Das hilft der engagierten Stadt

Das engagierte Konzept in Gießen

Unser Konzept zielt auf die Stärkung und Vernetzung von Initiativen, Projekten und Einrichtungen, die Engagement nutzen, fördern und neue Formate entwickeln. Zweierlei ist dabei für uns besonders wichtig:

  • Die Vielfalt schon vorhandener Ansätze, Projekte, Vereine zu berücksichtigen: es gibt in der Stadt in einigen Bereichen schon wichtige Vernetzungsansätze, die wir einzubeziehen suchen, aber deren Eigenständigkeit es auch zu respektieren gilt.
  • Schwerpunkte der Zusammenarbeit und Vernetzung zu entwickeln, die auf unserer bisherigen Arbeit aufbauen: Unsere Arbeitsschwerpunkte für eine Engagierte Stadt setzen dort an, wo wir in den letzten Jahren Kompetenz und Kontakte aufbauen konnten

Sechs Achsen der Zusammenarbeit und Vernetzung haben wir für uns  als Engagierte Stadt Gießen festgelegt.

  • Engagement von Unternehmen und lokalen Organisationen
  • Lernwerkstadt, Qualifizierung, Fachtage
  • Den Boden bereiten – Engagement im Quartier
  • Persönliche Unterstützung und Hilfe
  • Engagement für Flüchtlinge und Migranten
  • Engagement & Partizipation, Lokale Bürgergesellschaft und Politik

Die ersten zwei möchten wir gleich hier vorstellen, die anderen in weiteren Mitteilungen.

Engagement von Unternehmen und lokalen Organisationen

Beim Ansprechen der sozialen Verantwortung von Unternehmen, aber auch lokaler Organisationen, wie etwa der Schulen, geht es vor allem um Verstetigung von Unterstützungsbeziehungen, nicht allein um punktuelle materielle Hilfe. Ziel ist es, nachhaltige und passgenaue Formen der Kooperation mit sozialen und kulturellen Einrichtungen aufzubauen.

Die Erfahrung aus zwei Freiwilligentagen, die wir organisiert haben, hat nicht nur gezeigt wie wichtig es ist, die unterschiedlichen Angebote und Bereitschaften von Unternehmen zu berücksichtigen, sondern auch, dass unkonventionelle ad hoc Partnerschaften bei den gemeinnützigen Vereinen und Organisationen zu einem erheblichem Mehraufwand führen und Nachhaltigkeit oft ausbleibt. Statt eines großen Freiwilligentages – als Event – haben wir daher die Argumente der Beteiligten aufgenommen und versuchen nun, uns stärker an den jeweiligen Alltagsbedingungen in den Einrichtungen und Betrieben zu orientieren Nun zählen passgenaue Team-Tage zum Angebot unseres Freiwilligenzentrums. „Wir (z.B.: AWO und Karstadt) sind ein Team der Engagierten Stadt“.

Lernwerkstadt, Qualifizierung, Fachtage

Hier arbeiten wir daran, gezielte Lernmöglichkeiten unter Einbeziehung von Partnern wie z.B. der Volkshochschulen und anderer lokalen Bildungsträgern zu entwickeln und das Lernen von guter Praxis („Wie haben Sie das geschafft?“) zu entwickeln. Wir versuchen, Qualifizierung durch erfahrungsgestütztes Lernen fördern, anstatt lediglich auf das Wissen von Fachleuten zurückzugreifen. Lernen heißt für uns aber auch, in der Stadtöffentlichkeit Diskussionen und ein Nachdenken darüber anzustoßen, wo es in Sachen Partizipation und Engagementförderung hakt und besser laufen könnte.

Nicht nur bei Kursen und Seminaren, auch bei öffentlichkeitsorientierten Veranstaltungen können traditionelle Ehrenamtler und neue Initiativen einander kennen lernen. Die Lernwerkstadt ist auf dem Weg zu einer Marke. Durch unterschiedliche Formate und Themen erfreut sie sich einer ständig wachsenden Teilnehmerzahl. Ein „AfterWork Networking“, beschränkt auf 90 Minuten, mit gezielt anmoderiertem Erfahrungsaustausch hat gute Resonanz erzielt. Kein Stuhl war mehr frei, als ein Steueranwalt über „Gemeinnützigkeit mit Ecken und Kanten referierte“ – die Probleme, die dann auftreten wenn Initiativen und Vereine wirtschaftlich tätig sind.

Von Prof. Dr. Adalbert Evers, Engagierte Stadt Gießen

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