Rösrath

Kirsten Kirchhof ist beratendes Mitglied im Vorstand der Bürgerstiftung Rösrath.

Drei Fragen an

Kirsten Kirchhof

Wer baut mit an Ihrer engagierten Stadt?

Beteiligt sind der Vorstand der Bürgerstiftung und sein engagiertes Kuratorium. Außerdem werden die ansässigen Vereine sowie die weiteren in der Stadt tätigen gemeinnützigen Organisationen an der »Engagierten Stadt« mit bauen. Durch die gute Vernetzung gibt es einen breiten ehrenamtlichen Unterstützerinnen- und Unterstützerkreis bei Privatpersonen, der Stadtverwaltung und ortsansässigen Firmen. Dies soll weiter ausgebaut werden.

Wie können Bürgerinnen und Bürger sich in Ihrer Stadt einbringen?

Immer mehr Menschen wollen die Bürgerstiftung Rösrath bei ihren guten Taten unterstützen – ob mit aktiver Hilfe, zweckgebundenen Spenden oder mit Beiträgen zum fest angelegten Gesamtkapital, aus dessen Erträgen Spenden fließen. Nicht nur finanzielle Unterstützung ist wichtig: Die Stiftung wirbt für ehrenamtliches Engagement in zahlreichen Projekten wie z.B. dem aktuellen Bürgerbusprojekt.

Was Sie uns sonst noch sagen wollen zu Ihrem Vorhaben ...

Auch in Zukunft wird die Bürgerstiftung Rösrath das Wir-Gefühl in der Stadt fördern, das Gemeinwesen stärken und Kräfte der Innovation mobilisieren. Die Stadt Rösrath hat in den vergangenen Jahren unter Beteiligung interessierter Teile der Bürgerschaft einen Inklusionsplan erarbeitet, den es nun mit Unterstützung der Bürgerstiftung stufenweise und nachhaltig umzusetzen gilt.
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Einwohnerinnen und Einwohner: 27.792
Bevölkerungsdichte: 716 Einwohner/km²
Bevölkerungsentwicklung bis 2030: - 3,4 %
Durchschnittsalter: 44,2
Verfügbares Einkommen: 22.665 €/Einwohner
Vereine: 147
Unternehmen: 14.964
Webpräsenz: www.roesrath.de
Bürgerstiftung Rösrath
Quellenangabe
Einwohnerinnen und Einwohner: Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Gebietsstand: 31.12.2014. Bevölkerungsdichte: Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamts, Gebietsstand: 31.12.2014. Bevölkerungsentwicklung bis 2030: Wegweiser Kommune (Bertelsmann Stiftung). Durchschnittsalter: Wegweiser Kommune (Bertelsmann Stiftung). Verfügbares Einkommen je Einwohner/in: Kreiszahlen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, Ausgabe 2012. Die Zahlen gelten jeweils für den Landkreis bzw. die kreisfreie Stadt. Anzahl der Vereine: Registerportal der Länder; in Einzelfällen Angaben seitens der Kommunen. Anzahl der Unternehmen: Unternehmensregister-System 95. Stand: 31.12.2012. Die Zahlen beziehen sich auf den jeweiligen Kreis bzw. die kreisfreie Stadt.

Rösrath: Fest auf Schloss Eulenbroich

Beim Fest auf Schloss Eulenbroich stand die Inklusion im Vordergrund

Fest3Welch ein Schlossfest auf Schloss Eulenbroich! Nach Reggae „Marley’s Ghost“ von der Bob Marley Coverband folgte am Samstag der absolute Publikumsliebling: Die Bläck Fööss in voller Besetzung, umjubelt von über 600 Fans. Und die Oldie-Jungs legten los mit Volldampf – ein tolles Potpourri mit Elvis-Songs, sogar in Elvis-Klamotten. In Erinnerung blieb besonders der Schmusesong „Can’t Help Falling In Love With You“, bei den sich eine ganze Generation beim Klammerblues prompt in den jeweiligen Tanzpartner verliebt hatte. Und selbstverständlich auch die Fööss-Evergreens wie die vom „Veedel“ und vom „Stammbaum“.

Die Geschäftsstelle Inklusion des Rheinisch-Bergischen Kreises präsentierte am Sonntag beim Familienfest mit drei Bands, was Menschen mit Behinderungen so alles drauf haben in Sachen Musik und Bewegungsfreude. „In Rösrath beweisen wir Sportlichkeit, Musikalität und Lebensfreude – wir wollen Inklusion anders als verkopft und theoretisch präsentierten“, versprach der Inklusionsbeauftragte Dirk Jeckel noch vor dem ersten Auftritt. Den gestaltete ganz temperamentvoll und stimmgewaltig die Band „Wan Del“, die Werksband der Gemeinnützigen Werkstätten Köln GmbH. Personal und behinderte Mitarbeiter stellten ihre individuellen Fähigkeiten unter Beweis: Die ganze Bandbreite der Rock-, Soul- und Country-Songs mit „Black Magic Woman“ von Santana, Nancy Sinatras „These Boots Are Made For Walking“, Tina Turners „Simply The Best“, Johnny Cashs „Ring Of Fire“. In Erinnerung blieb vor allem Attila, der wie ein Wirbelwind die Percussion-Instrumente bediente, vor der Bühne wie ein Derwisch tanzte und auch noch ins Mikrofon sprach: „Die Leute haben eine Chance, hier einzusteigen als Behinderte.“

Fest1Die Münsteraner „Funky Movements“ wurde sogar von einem Fernsehteam begleitet. Das Ensemble, das insgesamt 200 Tänzer zählt, tritt in verschiedenen Formationen auf und arbeitet an neuen Choreographien – vermeintliche Handicaps spielen keine Rolle, jeder trägt mit seinem individuellen Talent zum Erfolg des großen Ganzen bei. Und später begeisterten die „Dancin‘ Midis“ aus Bergisch Gladbach mit einer tollen Tanz-Performance. Die Junioren-Showdance-Formation im Alter von zwölf bis 16 Jahren begeisterten mit bunten Kostümen, flotten Drehungen und sogar Akrobatik-Einlagen.

„Das ist etwas ganz Besonderes, was sich die Schloss Eulenbroich GmbH da ausgedacht hat“, lobte Bürgermeister Marcus Mombauer das Schlossfest, bei dem auch die Ballettschule Bjerke, die Musikschule Overath/Rösrath, der Frauenchor Forsbach 1988 und Sänger Matthias Jaixen auftraten. „Das Herz von Rösrath entwickelt sich auf ganz besondere Weise.“  Und das bezog sich nicht nur auf die Open-Air-Veranstaltungen, sondern auch auf die großzügige Präsentation im Werkstattgebäude der Initiative „Engagierte Stadt Rösrath“. „Wir bringen euch zusammen“ verspricht der Flyer der Initiative für engagierte Rösrather Bürger und gemeinnützige Organisationen und Vereine.“ Insbesondere im Werkstattgebäude konnte jene Plattform gebildet werden, die angestrebt wird: Vernetzung und Koordinierung der Ehrenamtler und der Bedarf in den Vereinen und Organisationen.

Fest2Außer der Netzwerkarbeit werden auch organisatorische Themen, rechtliche Fragen, Qualifizierungsmaßnahmen und Fachvorträge angeboten. Neben einem Vortrag und einer Diskussionsrunde mit Dr. Christof Eichert, Vorstand der Herbert-Quandt-Stiftung konnten mit der Rechtsanwältin Brigitta Wasser Fragen zu Vereins- und Haftungsrecht für Ehrenamtler besprochen werden, Stephanie Krause von der Landesgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (Lagfa) beriet zu Fragen beim Versicherungsschutz und der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Mit dabei waren unter vielen anderen der Bürgerbus für Rösrath „Unser RöBus“ und sogar Andreas Gasper von Deutschen-Teckel-Club Rösrath. Der hatte Nico und Annelie, Vater und Tochter Langhaardackel mitgebracht. „Im Ehrenamt“, stellte er die beiden mit gewissem Stolz vor. „Ehrenamtler haben hier die Möglichkeit, sich aus dem großen Potpourri etwas auszusuchen“, stellte Bürgermeister Mombauer fest. „Ein großes Lob an das Projekt der Bürgerstiftung – es bringt Ehrenamtler und Organisation zusammen.“ Und das konnte an den Infoständen gleich in die Tat umsetzen.

Von Gisela Schwarz.

Top