Das hilft der engagierten Stadt

Dialog und Kommunikation

Auf der Website www.stifter-helfen.net werden regelmäßig Webinare angeboten. Hier geben Fach- und Führungskräfte ihr Wissen pro bono weiter an die gemeinnützige Welt. Ganz besonders möchten wir auf die folgenden beiden Online-Seminare hinweißen:

„Auf in den Dialog! So sieht zeitgemäße Pressearbeit aus“

Was zeichnet zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit aus, warum ist Storytelling auch in der Pressearbeit so wichtig und wie können soziale Netzwerke effektiv dafür genutzt werden? In diesem Webinar am 05. September erhalten Sie zahlreiche Tipps mit anschaulichen Praxisbeispielen von Stiftungen, politischen Akteurinnen und Akteuren und Unternehmen. Mehr Informationen finden Sie hier: http://webinare.stifter-helfen.net/webinar1

„Eine Aktion über Soziale Medien kommunizieren“

Die Vorbereitungen für eine Veranstaltung oder Aktion laufen auf Hochtouren, Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen eingeladen werden, im besten Fall wird die Veranstaltung vor Ort dokumentiert und sogar live oder nachträglich veröffentlicht. Welche Tools aus den Sozialen Netzwerken können hierfür mit eingebunden werden? Wie können Teilnehmer im Vorfeld angesprochen und aktiviert werden und wie können die Kanäle aus den Sozialen Netzwerken in die „klassische“ Kommunikationsarbeit mit eingebunden werden? Antworten auf all die oben aufgelisteten Fragen erhalten Sie beim Webinar am 06. September. Bei Interesse besuchen Sie folgende Website: http://webinare.stifter-helfen.net/webinar2

Beide Webinare sind speziell für all jene konzipiert, die beim Tag der Stiftungen 2017 mitmachen wollen, indem Sie Ihre Geschichte erzählen oder eine Veranstaltung planen.

Kostenlose Einzelberatung

Bewerbungsmöglichkeit zur kostenlosen Einzelberatung mit einem Wirtschaftsprüfer! Transparenz-leicht-gemacht ist ein Projekt des Deutschen Spendenrat e.V., dem Dachverband Spenden sammelnder gemeinnütziger Organistationen. Es wird durch eine Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit der Unterstützung seiner Mitgleidsorganisationen sowie der Expertise seines Alleinstellungsmerkmals, dem Wirtschaftsprüferausschuss, realisiert.

Gerade fachfremde und ehrenamtlich Engagierte stoßen bei Ihrer Arbeit oft an ihre Grenzen. Durch die individuelle Beratung durch einen auf das Gemeinnützigkeitsrecht spezialisierten Wirtschaftsprüfer können erste Grundlagen für den weiteren Aufbau von transparenten Strukturen im Finanzbereich der jeweiligen Organisation gesetzt werden. Mehr Informationen zum Projekt Transparenz-leicht-gemacht und wie Sie sich bewerben können finden Sie unter www.transparenz-leicht-gemacht.de/projekt/.

Ausschreibung Actors of Urban Change

Neue Actors of Urban Change gesucht! Das Programm fördert nachhaltige, partizipative Stadtentwicklung durch kulturelle Aktivitäten und sektorenübergreifende Kooperationen. Bis zum 22. September können sich Teams aus ganz Europa bewerben mit Projektideen, die ihre Stadt lebenswerter machen. Das Besondere daran: Je ein Akteur aus dem kulturellen/non-profit, dem öffentlichen und dem privaten Sektor arbeiten gemeinsam etwa anderthalb Jahre an der Umsetzung dieser Projekte. Dazu erhalten sie finanzielle Unterstützung (bis zu 13.000 € pro Team), nehmen am internationalen Qualifizierungsprogramm mit einem Fokus auf peer-learning teil, und profitieren vom europaweiten Austausch im Netzwerk.

Alle Infos zum Programm der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit MitOst e.V. und zur aktuellen Ausschreibung sind zu finden unter www.actors-of-urban-change.eu

Ausschreibung: 100 Beratungsstipendien

startsocial schreibt den 14. bundesweiten Wettbewerb für soziale Initiativen aus. Bis zum 30. Juni 2017 können sich Organisationen, Projekte und Ideenträger unter www.startsocial.de bewerben. Der Wettbewerb richtet sich an alle Engagierten, die an der nachhaltigen Lösung eines sozialen Problems arbeiten und dabei Ehrenamtliche einbinden. Jeder Bewerber erhält ein individuelles Feedback mit Anregungen zur Weiterentwicklung. Die 100 überzeugendsten Initiativen werden mit viermonatigen Beratungsstipendien unterstützt. Auf einer Preisverleihung in Berlin werden anschließend die besten 25 geehrt. Sieben von ihnen erwarten dort Geldpreise im Gesamtwert von 35.000 EUR. Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt den Wettbewerb seit ihrem Amtsantritt als Schirmherrin mit einem Sonderpreis.

Den roten Faden weiterspinnen

Als sich Hans Werner Preuhsler zum Netzwerktreffen der Engagierten Stadt aufmacht, hat er nur eine vage Vorstellung, was ihn in Berlin erwartet. Eine konkretes Anliegen hat er jedoch in jedem Fall: Preuhsler möchte seine Vision vorantreiben: eine an den Genossenschaftsprinzipien angelehnte Trägerstruktur für das künftige ehrenamtliche Engagement im thüringischen Apolda, um die Stadt und das Umland noch lebenswerter zu machen. Der Gründungs- und Finanzierungsbegleiter der Thüringer Mikrofinanzagentur steckt viel Zeit in sein Ehrenamt. Was treibt Preuhsler an, neben Familie und Job Treffen zu organisieren, Berichte zu schreiben und selbst mit anzupacken? Zum einen die in gut 10 Jahren gewachsene Verbundenheit mit seiner Wahlheimat, die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten in Apolda und in der Region sowie insbesondere das Zusammensein mit anderen engagierten Menschen, die sich in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl einbringen. Menschen, wie es sie in vielen Städten Deutschlands gibt, von denen 50 das Siegel „Engagierte Stadt“ tragen.

170427 ES-29Im April sind 120 dieser Menschen zum dritten Netzwerktreffen der Engagierten Stadt in Berlin zusammengekommen (Fotos hier). Er habe die Hoffnung, andere Engagierte kennenzulernen und sich austauschen zu können, sagt Preuhsler am Rande des Treffens in der Robert Bosch Stiftung, einem der Partner, die hinter dieser Initiative stehen.

„Oft fühlt man sich als Engagierter in seiner Region alleingelassen“, ergänzt ein anderer Teilnehmer. Beide Männer sind sich einig, dass die Engagierte Stadt dies verändert hat: Wer sich engagiert, weiß, dass es noch in vielen weiteren Städten Menschen gibt, die das ebenfalls tun.

170427 ES-Ferner1Das Programm Engagierte Stadt, das 2015 auf Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung, der BMW Stiftung Herbert Quandt, der Generali Deutschland AG, der Herbert Quandt Stiftung, der Körber-Stiftung und der Robert Bosch Stiftung ins Leben gerufen wurde, setzt genau da an. Gegenseitige Hilfestellung, Vernetzung und Voneinander-Lernen seien zentrale Aspekte des Programms, betont die Parlamentarische Staatssekretärin Elke Ferner (SPD) in ihrer Rede beim Netzwerktreffen. „Das ist einzigartig!“

Kein Wunder also, dass sich das Bundesministerium mitsamt alten und neuen Partnern dazu entschlossen hat, das Programm um zwei weitere Jahre zu verlängern. Die Devise lautet: stabile und fruchtbare Zusammenarbeit durch dauerhafte Förderung, anstatt kurzlebiger Leuchtturmprojekte.

Bei der Veranstaltung sind die Plätze schnell gefüllt. Viele Teilnehmer nicken sich zu, man kennt sich, ist seit Anfang an dabei und freut sich Mitstreiter zu sehen. Unter den Engagierten sind Kindergärtner, Landschaftsarchitektinnen sowie Verwaltungsangestellte. Was sie eint, ist die Idee, dass die Gesellschaft ehrenamtliches Engagement benötigt.

170427 ES-16Was sie antreibt, beschreibt dann Gerald Hüther: „Wir haben kein Erklärungsproblem. Wir haben ein Umsetzungsproblem“, sagt der Neurobiologe zu Beginn – und erntet Zustimmung aus dem Publikum. Hans Werner Preuhsler sieht das ganz ähnlich, er drückt es nur anders aus: „Wir haben eigentlich viele Menschen, die loslegen und helfen möchten. Damit wir aber nicht immer nur über ehrenamtliches Engagement reden, benötigen wir vernetzte Ermöglichungsstrukturen mit einem offenen und niedrigschwelligen Zugang, der für potenzielle Mitmacher attraktiv ist, Raum für ein aktives selbstbestimmtes Engagement bietet und auch die Kommunikationswege des Internet nutzt.“

170427 ES-11Für alle im Raum steht fest: Der Erfolg einer Engagierten Stadt steht und fällt mit den Personen, die daran beteiligt sind. Immerhin zeigt der aktuelle Engagementbericht des Familienministeriums eine positive Tendenz auf. Es gibt wieder mehr Menschen, die sich für das Gemeinwohl einbringen wollen.

Menschen wie Hans Werner Preuhsler. Am Ende des Netzwerktreffens ist auch er zufrieden. Zwei anstrengende Tage liegen hinter ihm und trotzdem versprüht er immer noch dieselbe Energie wie zu Beginn, die Lust etwas zu bewegen. Für sich und die Menschen in Apolda, seiner Engagierten Stadt.

Hier können Sie sehen, was in Engagierten Städten wie Flensburg oder Stendal passiert: https://www.youtube.com/watch?v=npW3E8vo_vE

 

 

Die vernetzte Kommune

Sich zu vernetzen, ein funktionierendes Netzwerk zu bilden – was simpel klingt, kann in der kommunalen Praxis sehr schwierig sein: Was braucht eine Organisation, um kooperationsfähig zu sein? Wie kann ein Netzwerk auf Wirkung ausgerichtet werden? Und welche Kompetenzen braucht ein Netzwerk- und Quartiersmanager?

Die Veranstaltung „Die vernetzte Kommune“ der Bertelsmann Stiftung (Projekt: Synergien vor Ort) am 14. Juni 2017 in Düsseldorf Kaiserswerth (Hotel MutterHaus) widmet sich dem Mehrwert kommunaler Netzwerkarbeit mit einem Fokus auf die Felder der Senioren- sowie Kinder- und Jugendarbeit. Ziel der Veranstaltung ist es, auf konkrete Herausforderungen in der Netzwerkarbeit einzugehen, Handlungsansätze aufzuzeigen und gemeinsam mit Beteiligten Lösungen zu entwickeln.

Zielgruppe der Veranstaltung sind VertreterInnen aus Kommunen und von Nonprofit-Organisationen (insb. freien Trägern) aus den Feldern Senioren- und Kinder- und Jugendarbeit. Auch das praktische Netzwerken steht im Fokus – u.a. ist für den Vorabend des 14. Juni geplant, die Veranstaltung mit einem Get-Together aller Teilnehmenden zu beginnen.

Hier finden Sie das Veranstaltungsprogramm sowie kurze Workshop-Beschreibungen. Die Registrierung für diese Veranstaltung erfolgt online. Bitte melden Sie sich über folgenden Link an: Zur Anmeldung.

Weißwasser veranstaltet Workshop „Öffentlichkeitsarbeit für soziale Themen“

Weißwasser2Die Engagierte Stadt Weißwasser weiß um die Bedeutung und Wichtigkeit einer guten Vernetzung nach innen sowie einer gelungenen Öffentlichkeitsarbeit nach außen. Nur so können die über 120 Vereine und sozialen Initiativen in Weißwasser mehr Menschen und Fürsprecher für ihre Themen erreichen.

Mit diesem Wissen versuchen wir nun das, was wir im Prozess lernen weiter zu geben und die Methodik des Programmbüros der Engagierten Stadt dabei aufzugreifen.

Weißwasser3Bei unserem Workshop „Öffentlichkeitsarbeit für soziale Themen“ nahmen wir uns Uwe Amrhein als Vorbild, kombinierten das Erlernte aus den Webinaren mit eigenen Erfahrungen im regionalen Kontext und los ging es: 18 Vertreter sozialer Organisationen, Vereine und Selbsthilfegruppen folgten unserer Einladung. Gemeinsam erarbeiteten und übten wir, wie wir unsere individuellen Themen kommunizieren, wen wir mit Öffentlichkeitsarbeit erreichen können und wie das gelingt, was eine erfolgreiche Pressearbeit aus macht und wie eine Pressemitteilung richtig gestaltet werden kann.

Der Wunsch der Teilnehmer nach dem Tagesworkshop: Mehr davon. Besonders die Themen Kommunikation, kreatives Schreiben und die Gestaltung von Werbemittel sind die „Renner“ auf der Wunschliste. Es wird dann wohl einen neuen und nachhaltigen Schwerpunkt geben in der Engagierten Stadt Weißwasser. Irgendwann vielleicht auch als begleitender Finanzierungsbestandteil?! Denn wo es Geld dafür gibt, verraten wir unseren Interessierten auch. 🙂

Vom Emsland lernen

Warum ist das Emsland so erfolgreich? Die Erklärung ist so einfach wie banal: Es liegt, und das zeigen viele Studien zur Entwicklung im ländlichen Raum, an den Menschen. Immer wieder gibt es einzelne Orte oder ganze Regionen, die gegen alle Prognosen des demografischen Wandels stabil sind. Und immer stößt man in diesen Gebieten auf tatkräftige Bürger, auf Unternehmer oder Bürgermeister, die etwas auf die Beine stellen, die andere mitzureißen und ein positives Wir-Gefühl zu erzeugen vermögen.

Im Emsland scheint dies besonders gut zu funktionieren. Der dortige Menschenschlag ist es gewohnt, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, weil es früher gar nicht anders ging. Die Emsländer waren lange auf sich selbst gestellt und konnten kaum Hilfe von außen erwarten. In diesen harten Zeiten ist ein unerschütterlicher Glaube an die eigenen Fähigkeiten entstanden, der vor ein paar Jahren darin gipfelte, dass sich die Emsländer kurzerhand eine aus privaten und kommunalen Mitteln finanzierte eigene Autobahn gebaut haben. Mit diesem Selbstbild heben sich die Emsländer deutlich ab von anderen entlegenen Gebieten, die sich mitunter als Opfer eines Strukturwandels sehen und sich diesem kampflos ergeben.

Emsland
Darstellung des Berlin-Institut

Die Zivilgesellschaft, die anderswo immer wieder als wichtige Stütze der Gesellschaft angemahnt wird, ist im Emsland fest verankert. Sie bindet die Menschen zusammen, absorbiert auch viele Zugezogene und sorgt für ein Verantwortungsgefühl, das auch die Jungen anspricht, die ungewöhnlich ortsgebunden sind, ja sogar häufig nach Ausbildung oder Studium zurückkommen in ihre dörfliche Heimat.

Hier können Sie die lesenswerte Studie „Von Kirchtürmen und Netzwerken. Wie engagierte Bürger das Emsland voranbringen“  des Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung lesen.

Engagement junger Menschen

Die Generation Y wünscht sich oft, selbst ihre Ziele setzen und ihre eigenen Projekte bauen zu können. Seit 2013 begeistert die gemeinnützige Organisation Project Together junge Menschen im Alter von 15-25 Jahren zum Anpacken ihrer eigenen Ideen und begleitet diese bei der Umsetzung ihrer Projekte. Die 60 ehrenamtlichen Coaches haben inzwischen über 200 Projektgründer bei der Realisierung ihre Ideen unterstützt. Durch ein Coaching via Skype gewinnen die Jugendlichen in besonderem Maß an Selbstvertrauen darin, selbst Lösungen zu gesellschaftlichen Problemen zu entwickeln und gemeinsam umzusetzen.

Zusammen mit ihrem Coach können die Projektgründer je nach Entwicklungsstufe ihres Projekts Ideen spinnen oder konkretisieren, Gedanken ordnen und strukturiert über Lösungswege nachdenken, Entscheidungen durchsprechen und Lösungsansätze ausprobieren. So wächst das Projekt nachhaltig mit Unterstützung von Project Together. Die Coaches sorgen dafür, dass die Projektgründer zum richtigen Zeitpunkt die nötigen Schritte gehen, frühzeitig Indikatoren finden, die ihnen Hinweise geben, in welche Richtung das Projekt entwickelt werden könnte und schnell mit der Zielgruppe sprechen, sodass Klarheit besteht, ob das Projekt überhaupt den gewünschten das gewünschte Ziel erreicht.

Bei der Umsetzung der Projektideen unterstützt ProjectTogether die jungen Menschen zusätzlich durch ein breites Netzwerk an Experten, öffentliche Aufmerksamkeit von sozialen Medien bis ins Radio und baut Brücken zu erfolgreicher Anschlussförderung. Die Projekte decken dabei viele gesellschaftliche Bereiche ab – von Integration, über Bildungsgerechtigkeit bis hin zu Umweltschutz und haben bereits bei 16 Projekten zur Gründung von gemeinnützigen Vereinen und Unternehmen geführt.

Dieses Know-How möchte Project Together gerne an die Engagierten Städte weitergeben: Im Rahmen eines sogenannten “Train-the-Trainer Programms” sollen EhrenamtskoordinatorInnen ausgebildet werden, die Jugendliche dazu aktivieren, soziale Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Projekte umzusetzen. Wenn Sie Interesse an einem Austausch haben und lernen möchten, wie man gerade jene jungen Menschen erreicht, die sich noch nicht engagieren, wenden Sie sich an den Geschäftsführer von Project Togehter, Michael Heider unter mheider@projecttogether.org.

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