Berlin, 22. Juni 2026. Das Erfolgsprogramm »Engagierte Stadt« schlägt nach elf Jahren Bundesförderung neue Wege ein. Am 1. Juli 2026 wird die „Engagierte Stadt“ zum eigenständigen Netzwerk Engagierte Stadt e.V. ! Die Selbstorganisation wird dadurch entscheidend gestärkt. Zudem wird das bürgerschaftliche Engagement auf kommunaler Ebene in den 108 »Engagierten Städten« in Deutschland verstetigt.
Das im Jahr 2015 entwickelte Bundesprogramm „Engagierte Stadt“ wurde durch das BMBFSFJ[1], private Stiftungen, Unternehmen, dem BBE[2] und der DSEE[3] getragen. Das Programm hat nach vier Förderphasen sein Förderziel erreicht und geht zum 01. Juli 2026 über in die strategische und operative Leitung des Netzwerk Engagierten Stadt.
Bundesbildungsministerin Karin Prien würdigt diesen Schritt: „Die 108 Engagierten Städte zeigen: Engagement wirkt. Engagement vor Ort verbindet die Menschen und verbessert ihre Lebensqualität. Die Ziele des Förderprogramms sind erreicht: Es sind belastbare und gut aufgestellte Netzwerke in den beteiligten Städten entstanden. Die »Engagierte Stadt« ist bekannt und gemeinsam mit starken Partnern in den Bundesländern und Regionen ist das Netzwerk hervorragend für die Zukunft aufgestellt. Mit Netzwerken lassen sich Ideen vor Ort besser umsetzen, sie stärken Zusammenhalt und Demokratie in Städten und Gemeinden.“
Auch Sven Tetzlaff, Bereichsleiter Demokratie in der Körber-Stiftung, wertschätzt den anstehenden Prozessschritt: „Die »Engagierte Stadt« zeigt, was möglich wird, wenn Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über Jahre hinweg gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Der Schritt in die Eigenständigkeit ist ein klares Zeichen für gewachsenes Vertrauen, Gestaltungswillen und Verantwortungsübernahme der beteiligten Akteure.“
Dr. Kirsten Witte, Direktorin Zentrum für digitale Gesellschaft und nachhaltige Kommunen der Bertelsmann Stiftung konstatiert den Prozess: „Die »Engagierte Stadt« hat sich in den vergangenen Jahren von einem Förderprogramm zu einer bundesweiten Bewegung entwickelt. Dieser Erfolg ist vor allem das Verdienst der vielen engagierten Menschen vor Ort. Die Vereinsgründung ist ein wichtiger Schritt für die langfristige Verstetigung und Unabhängigkeit. Die Bertelsmann Stiftung wird diesen Übergang aktiv begleiten und den neuen Verein in der Aufbauphase unterstützen.“
Aus dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement ((BBE) erfolgen die besten Wünsche für die Zukunft des Netzwerks von Dr. Lilian, Schwalb, Geschäftsführerin des BBE: „Die »Engagierte Stadt« ist ein großer Erfolg. Das BBE ist stolz darauf, an der Stärkung der Strukturen vor Ort mitgewirkt zu haben. Diese gilt es nun zu erhalten und auszubauen. Dem Verein wünschen wir dafür viel Erfolg und gutes Gelingen. Das BBE will weiterhin zum Aufbau und der Weiterentwicklung starker Netzwerke beitragen und bleibt gerne zivilgesellschaftliche Partnerin des Netzwerks.“
Jan Holze, Vorstand der DSEE, blickt würdigend auf den anstehenden Prozess: „Das Programm »Engagierte Stadt« hat in Deutschland vieles in Bewegung gebracht und kann zurecht als Erfolgsprojekt bezeichnet werden. Als DSEE wollen wir dazu beitragen, dass das auch in neuer Aufstellung so bleibt.“
Netzwerk-Bundessprecher Jochen Beuckers skizziert die Zukunft: „Die »Engagierte Stadt« hat eindrucksvoll bewiesen, was lokale Gestaltungskraft und starke Partner gemeinsam bewirken können. Aus einem Förderprogramm ist ein bundesweites Netzwerk entstanden, das Engagement vor Ort stärkt und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert. Die Verstetigung als eigenständiges Netzwerk ist ein wichtiger Meilenstein. Sie zeigt, dass die Idee trägt: Engagierte Städte lernen voneinander, unterstützen sich gegenseitig und entwickeln gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen vor Ort. Dass das Netzwerk diesen Schritt nun aus eigener Stärke geht, ist ein Erfolg aller Beteiligten und ein starkes Zeichen für die Zukunft einer nachhaltigen Engagementförderung in Deutschland.“
Pressekontakt:
Netzwerk Engagierte Stadt e.V.
Jochen Beuckers, Bundessprecher
c/o Forum Ehrenamt
Haus Heisterbach, 53639 Königswinter
E-Mail: ed.tdatsetreigagne@rehcerps-se
Marion Zosel-Mohr, Bundessprecherin
c/o Freiwilligen-Agentur Altmark e.V.
Hallstraße 49, 39576 Stendal
E-Mail: ed.tdatsetreigagne@rehcerps-se
[1] Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
[2] Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement.
[3] Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt.