.

Sessions fürs Netzwerk

Das zweite Barcamp der Engagierten Stadt  findet am 28. September 2017 im Science Park in Kassel statt. Wie bereits im letzten Jahr möchten wir die Aktive der »Engagierten Städte« zusammenbringen, damit sie Wissen und Erfahrungen teilen und sich über unterschiedliche Modelle der Verantwortungsgemeinschaften austauschen können.

Barcamp-EngagierteStadt_quadrat_Kassel_rzGemeinsam wollen wir einen Blick auf Fragen und Herausforderungen, Best-Practice-Beispiele und Bedürfnisse der »Engagierten Städte« werfen: Welche Maßnahmen haben sich bei uns bewährt? Welche Erfahrungen können wir weitergeben und welche Probleme möchten wir gemeinsam mit anderen Aktiven diskutieren? Die „Engagierten Städte“ sind eingeladen eigene Sessionvorschläge einzureichen und im Rahmen der Workshops ihre Ideen und Fragen zu diskutieren. Neben der Weitergabe von Tipps & Tools und angeregten Diskussionen, ist natürlich auch Raum für Vernetzung. Die Veranstaltung findet ausschließlich für Teilnehmende des Programms Engagierte Stadt statt – eine gesonderte Anmeldungsmöglichkeit erhalten diese per Email.

Die Engagierte Stadt schreibt Geschichte(n)

Was braucht es eigentlich, um eine gute Geschichte zu erzählen? Schon vor über 2.000 Jahren hatte der Philosoph Aristoteles auf diese äußerst interessante Frage eine passende Antwort: Jede gute Geschichte benötigt einen Konflikt. Und mit Konflikten sehen sich auch die Macher der Engagierten Stadt oftmals konfrontiert. Was entsteht also, wenn viele Engagierte Städte zusammen kommen, um sich gegenseitig auszutauschen? Genau. Es entstehen gute Geschichten.

Weißwasser2Unter dem Titel „Unsere Wirkungsgeschichte – Selbstevaluation in der Praxis“ fand am Mittwoch, dem 21. Juni  in der Engagierten Stadt Weißwasser das vierte Engagement Forum statt. An dem eintägigen Workshop, der von der Syspons GmbH veranstaltet wurde, nahmen insgesamt 10 Teilnehmer Engagierter Städte aus Brandenburg, Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt teil.  Bereits zu Beginn berichtete Torsten Pötzsch, Oberbürgermeister und Schirmherr der Engagierten Stadt Weißwasser, offen und ehrlich über die Konflikte der drittgrößten Stadt im Landkreis Görlitz.  „Rentnerstadt“ oder „sterbende Stadt“ fassen die Resignierten das Problem der Überalterung und Perspektivlosigkeit im ländlichen Raum zusammen. Doch was kann dagegen unternommen werden? Eine mögliche Antwort lieferte direkt im Anschluss Manuela Thomas, Geschäftsführerin des Sozialen Netzwerk Lausitz und zugleich Prozessumsetzerin der Engagierten Stadt Weißwasser, indem sie aufzeigte, welches Potential in den Bürgern der Stadt schlummert. Aus Aktivitäten wie Saubermach-Aktionen, über Lernpaten für Kinder bis hin zur Mitgestaltung der Förderrichtlinie „Demografie“ resultieren Wirkungen – nämlich dass sich die Einwohner für ihre Heimat noch mehr einsetzen, weil sie wissen „wie“. Worum es geht, sind also Wirkungsgeschichten. Es macht zufrieden(er), nicht Teil einer „Eintagsfliege“ zu sein – darin waren sich alle einig.

Weißwasser1Die Engagierten Städte fassten Aktivitäten zusammen, leiteten daraus resultierende Wirkungen ab und kreierten letztendlich ihre eigene, kleine Erzählung. Viel Interessantes gab es zum Beispiel aus Görlitz zu berichten. Die Engagierte Stadt veranstaltete gemeinsam mit verschiedenen Akteuren eine Ehrenamtsbörse und brachte die große Vereinsvielfalt des Ortes zusammen. Jeder Bürger war eingeladen, um sich eben über genau diese Vielfalt zu informieren. So lernten sich nicht nur die hiesigen Vereine besser kennen. Auch die Einwohner der Stadt bekamen einen Eindruck, von der Fülle an Engagementmöglichkeiten und ließen sich davon inspirieren, vielleicht selbst für ihre Stadt die ein oder andere Idee mitzugestalten.
Die Engagierte Stadt Zwickau setzte sich gemeinsam mit vielen Aktiven und Engagierten künstlerisch mit dem Thema „Fremdenhass“ auseinander. OFFENHEIT, TOLERANZ, RESPEKT, WÜRDE wurden mit Kreide auf den Zwickauer Marktplatz geschrieben, als Reaktion auf einen rechten „Sternmarsch“. Übereifrige Putzteufel hatten damit wohl ein Problem und entfernten die Kreidemalerei wieder. Doch an ein Aufgeben war nicht zu denken und bereits 5 Wochen später wurde die Aktion öffentlich wiederholt und zwar mit vollem Erfolg. So entsteht eben Wirkung, die es ohne die Engagierte Stadt nie gegeben hätte.

Und auch die vielen weiteren Geschichten der Engagierten Städte zeigten, dass Konflikte nicht zu vermeiden sind. Doch aus Konflikten können auch immer Lösungen entstehen. Und so haben viele Geschichten am Ende doch ein „Happy End“.

Impulsworkshop „Unternehmenskooperationen initiieren“

Sie haben schon länger die Idee, dass es in Ihrer Stadt oder Region mehr und regelmäßigere Kooperationen zwischen Unternehmen und Zivilgesellschaft geben sollte – und Sie möchten wissen, was man dafür tun und wie man damit relativ einfach beginnen könnte?

Antwort erhalten Sie im Regionalen Impulsworkshop „Neue Verbindungen schaffen – Unternehmenskooperationen vor Ort initiieren“, zu dem upj Sie gemeinsam mit der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V. und den Lagfas Brandenburg und Sachsen-Anhalt einladen.

Termin: 16. Juni 2017 von 10.30 bis 16.30 Uhr
Ort: Franckestraße 5, 06110 Halle
Gastgeber: IHK Halle-Dessau
www.upj.de/impulsworkshop

Der Workshop richtet sich an gemeinnützige Organisationen und kommunale Stellen, die neue Kooperationen engagierter Unternehmen, zivilgesellschaftlicher Organisationen und der öffentlichen Verwaltung in ihrem Gemeinwesen entwickeln möchten, und bietet:

  • drei erfolgreiche Konzepte, die bereits in vielen Städten funktionieren,
  • konkrete Erfahrungen und Vorgehensweisen aus der Praxis,
  • praktische Tipps und hilfreiche Materialien.

Anschließend sind Sie gut gerüstet, um neue Kooperationen zwischen Wirtschaft und Gemeinwesen in Ihrer Region auf den Weg zu bringen, die neues Engagement, Kompetenzen und Ressourcen schaffen.

Die Regionalen Impulsworkshops werden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Das ausführliche Programm und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Sie unter www.upj.de/impulsworkshop

 

Die vernetzte Kommune

Sich zu vernetzen, ein funktionierendes Netzwerk zu bilden – was simpel klingt, kann in der kommunalen Praxis sehr schwierig sein: Was braucht eine Organisation, um kooperationsfähig zu sein? Wie kann ein Netzwerk auf Wirkung ausgerichtet werden? Und welche Kompetenzen braucht ein Netzwerk- und Quartiersmanager?

Die Veranstaltung „Die vernetzte Kommune“ der Bertelsmann Stiftung (Projekt: Synergien vor Ort) am 14. Juni 2017 in Düsseldorf Kaiserswerth (Hotel MutterHaus) widmet sich dem Mehrwert kommunaler Netzwerkarbeit mit einem Fokus auf die Felder der Senioren- sowie Kinder- und Jugendarbeit. Ziel der Veranstaltung ist es, auf konkrete Herausforderungen in der Netzwerkarbeit einzugehen, Handlungsansätze aufzuzeigen und gemeinsam mit Beteiligten Lösungen zu entwickeln.

Zielgruppe der Veranstaltung sind VertreterInnen aus Kommunen und von Nonprofit-Organisationen (insb. freien Trägern) aus den Feldern Senioren- und Kinder- und Jugendarbeit. Auch das praktische Netzwerken steht im Fokus – u.a. ist für den Vorabend des 14. Juni geplant, die Veranstaltung mit einem Get-Together aller Teilnehmenden zu beginnen.

Hier finden Sie das Veranstaltungsprogramm sowie kurze Workshop-Beschreibungen. Die Registrierung für diese Veranstaltung erfolgt online. Bitte melden Sie sich über folgenden Link an: Zur Anmeldung.

Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“ wird fortgesetzt

Das Programm „Engagierte Stadt“ unterstützt seit 2015 den Aufbau bleibender Engagementlandschaften. Um die Nachhaltigkeit des Programms zu sichern, startet 2018 eine zweite Förderphase.

Elke Ferner mit den Akteuren des Programms "Engagierte Stadt" © Anna Rozkosny
Elke Ferner mit den Akteuren des Programms „Engagierte Stadt“ © Anna Rozkosny

Am 27. April hat die Parlamentarische Staatsekretärin bei der Bundesfamilienministerin, Elke Ferner, das dritte Vernetzungstreffen im Programm „Engagierte Stadt“ eröffnet. In ihrer Begrüßungsrede unterstrich sie die Bedeutung lokaler Netzwerke für eine stabile Engagementstrukur:

„Deutschland hat eine aktive Zivilgesellschaft: rund 30 Millionen Menschen sind bürgerschaftlich engagiert. Dieses Engagement benötigt professionelle und gut vernetzte Anlaufstellen vor Ort. Hier setzt das Netzwerkprogramm ‚Engagierte Stadt‘ an: An 50 Standorten in Deutschland unterstützt es den Aufbau bleibender Engagementlandschaften. Diese erfolgreiche Arbeit zeigt, dass Engagement nicht nur eine Sache des Einzelnen ist. Es braucht viele Akteure vor Ort, die sich gegenseitig unterstützen und zusammenarbeiten. Ich freue ich mich, dass das Netzwerkprogramm in 2018 fortgesetzt wird.“

Zweite Programmphase

Die „Engagierte Stadt“ begleitet Menschen und Organisationen vor Ort auf ihrem gemeinsamen Weg zu starken lokalen Verantwortungsgemeinschaften. Das Netzwerkprogramm fördert keine Projekte, sondern Kooperationen aus Zivilgesellschaft, Politik und Unternehmen.

Um die begonnen Arbeit zu verstetigen und die Nachhaltigkeit der Netzwerke zu sichern, wird es von 2018 bis 2019 eine zweite Programmphase geben. Ab Mitte Mai 2017 können sich alle 50 bisherigen Standorte für eine Teilnahme an der Verstetigungs- und Transferphase bewerben.

Als Förderer kooperieren die öffentliche Hand (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und als Partner der zweiten Phase sechs Stiftungen (Bertelsmann Stiftung, Bethe-Stiftung, Breuninger-Stiftung, Joachim Herz Stiftung, Körber-Stiftung, Robert Bosch Stiftung). Die Partner legen dafür nicht nur Geld in einen Topf, sondern stellen auch Erfahrungen und Kompetenzen zur Verfügung.

Die Partner der ersten Phase des Programms sind: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Bertelsmann Stiftung, die BMW Foundation Herbert Quandt, der Generali Zukunftsfonds, die Herbert Quandt Stiftung, die Körber-Stiftung und die Robert Bosch Stiftung.

Bürgermeistertreffen im Bundesfamilienministerium

Die Bürgermeister der Kommunen aus dem Programm „Engagierte Stadt“ sind am 22. März im Bundesfamilienministerium zusammengekommen. Das Ministerium liegt in der Berlin Glinkastraße und der russische Komponist Glinka wurde auch gleich bemüht: „Es ist das Volk, das die Musik schafft; wir Musiker arrangieren sie nur“. Dieses Zitat ließe sich doch bestens auf den Umgang eines Bürgermeisters mit Engagement in seiner Kommune übertragen. Das fand Bürgermeisterin Verena Hergenröder aus dem sächsischen Ebersbach-Neugersdorf. Und 33 andere Verwaltungschefs aus dem ganzen Bundesgebiet, von Rheinfelden an der Schweizer Grenze bis zu Flensburg im hohen Norden, sahen das ähnlich:  Als Dienstleister der Bürger, als Scharnier zwischen Bürgerschaft und Verwaltung, als Anker und Rückgrat für Engagement beschrieben sie ihre Rolle für lokales Engagement.

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Foto: Anna Rozkosny

Beim Bürgermeistertreffen ging es vor allem darum, wie bürgerschaftliches Engagement vor Ort funktioniert, welchen Rahmen es braucht und wie Verantwortungsgemeinschaften vor Ort wachsen können. 34 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister folgten der Einladung.  Dr. Heiko Geue, Leiter der Grundsatzabteilung im BMFSFJ,  beschrieb, wie stolz man im Ministerium auf die „Engagierte Stadt“ sei, mit der Neuland beschritten worden sei: Trisektorale Förderung, Konzentration auf die Infrastruktur für Engagement – und das alles mit Respekt vor dem Eigensinn der Zivilgesellschaft. Im  Programm sei es exzellent gelungen, lokale Engagementnetzwerke zu fördern, ohne dass sich die Förderer thematisch einmischten.

Dr. Christoph Emminghaus von der SysponsGmbH präsentierte einige Evaluationsergebnisse: Lediglich 30% der Engagierten Städte verfügen demnach bereits über eine eigene Verwaltungseinheit zur Engagementförderung. Engagierte Städte haben aber immer dann bessere Chancen, z.B. ihre Kerngruppen zu vergrößern, wenn die Verwaltung mit an Bord ist. Und sie erreichen zu 20% besser ihre selbst gesteckten Ziele, wenn sie auch die lokale Wirtschaft einbinden können. Die Potenziale gemeinsamen Wirkens als strategisches Grundkonzept der Engagierten Stadt stellte Uwe Amrhein von Generali Deutschland vor. Er plädierte dafür, nicht einzelne Engagementprojekte zu fördern, sondern „Ökosysteme für Engagement“ vor Ort zu schaffen, mit denen man jeder Herausforderung mit einer stabilen Struktur begegnen könne.

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Foto: Anna Rozkosny

Dann trugen die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen selbst an runden Tischen ihre Erfahrungen zusammen, wie vor Ort Kooperationen gelingen können: Prozesse müsse man ergebnisoffen gestalten, man brauche gute Steuerung, aber auch  Arbeitsteilung und eine transparente Kommunikation. Und die Politik als Partner? Viele Bürgermeister verwiesen auf eine angespannte Finanzsituation. „Aber wir können immer Türöffner sein“, so Kaufbeurens Bürgermeister Bosse, der allerdings selbst auch eine eigene Abteilung zur Stärkung und Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in seiner Stadt etabliert hat. In zehn Jahren sei „Kaufbeuren-aktiv“ als Koordinierungszentrum zur festen Größe in der Stadt geworden. Eine Einrichtung, die sich bewähre und sogar rechne, könne sie sich doch auch erfolgreich um Förderung bewerben.

Plattformen für den laufenden Austausch mit Bürgern, Engagementlotsen in der Verwaltung oder der Bürgermeister als Gestalter und Moderator. Vieles wird in vielen Orten schon erprobt. Und „es tut sich immer mehr, wenn es der Chef ernst nimmt“, bilanzierte abschließend Moderator Dr. Christoph Eichert, selbst ehemaliger Oberbürgermeister. Ehrenamt brauche Hauptamt – und das sei der Beitrag der Kommunen.

Herausforderungen von Engagementnetzwerken

Eine Auseinandersetzung mit den Herausforderungen von Engagementnetzwerken ist das Thema eines Vortrags von Dr. Thomas Röbke, geschäftsführender Vorstand des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern e.V. und Vorsitzender des BBE-SprecherInnenrates. Aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet er Funktionsweisen, Beispiele und Bedeutung von Engagementnetzwerken. Dabei erläutert er die Vernetzungsstrukturen des bürgerschaftlichen Engagements als einen Zusammenhang von ansonsten getrennten Netzwerkstrukturen: »Die hybride Struktur des Bürgerschaftlichen Engagements mag manchmal nervig sein, weil es sich nicht an Amtszuständigkeiten hält, aber es ist in seiner grenzüberschreitenden Art auch ungemein hilfreich, weil es sich nicht von Amtszuständigkeiten einschüchtern lässt.« Mit Blick auf dieses Phänomen setzt er sich detailliert mit den Freiwilligenagenturen als Netzwerkakteuren auseinander. Bei dem unten stehenden Beitrag handelt es sich um einen Vortrag den Herr Dr. Röbke auf der Festveranstaltung „10 Jahre Lagfa Brandenburg“ in der Staatskanzlei Potsdam am 25. Januar 2017 hielt.

http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2017/02/newsletter-03-roebke.pdf 

Gestatten, Akademie für Ehrenamtlichkeit

Im Programm Engagierte Stadt begleitet seit neustem die Akademie für Ehrenamtlichkeit (AfED) die Teilnehmenden der Engagierten Städte bei ihren Treffen in Regionalgruppen.  Die Akademie moderiert die Treffen und bietet Methoden an, mit denen Peer-to-Peer Beratung durchgeführt werden können. Die Engagierten Städte können im geschützten Raum, ihr eigenes Handeln reflektieren und dabei neue Impulse für die eigene Arbeit mitnehmen und voneinander lernen. Wir haben Ana-Maria Stuth von der AfED ein paar Fragen gestellt, lernen Sie sie und die Akademie
kennen:

Was ist die Akademie für Ehrenamtlichkeit?

afedDie AfED ist seit über 20 Jahren in der Qualifizierung, Organisations- und Qualitätsentwicklung von  gemeinnützigen Einrichtungen tätig. Als bundesweites Kompetenzzentrum unterstützt die AfED Non Profit Organisationen durch Qualifizierung und  Prozessbegleitung in der  (Weiter-)Entwicklung ihrer Freiwilligenkultur und ihrer  Organisation. Wir entwickeln und führen Projekten und Programme  durch, die diese Ziele unterstützen und  setzen und dafür ein attraktive Rahmenbedingungen für das freiwillige Engagement in Organisationen und Initiativen zu schaffen. Neben den Beratungs- und Qualifizierungsangeboten im Bereich Freiwilligenkoordination und -management unterstützen wir in verschiedenen Projekten und Programmen Non-Profit-Organisationen in ihrer Organisationsentwicklung und führen Moderationen für Vereine und Initiativen durch.

Können Sie sich und Ihre Kolleginnen selbst kurz vorstellen, Frau Stuth?

stuthIch bin Geschäftsführerin der Akademie für Ehrenamtlichkeit und  führe seit vielen Jahren Qualifizierungen für gemeinnützige Organisationen. Ich durfte sehr unterschiedliche gemeinnützige Organisationen kennen lernen und  sie im Bereich Organisationsentwicklung und Change-Management begleiten.  Ich habe Politikwissenschaft, Romanistik und Psychologie studiert sowie das Hagener Zertifikatsstudium Management absolviert.

Das Programm Engagierte Stadt betreue ich gemeinsam mit meinen Kolleginnen Ulrike Gringmuth-Dallmer und Susanne Saliger. Frau Gringmuth-Dallmer ist Projektleiterin in der Akademie für Ehrenamtlichkeit mit dem Schwerpunkt auf Fragen des Strategischen Freiwilligenmanagements. Sie schaut mit dem Blick der systemischen Beraterin auf OE-Prozesse und arbeitet mit kreativen Methoden. Frau Saliger leitet die Quifd-Agentur „Qualität in Freiwilligendiensten“. Sie bringt Erfahrung als langjährige Beraterin von nationalen und internationalen Non-Profit-Organisationen, als Evaluatorin von Projekten und Programmen sowie als Trainerin in der Jugend- und Erwachsenenbildung mit. Wir arbeiten alle mit einer Mischung aus Prozessbegleitung und Fachberatung und bringen Beispiele aus dem Alltag von Organisationen.

Worauf freuen Sie sich nun im Programm Engagierte Stadt?

Die Zusammenarbeit mit engagierten Menschen, die etwas verändern wollen macht uns im Team eine besondere Freude. Ihnen dabei zu helfen, ihre Ziele zu erreichen und ihnen genau die Unterstützung zu geben, die sie brauchen, treibt mich an und ist für die Akademie für Ehrenamtlichkeit ein wichtiger Ansporn.

Kooperationen richtig gestalten

opentransferWenn gemeinnützige Akteure kooperieren, können sie Initiativen erfolgreich und für die Gesellschaft besonders wertvoll machen. Aber es reicht nicht aus, gemeinsam etwas tun zu wollen. Es bedarf noch an einiges mehr. In ihrem Webinar bei openTranser.de gibt uns Nandita Wegehaupt, Projektleiterin bei der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, wertvolle Tipps wie man Kooperationen richtig gestaltet. Eine Kooperation bedeutet sowohl Finanzen zu bündeln, als auch Know-how und Netzwerke. Erfolgreich kann eine gemeinsame Initiative nur dann werden, wenn sie strategisch auf die Beteiligung verschiedener Akteure ausgerichtet ist. Im Webinar geht es darum, wie solche Kooperationen zwischen fördernden und operativen Partnern gestaltet werden können.

Sehen können Sie das Webinar hier: https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=NIOmTAYN90g

Die Präsentation zum Webinar finden Sie hier.

 

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