Bocholt

Agnes Wellkamp ist Prozessmanagerin des Vereins Leben im Alter.

Drei Fragen an

Agnes Wellkamp

Was wollen Sie in Ihrer Stadt verändern?

Gemeinsam mit anderen wollen wir eine stadtweite Vernetzung der Akteure des bürgerschaftlichen Engagements erreichen. Über den Aufbau eines themenübergreifenden Engagement-Netzwerks werden Lösungen zur Koordination und nachhaltigen Tragfähigkeit des bürgerschaftlichen Engagements entwickelt.

Wer baut mit an Ihrer engagierten Stadt?

Wir arbeiten mit verschiedenen Akteuren, vor allem dem Fachbereich Soziales der Stadt Bocholt, zusammen. Im Laufe der Konzeptphase werden weitere Akteure aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft in das Projekt eingebunden.

Welche Unterstützung wünschen Sie sich?

Die Umsetzung der Projektziele erfordert zusätzliche personelle Ressourcen. Diese können durch eine Förderung als »Engagierte Stadt« realisiert werden. Zudem erhoffen wir uns von dem Netzwerk der engagierten Städte fachlichen Input, den wir für unsere Arbeit vor Ort nutzen können.
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Einwohnerinnen und Einwohner: 70.856
Bevölkerungsdichte: 593 Einwohner/km²
Bevölkerungsentwicklung bis 2030: - 2,0 %
Durchschnittsalter: 43,4
Verfügbares Einkommen: 18.859 €/Einwohner
Vereine: 447
Unternehmen: 17.914
Webpräsenz: www.bocholt.de
Leben im Alter e.V.
Quellenangabe
Einwohnerinnen und Einwohner: Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Gebietsstand: 31.12.2014. Bevölkerungsdichte: Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamts, Gebietsstand: 31.12.2014. Bevölkerungsentwicklung bis 2030: Wegweiser Kommune (Bertelsmann Stiftung). Durchschnittsalter: Wegweiser Kommune (Bertelsmann Stiftung). Verfügbares Einkommen je Einwohner/in: Kreiszahlen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, Ausgabe 2012. Die Zahlen gelten jeweils für den Landkreis bzw. die kreisfreie Stadt. Anzahl der Vereine: Registerportal der Länder; in Einzelfällen Angaben seitens der Kommunen. Anzahl der Unternehmen: Unternehmensregister-System 95. Stand: 31.12.2012. Die Zahlen beziehen sich auf den jeweiligen Kreis bzw. die kreisfreie Stadt.

Imagefilm jetzt online

Der „1. Bocholter Marktplatz für Gute Geschäfte“, am 11. Mai in der Versammlungshalle der Firma Siemens war ein voller Erfolg. 37 ehrenamtlich tätige Bocholter Organisationen und 29 lokale Unternehmen schlossen 64 gegenseitige Vereinbarungen. Nach der gelungenen „Generalprobe“ setzt die Ehrenamtsförderung der Stadt Bocholt nun die ursprüngliche Idee um, den „Marktplatz“ in einem Zwei-Jahres-Rhythmus – und somit regelmäßig – durchzuführen. Der 2. Marktplatz soll voraussichtlich im Herbst 2019 stattfinden. Die Organisatoren haben anlässlich des 1. Bocholter Marktplatzes einen Imagefilm in Auftrag gegeben. Dieser kann ab sofort unter www.gute-geschaefte-bocholt.de oder YouTube angeschaut werden.

Erster Bocholter Marktplatz für Gute Geschäfte

Am Donnerstag, 11. Mai 2017, fand zum ersten Mal der „Bocholter Marktplatz für Gute Geschäfte“ in der Versammlungshalle der Firma Siemens statt. Über 70 Vereine, Institutionen und Unternehmen beteiligten sich am Projekt, dass in dieser Form erstmalig im Münsterland stattfand. Bis Ende des Abends wurden 64 gegenseitige Engagement-Vereinbarungen geschlossen. Bürgermeister und Schirmherr Peter Nebelo resümierte: „Der erste Bocholter Marktplatz war ein voller Erfolg.“

Bei der Marktplatz-Methode treffen Unternehmen und Vereine und Institutionen aufeinander. „Wir möchten, dass Sie miteinander ins Gespräch kommen“, so der Moderator André Wolf, zu Beginn des Abends. Ziel ist, dass beide Parteien (Vereine und Unternehmen) ein „gutes Geschäft“ machen. Es geht um Leistungen und Hilfestellungen, die auf Gegenseitigkeit beruhen. „Geld ist bei den Vereinbarungen aber tabu“, erklärt Rainer Howestädt, Ehrenamtskoordinator der Stadt Bocholt.

Verträge - Fotos: Amke Derksen
Foto: Amke Derksen

Erfunden wurde die Methode in den Niederlanden. Im Jahr 2006 wurde es von der Bertelsmann-Stiftung in Deutschland eingeführt. Seitdem haben in gut 150 Städten über 400 „Marktplätze“ stattgefunden. Erstmalig fand jetzt ein Marktplatz im Münsterland statt.

Nachdem der erste Bocholter Marktplatz mit einem lauten Gong vom Schirmherr Peter Nebelo eingeläutet wurde unterhielten sich die Vertreter der Vereine und Unternehmen und trafen Vereinbarungen. Die geschlossenen Vereinbarungen werden schriftlich von „Notaren“ festgehalten. So vereinbarten beispielsweise Peter Int-Veen von der TIS GmbH, Anbieter für Logistik-Software, und Andre Dahlhaus vom ASB Münsterland, dass der ASB ein Ersthelfertraining für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TIS GmbH durchführt. „Bei uns ist gerade ein Termin für ein Ersthelfertraining geplatzt, insofern passt die Vereinbarung jetzt super“, so Int-Veen. Im Gegenzug hilft die TIS GmbH bei der Aufrüstung des Einsatzleitwagens mit der GPS-Technik. Die Bocholter Bädergemeinschaft vereinbarte mit dem Verein Vamos Juntos eine Schuhputzaktion im Foyer des Bahia-Bades. Im Gegenzug stellt die Bädergemeinschaft eine Spendenbox im Bahia-Foyer auf. Außerdem dürfen die Bolivianer, die bald mithilfe des Vereins Vamos Juntos Bocholt besuchen, kostenlos das Bahia-Bad besuchen.

Nach rund einer Stunde Speeddating ertönte der Schlussgong. Zu diesem Zeitpunkt wurden weiter fleißig Vereinbarungen geschlossen. Im Ergebnis stehen 64 gegenseitige Engagement-Vereinbarungen, die 158 Sachleistungen und rund 1.127 Stunden Zeitleistungen enthalten. „Mit diesem Ergebnis haben wir nicht gerechnet. Unsere Erwartungen wurden übertroffen“, so Howestädt.Foto: Bruno Wansing

Verträge - Fotos: Bruno Wansing
Foto: Bruno Wansing

Die Firma HP Fundconsult aus Münster begleitete das Projekt beratend. Hugo Pettendrup von HP Fundconsult, der schon viele „Marktplätze“ in ganz Deutschland begleitet hat, resümierte: „Der Bocholter Marktplatz war einzigartig. Ich begleite die Organisatoren jetzt seit fast einem Jahr. Dabei bin ich in Bocholt auf innovative, offene und kreative Vereine gestoßen und auf der anderen Seite auf sehr engagierte Unternehmen. Dies, in Verbindung mit einer  gut funktionierenden und ernst gemeinten Engagement-Förderung der Stadtverwaltung, habe ich in dieser Form noch nicht erlebt. Dies heute war ein ganz besonderer Marktplatz.“

Abschließend bedankten sich  die Organisatoren des Abends Jutta Ehlting und Rainer Howestädt, bei der Firma Siemens, die ihre Veranstaltungshalle zur Verfügung stellte, bei den Partnern und den über 60 Helferinnen und Helfer, die mit ihrem Einsatz den Marktplatz erst möglich machten. Ausgerichtet wurde der 1. Bocholter Marktplatz von der Stadt Bocholt mit der städtischen Freiwilligen-Agentur in Kooperation mit der „Zukunftsland Regionale 2016 – Büro Velen“ und dem Programm „engagierteStadt Bocholt“ mit dem Träger Leben im Alter e.V. Unterstützt wurde der Marktplatz von der Industrie- und Handelskammer Nord-Westfalen und der Kreishandwerkerschaft Borken.

Marktplatz für Bocholter Unternehmen und Organisationen


Der Marktplatz am 11. Mai 2017 ist ein Element der „Engagement-Strategie 2018+“ der Stadt Bocholt und Teil des  Programms Engagierte Stadt Bocholt. Das Cluster „Zusammenarbeit Vereine und Unternehmen“, dass sich nach der Auftaktveranstaltung 2015 konstituierte, sah die Marktplatz-Methode als ideale Lösung, die Zusammenarbeit von Bocholter Unternehmen und Vereinen/Organisationen zu stärken.

Zunächst informierte sich die Cluster-Gruppe über die Methode und lud zusätzlich Hugo Pettendrup als Fachreferenten von der Firma HP FundConsult aus Münster ein. Bei dieser ersten Info-Veranstaltung im Oktober 2016 nahmen bereits 35 interessierte Akteure teil. Das große Interesse seitens der Vereine bestärkte uns erneut, die Marktplatz-Methode in Bocholt umzusetzen und zur Begleitung und Beratung des Vorhabens die Firma HP FundConsult zu beauftragen.

BocholtIm Folgenden wurde eine Projektgruppe eingerichtet, um die weitere Planung vorzunehmen. Die Projektgruppe setzt sich aus unterschiedlichen Bocholter Akteuren zusammen. Die Stadt Bocholt und die städtische Freiwilligen-Agentur als Veranstalter, der Verein Leben im Alter, die Regionale 2016 als Kooperationspartner und die Firma Siemens  als Unterstützer des Projektes.  Bürgermeister Peter Nebelo übernahm die Schirmherrschaft für die Veranstaltung. Im nächsten Schritt wurde die Kreishandwerkerschaft Borken und die Industrie- und Handelskammer Nord-Westfalen sowie das Stadtmarketing Bocholt als Partner gewonnen. Ihre Aufgabe ist es, vor allem weitere Unternehmen für den Marktplatz zu gewinnen. Die Bocholter Lokalzeitung konnte zudem als Medienpartner für das Projekt gewonnen werden.

Im Januar wurde eine gemeinsame Pressekonferenz einberufen, um die Öffentlichkeit über den Marktplatz und die ersten Info- Abende für Vereine und Unternehmen zu informieren. Parallel wurde eine eigene Webseite www.gute-geschaefte-bocholt.de, ein Flyer und ein Roll-Banner für das Projekt entwickelt.

Beim Info-Abend für Unternehmen Anfang März nahmen bereits 16 Unternehmen teil, die aus unterschiedlichen Bereichen wie Heizung-Sanitär, Bürobedarf, Logistik, Industrie, Banken, Physiotherapeuten usw. kamen. Da sehr viele Unternehmen Interesse am „Marktplatz“ bekundet haben, zeitlich jedoch nicht an der Informationsveranstaltung teilnehmen konnten, wurde ein zusätzlicher Info-Abend für Unternehmen am 04.04.2017 ausgerichtet. Der Info Abend für Organisationen war direkt ein voller Erfolg. Vertreter von über 40 Vereinen nahmen teil und viele meldeten sich direkt nach der Veranstaltung zum Marktplatz an. Hugo Pettendrup referierte erneut über die Marktplatz-Methode und die Teilnehmer erhielten gleich die Möglichkeit, eigene Bedarfe und Angebote zu formulieren. Die Stimmung war gut und wir hatten das Gefühl: Alle wollen dabei sein!
Neben den Info-Veranstaltungen wird den Unternehmen und Vereinen eine persönliche Beratung und Information angeboten. Die jetzige Situation stimmt uns optimistisch, so dass wir mit der Teilnahme von bis zu 30 Vereinen und 30 Unternehmen rechnen. Zu den weiteren Planungen gehört jetzt die Vorbereitung der Veranstaltung, wie Moderation, Ablaufplanung, Technische Ausstattung, Catering, Raumvorbereitung und Empfang. Zudem findet Ende April eine Schulung von sogenannten „Maklern“ statt, die am 11. Mai bei der Kontaktanbahnung zwischen Anbietern und Nachfragern helfen und die getroffenen Vereinbarungen dokumentieren.

Insgesamt fühlen wir uns schon gut vorbereitet, so dass wir mit einem gelungenen 1. Markplatz für Vereine und Unternehmen in Bocholt rechnen.

Von: Rainer Howestädt und Agnes Wellkamp, Engagierte Stadt Bocholt

Fortbildungs-Angebote in Bocholt

Fortbildungen sind wichtig für Ehrenamtliche. Doch nicht jeder Verein kann sie anbieten. Aus diesem Grund kooperieren im Rahmen des Programms „Engagierte Stadt“ mehrere Einrichtungen und Vereine in Bocholt. In einem gemeinsamen Flyer stellen sie ihre Angebote vor. „Das Interesse an einer Zusammenarbeit im Bildungssektor ist hoch“, sagt Agnes Wellkamp vom Verein Leben im Alter (Lia). Daher wird das Angebot in Bocholt stärker geöffnet. „Das Ziel ist es, dass die Vereine Schulungen für Freiwillige nicht parallel anbieten, sondern sich austauschen und Synergieeffekte nutzen“, erklärt sie.

Beliebte Themen seien dabei Öffentlichkeitsarbeit und soziale Medien. Dazu bietet die Familienbildungsstätte (Fabi) am Donnerstag, 30. März, eine Veranstaltung an. Die Juristin Nicole Biermann-Wehmeyer hat die Leitung. Weitere Angebote sind: Das Thema „Fundraising und Marketing für Vereine und Stiftungen“ behandelt die Volkshochschule (VHS) am Donnerstag, 6. April, von 17 bis 19.30 Uhr. Der Diplom-Betriebswirt und Fundraising-Manager Hugo W. Pettendrup erklärt unter anderem, wie der Start ins Fundraising aussehen könnte und wie kleinere Organisationen ohne allzu großen Aufwand mit dem Fundraising beginnen könnten. „Wir wollen neugierig machen auf das Thema und Hemmschwellen abbauen“, sagt Elisabeth Schmeinck von der VHS. Am Dienstag, 20. Juni, gibt der städtische Ehrenamtskoordinator Rainer Howestädt einen Überblick über die Ehrenamtsförderung in Bocholt. So erfahren die Teilnehmer, wo sie sich ehrenamtlich engagieren können und wie die Freiwilligenagentur sie dabei unterstützen kann. Die Veranstaltung findet um 18 Uhr im Raum Rossendale im Rathaus am Berliner Platz statt. Das Thema „Interkulturelles Verstehen – Wie aktiviere ich geflüchtete Menschen im Haupt- und Ehrenamt?“ behandelt Lia am Mittwoch, 12. Juli, im Europa-Haus. Beginn der zweistündigen Veranstaltung ist um 17 Uhr. Die Leitung hat Dr. Solmaz Golsabahi-Broclawski, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie.

Einen Überblick über alle Fortbildungs-Angebote in Bocholt finden Sie hier.

Engagement-Strategie 2018+ in Bocholt

Verwaltung und Politik beschließen „Engagement-Strategie 2018+“!

In der Engagierten Stadt Bocholt wird das Programm vom Verein Leben im Alter in Kooperation mit der städtischen Ehrenamtsförderung und der städtischen Freiwilligen-Agentur umgesetzt. Verwaltung und Vertreter der Politik der Stadt Bocholt legten nun eine gemeinsame „engagementstrategie2018“ auf, welche in der Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales der Stadt Bocholt am 29.11.2016 mit großer Zustimmung und einstimmig beschlossen wurde.

Die Ziele aus dem Programm Engagierte Stadt sind in dieser Strategie vollständig aufgenommen worden. Zusätzlich basiert die Strategie der Stadt Bocholt in vielen Teilen auf die bisherigen Ergebnisse und formulierten Ziele des Programms und folgt dem Ansatz des gesamtstädtischen Netzwerkes unter Einbindung aller Akteure.

bocholtMit der Namensgebung „2018+“ wird zum Ausdruck gebracht, dass die Ergebnisse aus dem Programm der Engagierten Stadt in die Nachhaltigkeit überführt werden sollen. Damit wird ein wichtiger Punkt des Bocholter Konzeptes zur Engagierten Stadt bereits frühzeitig auf den Weg gebracht: Der spätere Transfer in die städtische Freiwilligen-Agentur und hierdurch Sicherung der Nachhaltigkeit.

Neben der Fortführung des Netzwerkes der Engagierten Stadt Bocholt nach Programmende hinaus, werden mit der Engagement-Strategie 2018+ unter anderem die Gründung einer „Freiwilligen-Akademie“, die Schaffung einer eigenständigen Homepage „Wir-für-Bocholt“ – für alle Themen und Akteure rund um das ehrenamtliche Engagement – sowie die erstmalige Durchführung der „Marktplatz-Methode“ in Bocholt beabsichtigt. Darüber hinaus sind noch weitere Maßnahmen vorgesehen und es soll ab 2018 die Geschäftsführung für das Netzwerk Engagierte Stadt Bocholt übernommen werden.

Agnes Wellkamp, Projektleiterin des lokalen Projektträges Verein Leben im Alter e.V. und Rainer Howestädt, Ehrenamtskoordinator der Stadt Bocholt freuen sich gemeinsam: „Das ist ein sehr wichtiger Meilenstein für die Engagement-Förderung in Bocholt!. Die bisherigen Ergebnisse aus der Engagierten Stadt Bocholt und die Überlegungen und Ziele von Verwaltung und Politik sind in der Engagement-Strategie 2018+ perfekt zusammen gefasst. Wir nehmen diese Strategie nun als weiteren Arbeitsauftrag wahr, uns intensiv und engagiert um die Umsetzung zu bemühen.“

Befragung für bedarfsgerechte Angebote

Zum Aufbau eines Engagements-Netzwerkes haben sich nach der Auftaktveranstaltung in Bocholt vier Cluster zu den Themen: Bildung und Qualifizierung, Zusammenarbeit Vereine und Unternehmen, Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsgewinnung  gegründet. In diesen Gruppen arbeiten zwischen 10 und 15 Akteure aus unterschiedlichen Vereinen und Organisationen zusammen. Schnell wurde den Mitgliedern der Cluster deutlich, dass sie für ihre weitere Arbeit den individuellen Bedarf der Vereine und Organisationen ermitteln müssen, um bedarfsgerechte Angebote initiieren zu können. Um eine möglichst hohe Beteiligungsquote  zu erreichen wurde darauf geachtet den Fragebogen nicht  allzu umfangreich zu gestalten. Nach einer ersten Kostenanalyse haben wir uns für eine online-Befragung entschieden.  Lediglich 45 Vereine, die nicht über E-Mail Kontaktdaten verfügen, wurden angeschrieben und erhielten einen frankierten Rückbrief dazu.

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Die Befragung lief gut einen Monat und von den rund 300 angeschriebenen Vereinen und Organisationen haben letztlich 66 teilgenommen, was einer Beteiligung von rund 22 Prozent entspricht. Die Teilnahme an der Befragung erfolgte fast ausschließlich Online, lediglich 2 Teilnehmer nutzten die Fragebögen, die an Vereinen via Post verschickt wurden. Gemessen am Aufwand war die postalische Befragung somit wenig ertragreich. Die Online-Befragung wurde hingegen gut genutzt, so dass wir insgesamt eine positive Bilanz ziehen.

Im 1. Themenblock „Bildung und Qualifizierung von Freiwilligen“ konnten wir auf diese Weise ermitteln, dass knapp 70 Prozent der Teilnehmer derzeit noch keine Schulungsangebote für ihre Freiwilligen anbietet. Die Vereine und Organisationen, die so etwas bereits anbieten, vermitteln in erster Linie das, für die freiwillige Tätigkeit, notwendige Fachwissen. Von den Organisationen in Bocholt, die bereits eine Ehrenamtlichen-Schulung anbieten, wären rund 71 Prozent bereit ihre Schulungsangebote auch für Interessenten aus anderen Organisationen zu öffnen. Ähnlich hoch ist die Zahl der Vereine, die Mitglieder haben, die bereit wären, als Referenten vereinsübergreifende Schulungsangebote durchzuführen. Letztlich haben wir in diesem Themenblock noch die gewünschten Schulungsangebote erfragt, die im Rahmen einer Freiwilligenakademie angeboten werden sollten: Hier wünschte sich ein Großteil der Befragten Input zu den Themenkomplexen „Öffentlichkeitsarbeit“, „Gewinnung von Freiwilligen“ und „Koordination und Kommunikation“.

liaIm 2. Themenblock haben wir uns mit dem Cluster „Zusammenarbeit Vereine/Organisationen und Unternehmen stärken“ beschäftigt. Hier wollten wir zunächst einmal ermitteln, ob bei den Bocholter Vereinen grundsätzlich Interesse an einer Info-Veranstaltung zur Marktplatz-Methode besteht. 67 Prozent der Teilnehmer haben im Rahmen der Befragung ein entsprechendes Interesse bekundet. Weiterhin haben wir hier die Frage gestellt, welche Formen des Engagements sich die Vereine bereits heute in Kooperation mit Unternehmen vorstellen könnten: Hier wurden u.a. Schulungen zum Thema Demenz, Bereitstellung von Räumlichkeiten, Musikaufführungen und kostenlose Theaterbesuche genannt.

Im 3. Themenblock haben wir uns mit dem Thema „Nachwuchssicherung“ befasst. Durch ein Netzwerktreffen mit Vertretern Bocholter Schulen und Ansprechpartnern aus Einrichtungen und Vereinen wollten wir die Nachwuchssicherung ganz konkret stärken. Allerdings gaben 70 Prozent der Befragten an, momentan kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit Schulen zu haben.

Zudem wollten wir ermitteln, für welche Tätigkeiten die Bocholter Vereine „Nachwuchs“ benötigen: Das Antworten-Repertoire reichte von „Aktivitäten mit Senioren“ über einen Freiwilligen-Dienst in Bolivien bis hin zur Mitarbeit in Arbeitsgruppen, etwa zum Thema „Pflege von Webauftritten und Neuen Medien“. Anschließend wollten wir von den Teilnehmern wissen, ob aus ihrer Sicht ein einheitlicher „Engagement-Nachweis“ speziell für Bocholt eingeführt werden sollte: Das Teilnehmerfeld zeigte sich bei dieser Frage zwiegespalten: 46 Prozent waren für die Einführung eines solchen Nachweises, 54 Prozent entsprechend dagegen. Bei der letzten Frage in diesem Themenblock wollten wir von den Befragten wissen, ob aus ihrer Sicht noch andere Formen der Anerkennung sinnvoll wären: Mehrere Teilnehmer bekräftigten hier, dass Sie bereits sehr zufrieden mit der Anerkennung ihres ehrenamtlichen Engagements in Bocholt wären, andere wünschten sich etwa steuerliche Vorteile oder Ermäßigungen auf bestimmte Angebote, wieder andere äußerten die Einschätzung, dass es besser wäre, die Engagement-Anerkennung grundsätzlich durch die Vereine dezentral organisieren zu lassen.

Im 4. und letzten Themenblock wollten wir von den angeschriebenen Vereinen und Organisationen wissen, ob Sie damit einverstanden wären, dass ihre Kontaktdaten auf der neuen Internetseite erscheinen und ihre Internetpräsenz dort verlinkt wird. 67 Prozent der Teilnehmer sind damit einverstanden.

blog01Zusammenfassend  lässt sich sagen, dass wir  mit dem Rücklauf sehr zufrieden sind. Allerdings wurden auch einige Fragebögen nicht bis zum Ende beantwortet, was eventuell auf einen zu umfangreichen Fragebogen schließen lässt. Bei genauerer Betrachtung zeigte sich auch, dass sich hauptsächlich soziale Einrichtungen und nur wenige Sportvereine  an der Befragung beteiligt haben. Letztendlich sind die Ergebnisse für die weitere Arbeit der Cluster richtungsweisend. So wird jetzt z.B. keine Netzwerkveranstaltung zwischen Vereinen und Schulen organisiert und auch kein Engagement-Nachweis für Bocholt entwickelt.  Die Durchführung der Marktplatz-Methode für Vereine und Unternehmen  wird dagegen ausdrücklich gewünscht und durch die Bedarfsabfrage im Bereich der Qualifizierung ergibt sich ein klarer Auftrag für eine neu zu gründende Freiwilligen-Akademie. Alle Vereine erhielten nach der Befragung ein Dankesschreiben mit den Ergebnissen der Befragung.

Von Jens Bollwerk / Agnes Wellkamp, Leben im Alter e.V.

Nächste Schritte in Bocholt

Manch einer macht sich gar keine Gedanken darüber, weil alles so selbstverständlich ist. Aber wenn es die Menschen nicht gäbe, die sich in unserer Stadt engagieren, die Angebote für Sport und Spiel, Kultur und Natur, Gesang und Gesundheit und für vieles mehr schaffen, dann wäre es öde, würde ein großer Teil des gesellschaftlichen Lebens nicht existieren. Ohne daran zu verdienen, schaffen sie in weit mehr als 300 Einrichtungen und Vereinen in ganz unterschiedlicher und vielfältiger Weise ein großes und enorm wertvolles Stück Lebensqualität für die Gemeinschaft. Das verbindet all diese Engagierten, aber auch so manche Frage, manches praktische Problem. Die Initiative „Engagierte Stadt“, in Bocholt wie in 49 weiteren deutschen Städten gestartet, setzt hier an, schafft Verbindungen, baut neue Brücken. Etwa in Sachen Bildung und Qualifizierung.Bocholt_Flyer

Eine Art „Freiwilligen-Akademie“ soll im Verbund mit bestehenden Bildungseinrichtungen Hilfestellung zum Beispiel beim Thema Öffentlichkeit und Nutzung neuer Medien geben. Eine städtische Internet-Seite soll entstehen, auf der man ein möglichst breites Spektrum von Engagement und Aktivitäten findet und zugleich Hinweise, die Angebote zu nutzen, Kontakt aufzunehmen, sich selbst einzubringen. Und auch eine ganz neue Basis der Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlich Engagierten und Wirtschaftsunternehmen ist angedacht. Seit dem Projekt-Start zu Jahresbeginn, bei dem in verschiedenen Bereichen engagierte Bocholterinnen und Bocholter zusammenkamen, haben vier – weiterhin für Interessenten offene – Arbeitsgruppen Ziele definiert und erste Schritte dahin eingeleitet. Sie betreffen die Bereiche Bildung und Qualifizierung, Zusammenarbeit von Vereinen und Einrichtungen mit Unternehmen und Dienstleistern, Öffentlichkeitsarbeit sowie Nachwuchsgewinnung.

Bocholt_Flyer2Das klassische Bild vom Bittsteller auf der einen und dem großherzigen Sponsor auf der anderen Seite soll nach den Vorstellungen der Arbeitsgruppe „Vereine und Wirtschaft“ abgelöst werden durch ein Modell einer auf gegenseitiger Unterstützung beruhenden Partnerschaft. Die einseitige Überlegung „Wie kann ich Gelder rekrutieren?“ soll der gemeinsamen Fragestellung „Wie können wir voneinander profitieren?“ weichen – mit dem Ziel eines Leistungsaustausches, der nicht unbedingt in Euro und Cent, sondern auch in Dienst- und Sachleistungen oder ideeller Hilfestellung erfolgen kann. Vereine oder andere Einrichtungen wären dann gefordert, kreativ zu sein, sich in neuer Form Gedanken zu machen, welche Angebote sie unterbreiten könnten. Ein Lerneffekt für sie wie auch für die Unternehmen, wie Rainer Howestädt, Ehrenamt-Koordinator der Stadt, sagt. Vielleicht könnte es zu einem Austausch auf einem „Marktplatz“ kommen – ein bislang nur in größeren Städten erfolgreich durchgeführtes methodisches Modell der organisierten Vermittlung zwischen beiden Seiten.

Ein aktueller Aufgabenbereich ist für viele Einrichtungen die Nachwuchsgewinnung. An mehreren Bocholter Schulen gibt es bereits Schülerinnen und Schüler, die sich ehrenamtlich engagieren, aber Faktoren wie zunehmender Nachmittagsunterricht  erschweren ein solches Engagement. Im Rahmen einer Netzwerk-Veranstaltung im Herbst mit Vereinen und Schulen, inklusive berufliche Schulen und Fachhochschule, sollen die Situation und Möglichkeiten einer Intensivierung beleuchtet werden. Diskussionspunkte könnten dabei etwa die Vergabe von Zertifikaten und die Schaffung finanzieller Anreize sein.

Demnächst wird ein Fragebogen an alle Vereine und Einrichtungen versandt, in dem unter anderem danach gefragt wird, welchen Bedarf an Schulungsangeboten es gibt, welches Know-how jeweils vorhanden ist, das auch andere Einrichtungen nutzen könnten, ob Interesse an einer „Marktkplatz“-Aktion mit Unternehmen und einer Veranstaltung zur Nachwuchs-Thematik besteht. In einem handlichen Flyer wird die Initiative „Engagierte Stadt“ kurz und übersichtlich vorgestellt.

Von Agnes Wellkamp.

Internetplattform für engagierte Bürger in Bocholt

In Bocholt haben engagierte Bürgerinnen und Bürger bei der Auftaktveranstaltung in Kurzworkshops vier Bereiche benannt und ansatzweise inhaltlich skizziert, in denen sie jetzt arbeiten: Bildung/Qualifizierung, Nachwuchssicherung, Zusammenarbeit Vereine/Verbände und Wirtschaft sowie Öffentlichkeitsarbeit. Dabei ist ein großer Bedarf am Erwerb von Know-how für freiwillige Tätigkeiten in Vereinen und anderen Einrichtungen deutlich geworden. Unter anderem gilt dies für die Öffentlichkeitsarbeit. Wie erreiche ich in einer sich stark verändernden Medien-Landschaft meine angestrebte Zielgruppe, lautet die viel gestellte Frage. Sollte man Anwendungen wie Facebook oder Twitter nutzen und wenn ja, wie? Wie lassen sich Anforderungen an Aktualität und Attraktivität gewährleisten?

Die Bocholter Arbeitsgruppe zum Thema Öffentlichkeitsarbeit möchte in Kooperation mit der Gruppe Bildung/Qualifizierung in einer Schulungsreihe mit jeweils kompetenten Referenten auf diese Nachfrage eingehen. Sie beteiligt sich zudem am Vorhaben der Freiwilligen-Agentur bei der Stadt Bocholt, eine erweiterte Internet-Seite für Bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln. Dort sollen sich möglichst viele Einrichtungen einbringen, in denen ehrenamtliche Arbeit geleistet wird. Neben Kontaktadressen und Links zu Homepages ist daran gedacht, aktuelle Neuigkeiten aus diesen Einrichtungen aufzunehmen. Die geplante Internet-Plattform soll demzufolge mehr sein als eine – sinnvoll strukturierte und mit noch zu entwickelnden Suchhilfen versehene – Datei. Sie könnte durch stets neue aktuelle Beiträge auch Nutzer gewinnen, die nicht gezielt nach einem Verein, einer Gruppe oder einem Betätigungsfeld suchen, sondern von interessanten Neuigkeiten im Rahmen bürgerschaftlichen Engagements erfahren wollen. Dazu, so hieß es beim Auftakt-Treffen der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit, müssten die Seite und entsprechende Inhalte beworben werden. Das kann durch das Netzwerk „engagiertestadt“ Bocholt und auch durch Vereinsmitglieder als Nutzer verschiedenster Medien geschehen. In monatlichen Treffs wird an der Thematik kooperativ weiter gearbeitet.

von Joachim Freund: Mitglied der AG Öffentlichkeitsarbeit

Ehrenamt in Bocholt sichtbar(er) machen

 

Zur Auftaktveranstaltung  trafen sich am 30. Januar 60 Vertreter von Vereinen, Organisationen und Verbänden im Europa-Haus Bocholt, um Wege zu entwickeln,  das Bürgerschaftliche Engagement zu vernetzen um damit  u.a. das Leben in und um Bocholt herum noch lebenswerter zu machen.

Blog_Bocholt01Zu der Auftaktveranstaltung unter professioneller Leitung durch den Moderator Frank Heinze machte zunächst Bürgermeister Nebelo deutlich, wie sehr die Stadt vom Engagement der Bürger in allen Bereichen geprägt sei. Dass diese Arbeit von städtischer Seite Wert geschätzt wird, zeigt die Anerkennung, die durch die Ehrenamtskarte ihren Ausdruck findet. Mit der Einrichtung der Freiwilligenagentur (www.fwa-boh-rhe-bor.de) wurde  zudem der Zugang zum Ehrenamt für die Bürger erleichtert. Miriam Junker-Ojo als Vertreterin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nahm anschließend die Ziele des bundesweiten Projekts „Engagierte Stadt“ in den Blick.

Mit der erfolgreichen Bewerbung um eine Förderung des Bundesprojekts „Engagierte Stadt“ kommt auf die Bewerber nun auch eine Menge Arbeit zu. Die besteht vor allem darin, all diejenigen, die bereits in Vereinen und Organisationen viel Zeit, Kraft und Erfahrungen investieren, an einen gemeinsamen Tisch zu bringen. Das mag zunächst einfach unter der Rubrik „noch ein Termin“ verdrängt werden. Da gibt es jedoch das große ABER: mittel- und langfristig kann durch eine strukturierte Zusammenarbeit von Organisationen die bisher schon erreichte Qualität  gesichert werden, auch eine Entlastung von Verantwortlichen in Vereinen und Verbänden kann erreicht werden, wenn voneinander gelernt und profitiert wird. Damit soll jedoch in keiner Weise die Autonomie der Organisationen hinsichtlich ihrer Ziele angetastet werden.

Blog_Bocholt02In Workshops wurden  Handlungserfordernisse sowie viele Lösungsideen zu den Querschnittsthemen, Nachwuchssicherung, Bildung und Qualifizierung, Zusammenarbeit von Vereinen und Verbänden mit wirtschaftlichen Akteuren sowie Öffentlichkeitsarbeit  erörtert. In diesen Gesprächen wurde deutlich, dass in allen Bereichen ein Bedürfnis nach Informationen  besteht. Die Vertreter vieler Vereine wünschen sich eine stärkere Präsenz im öffentlichen Bewusstsein der Stadt. Hier könnte eine gemeinsame Plattform im Netz die Möglichkeit bieten, diesem Wunsch nachzukommen. Auch die Gewinnung der jungen Generation für freiwilliges Engagement  stellt sich für viele Organisationen als ein Problem dar. Hier wurde der Vorschlag gemacht, dass Vereine und Institutionen überlegen, welche Projekte dort von jungen Menschen ehrenamtlich geleistet werden können. Mit einer solchen Liste könnte man dann an Schulen herantreten, die so die Möglichkeit haben, ihren Schülerinnen und Schülern Felder sozialen Lernens zu eröffnen.

Die Bildung und Qualifizierung von motivierten Mitarbeitern stellt eine Aufgabe für alle Organisationen dar. Das reicht bei Vereinen zum Beispiel von rechtlichen Fragen wie Haftung bei Veranstaltungen bis hin zu der Vermittlung einer ermutigenden Haltung für Kinder. Hier kam die Idee einer Freiwilligen-Akademie ins Spiel, die  mit den Bocholter Bildungseinrichtungen aufgebaut werden könnte. Einiges zu lernen haben Vereine sicher auch, wenn sie sich erfolgversprechend an örtliche Unternehmen wenden wollen, um von dieser Seite eine Förderung zu erlangen. Der Unterschied zwischen Spenden und Sponsoring sollte ebenso bekannt sein wie auch eine Einschätzung der Interessen und Möglichkeiten der Unternehmer. Auch diesbezügliches Wissen könnte in gemeinsamen Veranstaltungen erworben werden. Mit Vereinbarungen, an diesen – und vielleicht auch noch weiteren – Ideen in den nächsten Monaten weiter zu arbeiten, endete die Veranstaltung, die durch die dort geschlossenen persönlichen Bekanntschaften und den Ideenaustausch den Netzwerkgedanken bereits im erfolgreichen Praxistest zeigte.

Von Barbara Heimbach, Leben im Alter e.V.

 

Fotoaktion in Bocholt

Fotoaktion_BocholtZu einer Fotoaktion trafen sich am Donnerstag, den 19.11.15, erstmals engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Bocholt im Rahmen des Projektes Engagierte Stadt. An diesem Abend sollte das Titelbild für den gemeinsamen Flyer aufgenommen werden. Vorab wurden diverse Vereine und Initiativen via E-Mail und Social Media informiert. Dem Aufruf von L-i-A und der Stadt Bocholt folgten u.a. die Jugendfeuerwehr, das DRK, der Schrebergartenverein, die Funkenmariechen, der Kleintierzuchtverein, die Stadtgarde Bocholt, der Montessori-Verein, der Kleingartenverein „Gartenfreunde“, das Altentheater „Spätzünder“, die Mitglieder des Mouse Mobil-Teams und der deutsche Kinderschutzbund. Insgesamt 60 Engagierte kamen und trotzten dem mehr als bescheidenen Wetter.

 

Fotoaktion_Bocholt2Der Schwerpunkt des Projektes Engagierte Stadt liegt in Bocholt auf der Vernetzung des bürgerschaftlichen Engagements. Für das Foto sollte ein symbolisches Netzwerk entstehen. Das Seil, das von den Teilnehmern der Fotoaktion hochgehalten wurde, soll dabei das Netzwerk symbolisieren. Anschließend sollte ein Fotograf das Ganze von oben fotografieren. Die Bocholter Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr waren sofort bereit, die Aktion zu unterstützen und beförderten den Fotografen Wolfgang Rösler mittels Drehleiter über die Köpfe der Teilnehmer.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Fotoaktion gab es im Vereinsheim des TSV Bocholt bei ausgelassener Stimmung noch einen gemütlichen Umtrunk, um sich von der Nässe und Kälte des Fotoshootings zu erholen.  Die Auftaktveranstaltung für das Projekt „Engagierte Stadt“ in Bocholt findet am 30.01.2016 im Europahaus statt.

von Agnes Wellkamp, Leben im Alter e.V. Bocholt

 

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