Neustadt (Aisch) – Bad Windsheim

 

Maria Schwarm ist Netzwerkkoordinatorin von „über Zaun und Grenze“.

Drei Fragen an

Maria Schwarm

Was wollen Sie in Ihrer Stadt verändern?

Wir wollen die nachbarschaftliche Solidarität in unseren Städten und den 37 Gemeinden unseres Landkreises Neustadt/Aisch und Bad Windsheim strukturieren, koordinieren und gemeinsam mit den vielen engagierten Ehrenamtlichen neu beleben. Die 450 Asylbewerberinnen und -bewerber, die aktuell bei uns leben, wollen wir besser in unsere Gesellschaft einbinden, indem wir an der Vernetzung der freiwilligen Unterstützerkreise im Bereich Asyl arbeiten und das Integrationsangebot fördern und ausbauen.

Wer baut mit an Ihrer engagierten Stadt?

Zusammen mit dem Caritasverband bauen an unserer »Engagierten Stadt« das Regionalmanagement des Landkreises mit, die Kommunen, die Diakonie und zahlreiche verschiedene Initiativgruppen.

Wie können Bürgerinnen und Bürger sich in Ihrer Stadt einbringen?

Engagierte Bürgerinnen und Bürger haben eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich in das Konzept »Engagierte Stadt« einzubringen: In der koordinierten Nachbarschaftshilfe können sie Ideen wie gegenseitige Kinderbetreuung, Einkaufshilfen, Streitschlichtung oder vieles mehr mit Leben erfüllen; in den Unterstützungskreisen Asyl zählen wir auf Menschen, die bereit sind Fahrdienste zu übernehmen, zu dolmetschen, Sprachkurse anzubieten, bei Schulschwierigkeiten zu helfen, u.v.m.
Bundesland: Bayern
Einwohnerinnen und Einwohner: 97.482
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner/km²
Bevölkerungsentwicklung bis 2030: - 2,6 %
Durchschnittsalter: 43,9
Verfügbares Einkommen: 18.321 €/Einwohner
Vereine: 393
Unternehmen: 4.932
Webpräsenz: www.kreis-nea.de
Freiwilligenzentrum des Caritasverbandes Scheinfeld
und Landkreis Neustadt/ Aisch und Bad Windsheim
Quellenangabe
Einwohnerinnen und Einwohner: Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Gebietsstand: 31.12.2014. Bevölkerungsdichte: Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamts, Gebietsstand: 31.12.2014. Bevölkerungsentwicklung bis 2030: Wegweiser Kommune (Bertelsmann Stiftung). Durchschnittsalter: Wegweiser Kommune (Bertelsmann Stiftung). Verfügbares Einkommen je Einwohner/in: Kreiszahlen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, Ausgabe 2012. Die Zahlen gelten jeweils für den Landkreis bzw. die kreisfreie Stadt. Anzahl der Vereine: Registerportal der Länder; in Einzelfällen Angaben seitens der Kommunen. Anzahl der Unternehmen: Unternehmensregister-System 95. Stand: 31.12.2012. Die Zahlen beziehen sich auf den jeweiligen Kreis bzw. die kreisfreie Stadt.

Ein Zeichen offener Gesellschaft

Der bundesweite Aufruf am 17. Juni 2017 an alle Bürger des Landes lautete: Mit Tischen und Stühlen zusammenrücken und ein Zeichen der Gastfreundschaft und Liberalität für ein offenes Deutschland setzen. Der NeuStadtGarten, ein Kooperationsprojekt des Freiwilligenzentrums und der Stadt Neustadt a. d. Aisch, machte mit und lud zu einem gemeinsamen Frühstück ein.

Alt und Jung beisammen im NeuStadtGartenAb 10 Uhr war die lange Tafel im NeuStadtGarten reichhaltig gedeckt. Knapp 30 Gäste steuerten noch leckere Sachen dazu bei. So konnte nach Herzenslust „getafelt“ und geplaudert werden. Klein und Groß, Alt und Jung, mit Kinderwagen oder Rollstuhl rückten zu einem bunten Miteinander zusammen. Rund um den Feuerplatz wurden Geschichten vorgelesen sowie traditionelle und moderne Lieder gesungen. Ihre kreativ gestalteten Fußabdrücke hinterließen die Gäste im Quittenbaum.

„Was macht dich glücklich?“ wurde jeder Gast gefragt. Ihre Gedanken konnten sie anonym auf Karten beantworten. Darauf fanden sich Antworten wie das vorurteilsfreie Miteinander und ins Gespräch kommen in Offenheit, Gemeinschaft erleben, die Geselligkeit im Garten und die schönen Begegnungen im Grünen. In diesem gemeinsamen Frühstück bestätigt sich die Aktion und die Absicht der Initiative der „Offenen Gesellschaft“, ein Zeichen zu setzen für mehr Demokratie und für ein pluralistisches, europäisches und offenes Deutschland. Einigkeit und Recht und Freiheit – im NeuStadtGarten wurde dies spür- und erlebbar!

Ziele und Wirkung des kreisweiten Netzwerkes diskutiert

„Über Zaun und Grenze – das Netzwerk für Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfe hat im Landkreis viel bewirkt. Es muss weiter bestehen bleiben und seine Arbeit fortsetzen.“ So betonten es die Netzwerkpartner, Mitarbeiter aus Wohlfahrtsverbänden, ehrenamtlichen Helferkreisen und verschiedenen Behörden.  Sie alle kamen auf Einladung der Koordinierungsstelle des Freiwilligenzentrums der Caritas am Dienstag, 16. Mai 2017 in Neustadt an der Aisch zusammen. Beim 8. Runden Tisch überlegten sie, wie es zukünftig weitergehen soll.

„Unser Landkreis wird älter und bunter. Dass dies gerade in den vergangenen zwei Jahren nicht zu chaotischen Missständen geführt hat, ist den vielen engagierten Bürgern zu verdanken, die diese Herausforderung aktiv mitgestalten, “ begrüßte Dorothea Hübner, Leiterin des Freiwilligenzentrums, die 19 Teilnehmer am Runden Tisch. Jeder Teilnehmer äußerte seine Sichtweise und wie er das Netzwerk „über Zaun und Grenze“ seit Beginn im September 2015 bis heute wahrgenommen hat.

8. Runder Tisch üZuG„Braucht es das Netzwerk weiterhin?“, warf Hübner die Frage in die Runde. Der gemeinsame Konsens lautete: Das Netzwerk hat viel für die Ehrenamtlichen, deren Anerkennung und die Zusammenarbeit in der Kommune geleistet. Es gibt dort immer ein offenes Ohr und es pflegt einen unkomplizierten Austausch. Die Koordinierungsstelle muss es weiterhin geben.

Ehrenamtliche aus Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfen erhielten über die im Spätsommer 2015 neu geschaffene Koordinierungsstelle des Freiwilligenzentrums bedarfsgerechte Unterstützung und Qualifizierung. Sie bietet nach wie vor neue Vernetzungsmöglichkeiten und trägt zur Transparenz bei. Aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung verlagerte sich der Schwerpunkt hin zur Flüchtlingshilfe, wobei die Nachbarschaftshilfen auch beim Aufbau, bei der Organisation, Qualifikation und Vernetzung unterstützt wurden.

In enger Verknüpfung und einem lebendigen Austausch wird das Netzwerk als eine ständige Quelle von Informationen und Herausforderungen gesehen. Positiv wirkt hier die eigens aufgebaute Homepage www.ueberzaunundgrenze.de. Sie bietet aktuelle Informationen, Vernetzungsmöglichkeiten untereinander und kostenlose Nutzung aller Initiativen auf einer eigenen Plattform. Fazit: es wurde viel bewegt und bewirkt. „Ein Netz fängt ein, bündelt und man kann sich auch was herausholen“, so Jürgen Rotter vom Diakonischen Werk.

Im Landkreis geschah in den vergangenen Jahren sehr viel Gutes, sowohl von hauptamtlicher als auch von ehrenamtlicher Seite. Negative Schlagzeilen blieben weitestgehend bisher aus. Wenngleich das Angebot bisher gut angenommen wurde, wird es noch nicht flächendeckend im Landkreis von allen Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfen genutzt. Zudem sind viele Helfer erschöpft und haben ihr Engagement beendet. Deshalb werden dringend neue Engagierte gesucht.

In einem weiteren Schritt überlegten die Teilnehmer, wo aktuell größter Handlungsbedarf besteht. Hier wurden Themen genannt wie der fehlender Wohnraum, geringe Mobilität, unzureichende Infrastruktur, der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen und Möglichkeiten der Begegnung. In vielen Orten des Landkreises gibt es keine Nachbarschaftshilfen.

„Über Zaun und Grenze“ versteht sich als Netzwerk vom Engagement Einzelner hin zu einer Verantwortungsgemeinschaft vor Ort und zielt auf einen starken Verbund von Kommune, Wohlfahrt, Wirtschaft und engagierten Bürgern. Mit kritischem Blick auf die Zukunft bleibt die Integration neuer Mitbürger und der demografische Wandel weiterhin eine große Herausforderung in unserem Landkreis. Eine Herausforderung, die den langen Atem aller Beteiligten fordert.

Die erste Förderperiode der „engagierten Stadt“, mit deren finanzieller und fachlicher Unterstützung  diese Koordinierungsstelle installiert und aufgebaut werden konnte, endet im Dezember 2017. Doch Ehrenamt braucht Hauptamt. Durch eine neue Förderung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration sollen sogenannte „Integrationslotsen“ in Kürze auf den Weg gebracht werden.

Weiterhin im Blick bleibt die gemeinsam formulierte Vision, dass Menschen unseres Landkreises über Zäune und Grenzen hinweg in fürsorglichem Miteinander leben, getragen von einem aktiven Helfer-Netz für alte und neue Nachbarn aus In- und Ausland. Hübner dankte allen fürs Kommen, Mitdenken und Mitwirken und verabschiedete die Gäste: „Gemeinsam geht’s besser. Lasst uns weiter am Netz knüpfen für einen engagierten Landkreis zum Wohle aller Bürger.“

Den Umgang mit „Anderen“ lernen

„Stehen Sie auf, bewegen Sie sich im Raum und finden Sie sich in kleinen Gruppen zusammen.“ So startete der interkulturelle Workshop mit den 19 Teilnehmern aus Unterstützerkreisen der Flüchtlingshilfe im Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim. Mit sensibilisierenden Übungen, Spielen und alltagsnahen Beispielen kamen die Teilnehmer sofort ins Gespräch und tauschten Erfahrungen über die eigene Kultur aus. Sehr anschaulich und mit viel Humor konnten sich die Teilnehmer so dem Kultur- und Toleranzbegriff annähern. Durch praktische Beispiele vermittelte die Referentin das nötige Rüstzeug im interkulturellen Miteinander.

In weiteren Aufgaben ging es um das Bewusstmachen der eigenen Werte und Traditionen. Es stand die Frage im Focus, wie wir den Menschen, die zu uns flüchten, mit ihren Lebenseinstellungen, Werten und Traditionen begegnen. Es ging um den Umgang mit Konflikten aufgrund von unterschiedlichen Vorstellungen und wie wir zu mehr Sicherheit im Dialog mit Menschen verschiedener Kulturen kommen. Im Gegensatz zu den geflüchteten Menschen leben wir in einer individualistisch orientierten Gesellschaft. Freiheit und Selbstbestimmtheit prägen weitgehend unseren Alltag, leider oft auch verbunden mit Isoliertheit und Einsamkeit. Damit kommen diese Neuankömmlinge schwer zurecht. „Umso wichtiger sind hier Integrationspaten. Sie helfen sowohl im Alltag weiter, stehen zu Gesprächen und Freizeitaktivitäten gelegentlich auch abends oder am Wochenende zur Seite“, so Dorothea Hübner, Leiterin des Freiwilligenzentrums.

die Gruppe beim interkulturellen workshopDie Referentin des Workshops, Marina Khanide, ist Ausbilderin für interkulturelles Training und unterstützt mit ihrer Arbeit unter anderem das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, das Goethe-Institut, Wohlfahrtsverbände und Stadtverwaltungen. Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass dieser Workshop hilfreich für die weitere Arbeit in der Flüchtlingshilfe ist. Ursachen vieler Missverständnisse und Fallstricke im interkulturellen Miteinander wurden aufgedeckt und aufgeklärt. Für das leibliche Wohl sorgten Frau Schneider-Rasp und der Unterstützerkreis Uffenheim. Sie übernahmen an diesem Tag die Gastgeber-Rolle und arrangierten das „Rundum-sorglos-Paket“ für die Teilnehmer des Workshops.

Unsere neuen Nachbarn sind Muslime

Rund 30 Muslime und Christen kamen vergangenen Freitag zu der Veranstaltung „Unsere neuen Nachbarn sind Muslime: wie glauben sie?“ Eingeladen hatte „über Zaun und Grenze“, das Netzwerk für ehrenamtliches Engagement in Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfen des Landkreises Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim.

Thomas Kreitschmann, Mitarbeiter des Bundesamtes für Flüchtlinge und Migration, beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren intensiv mit dem Islam. Er nahm die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Geschichte, Kultur und Theologie des Islams und leitete dann über in den offenen Austausch zwischen anwesenden Muslimen und Christen. Als Religion des göttlichen Gesetzes legt der Islam fünf grundsätzliche Pflichten fest, die alle Muslime einzuhalten haben: Das Glaubensbekenntnis, die fünf täglichen Gebete, die Wohltätigkeit gegenüber Mitmenschen, das Fasten im Ramadan und die Pilgerfahrt nach Mekka. Kreitschmann erläuterte Aussagen des Korans wie z. B. zum Thema „Gewalt“ oder zur Stellung der Frau und dass Dschihad eigentlich nur „die Anstrengungen eines Muslimen auf dem Weg zu Gott“ bedeutete.

zaunIn einer Welt, in der die Menschen aufgrund von Bevölkerungsentwicklung, Ressourcenverteilung oder Fluchtbewegungen immer enger zusammenrücken, finden sich schon unter den nächsten Nachbarn eine Vielzahl von Meinungen und religiösen Prägungen. Setzen wir uns damit auseinander, sind wir oft herausgefordert, unser eigenes Welt-, Menschen- und Gottesbild zu überdenken und klar Stellung zu beziehen, so Kreitschmann. „Was glaube ich?“ wird zur grundlegenden Frage. Die persönlichen Antworten, die jeder einzelne aufgrund seiner individuellen Erfahrungen und Überzeugungen darauf findet, bestimmen unser Zusammenleben mit anderen.

Im lebendigen Gespräch miteinander entbrannte anschließend eine Diskussion am Beispiel des schulischen Schwimmunterrichts. Sollten muslimische Kinder davon befreit werden können oder ist in jedem Fall an dieser Schulpflicht festzuhalten? Rasch wurde klar, dass gerade die Unterschiede im gelebten Glauben zu Problemen im täglichen Zusammenleben führen können. Hier müssen konkrete und allgemeingültige Lösungen gefunden werden. Aussagen wie „wir sollten mehr Gleiches suchen als Trennendes“, „jeder hat das Recht auf seine Religion“, „auf den Menschen kommt es an“, „wir sind alle nur Gast auf dieser einen Erde“ spiegelten jedoch die vorherrschende Meinung wieder, dass nicht die Zugehörigkeit zu einer Religion entscheidend ist für ein friedliches Miteinander. Vielmehr sollten wir einander offen und respektvoll begegnen und den Glauben des Gegenübers anerkennen können. Denn im friedlichen Zusammenleben geht ist nicht nur um den Dialog der Religionen, sondern vor allem um den Dialog der Menschen.

Eine Grundschülerin aus Syrien, die mit ihren Eltern Gast des Abends war, drückte es so aus: „Wir mussten fliehen und sind jetzt hier in Deutschland. Hier sind wir sicher und haben viele gute Menschen kennengelernt, die uns helfen. Wir sind dankbar und möchten in Frieden mit allen leben.“

Demografie Exzellenz Award

Brückenschlag zwischen Nachbarschafts- und Flüchtlingshilfen erhält 1. Platz.

„Über Zaun und Grenze“, das Netzwerkprogramm für ehrenamtliches Engagement in Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfen des Landkreises Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim reiste als Nominierte nach Hamburg und holte den Demografie Exzellenz Award 2016 in der Kategorie „fremd & heimisch“ nach Hause.

neustadt_blog11_2Mit dem Demografie Exzellenz Award werden bundesweit Unternehmen und Organisationen für Leuchtturmprojekte des demografisch orientierten Engagements ausgezeichnet. In sieben verschiedenen Kategorien traten 21 Programme gegeneinander an, darunter vorbildhafte Maßnahmen von Großunternehmen wie Daimler oder Coca-Cola sowie kommunale Projektträger, Institute und Vereine. In der Kategorie „fremd & heimisch“ überzeugte das Netzwerkprogramm „über Zaun und Grenze“ die Fachjury.

2015 vom Freiwilligenzentrum des Caritasverbandes Scheinfeld und Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim initiiert, legte das Netzwerk „über Zaun und Grenze“ den Grundstein für eine Sektor übergreifende Kooperation von Kommune, Wohlfahrtsverbänden, lokaler Wirtschaft und den Initiativen in Nachbarschaftshilfe und Unterstützerkreisen Asyl im Landkreis. Das gemeinsame Ziel: Bürgerschaftliches Engagement in den Nachbarschafts- und Flüchtlingshilfen zu fördern, zu qualifizieren und zu vernetzen mit dem Ergebnis eines kreisweiten, starken Helfer-Netzes für alte und neue Nachbarn aus dem In- und Ausland.

v.l.n.r.: Gerhard Wiesler, Anja Haverkock, Dorothea Hübner, Gerhard Behr-Rößler

Als außergewöhnlich bezeichnete die Laudatorin Katja Urbatsch von Arbeiterkind.de die Verbindung von Nachbarschaftshilfe und dem Engagement für geflüchtete Menschen. „Dieser innovative Aspekt ist dem Bedarf unserer täglichen Arbeitspraxis entsprungen“, erklärte Dorothea Hübner, Leiterin des Freiwilligenzentrums „mach mit!“. Neben gemeinsamen Angeboten für die Ehrenamtlichen ist das Netzwerkprogramm jedoch stets bemüht, auch spezifisch auf die Bedarfe der beiden Zielgruppen einzugehen. „Der Brückenschlag zwischen den Engagementfeldern Nachbarschafts- und Flüchtlingshilfe ist nicht immer einfach. Doch er spiegelt unsere grundlegende Überzeugung wieder, den Menschen ins Zentrum unseres Engagements zu setzen, der hier und jetzt Hilfe braucht, egal ob er in Mittelfranken geboren ist oder aus dem Iran, Syrien oder Eritrea stammt“, so Anja Haverkock, Prozessmanagerin von „über Zaun und Grenze“.

Gemeinsam mit allen Partnern hat das Netzwerk in den vergangenen 18 Monaten viel erreicht. Trotzdem kann dies nur der Anfang sein für ein nachhaltiges Engagement zum Wohle aller Bürger im Landkreis. Deshalb macht sich „über Zaun und Grenze“ weiterhin stark für Freiwillige, die sich für andere einsetzen. Am 2. Dezember mit einem Vortrag und anschließender Gesprächsrunde zum Thema „Unsere neuen Nachbarn sind Muslime: wie glauben sie?“ Informationen zu dieser und weiteren Veranstaltungen erhalten Interessierte gern über http://www.ueberzaunundgrenze.de/ oder bei der Koordinierungsstelle im Freiwilligenzentrum.

Alles ist möglich in Neustadt

Das Netzwerk „über Zaun und Grenze“ lud Integrationspaten für Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge zum Erfahrungsaustausch in das Caritashaus ein. Unter dem Titel „Paten schaffen Integration“ diskutierte man die Rahmenbedingungen und Ausgestaltung von Patenschaften ebenso wie deren Bedeutung für eine gelingende Integration.   

Zahlreiche Integrationspaten setzen sich im Landkreis Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim bereits für Asylbewerber oder anerkannte Flüchtlinge ein. Sie sind erste Ansprechpartner in vielen Belangen. Paten helfen bei der Orientierung im neuen Lebensumfeld. Sie unterstützen bei Behördengängen, bei der Suche nach einem Kindergartenplatz, bei der Schulanmeldung, bei Arztbesuchen. Diese praktischen Hilfsangebote sind oft das Herzstück einer Patenschaft. Paten können und dürfen ihren Schützlingen jedoch nicht alles abnehmen. „Ehrenamtliche müssen stets auch ihre zeitlichen und emotionalen Belastungsgrenzen im Blick behalten“, warnt Dorothea Hübner, Leiterin des Freiwilligenzentrums. „Hilfe zur Selbsthilfe ist stets oberstes Gebot.“ Oft ist es schon sehr hilfreich, wenn der Pate eine Lotsenfunktion einnimmt, indem er an die Asylsozialberatung von Diakonie oder Caritas verweist oder sich um Ansprechpartner und Termine bei den entsprechenden Fachstellen kümmert.

Paten_schaffen_ Integration_1Einige der anwesenden Paten sahen sich auch schon kritischen Situationen gegenüber: realitätsfernem Anspruchsdenken in materiellen Dingen, bei der Einschätzung der schulischen Leistungsfähigkeit der Kinder oder bei Berufs- oder Studienwunsch. Sensible Aufklärung, ohne sich persönlich gekränkt zu fühlen, half dabei Perspektiven aufzuzeigen. Einig war man sich darüber, wie wichtig Paten für ihre Schützlinge sind und dass die vielen schönen Momente einer Patenschaft, beispielsweise bei gegenseitigen Essenseinladung oder gemeinsamen Freizeitaktivitäten, bei weitem die schwierigen überwiegen.

Frustriert, hilflos, ausgegrenzt und abgehängt fühlten sich die Integrationspaten, als sie bei einem Rollspiel in die Haut von Asylbewerbern schlüpften. „Im Vergleich zu den meisten Mitgliedern der Gesellschaft bleibt Asylbewerbern oft schon aufgrund ihres Rechtsstatus vieles verwehrt“, erklärt Kathrin Okafor, Asylsozialberaterin der Diakonie. Von Wahlberechtigung bis hin zum Kleinkredit ist für Asylbewerber, egal ob ohne Schulbildung oder mit akademischem Titel, vieles unerreichbar.

Integration ist ein lang andauernder Prozess der gegenseitigen Annäherung. Die persönliche Bindung in einer Patenschaft kann hier Großes leisten. „Uns ist es wichtig, dass Paten und solchen die es werden wollen bewusst ist, dass jede Patenschaft individuell mit Leben gefüllt wird“, so Anja Haverkock, Prozessmanagerin von über Zaun und Grenze, „frei nach dem Grundsatz: alles ist möglich – nichts muss!“

Weiterhin werden „Integrationspaten“ gesucht. Personen, die sich für eine Patenschaft für einen einzelnen Asylbewerber oder für eine geflüchtete Familie interessieren, können sich an das Netzwerk „über Zaun und Grenze“ im Freiwilligenzentrum wenden. Unter der Tel. 09161 888936 oder Email ueberzaunundgrenze@caritas-nea.de gibt es unverbindliche Informationen.

Neustadt-Imagefilm

In einem sehenswerten »Erklärfilm« stellt der engagierte Landkreis Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim seine Vision vor: »Über Zäune und Grenzen hinweg«, das ist gleichzeitig Name wie Programm des lokalen Zusammenschlusses aus Landratsamt, Wohlfahrtsverbänden, lokalen Unternehmen und Helferkreisen. Alte und neue Mitbewohner im Landkreis wollen über Zäune hinweg leben: in fürsorglichem Miteinander und durch ein aktives Netz aus gegenseitiger Unterstützung, das den gesamten Landkreis überzieht und damit näher zusammenbringt. So können lokale Herausforderungen – Abwanderung, demografischer Wandel oder Integration – gemeistert werden.

Anja Haverkock von der Engagierten Stadt Neustadt / Aisch berichtet, wie es zu der pro bono Unterstützung der Videoagentur im Kasten und des Internetdienstleisters nea-net kam: „Einer Internet-Recherche über lokale Filmgesellschaften bzw. Web-Designer folgte jeweils ein Telefonat. Ich erklärte die Situation in den ehrenamtlichen Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfen unseres Landkreises und den Bedarf, unser Vorhaben als „engagierter Landkreis“ den Bürgern nahe zu bringen bzw. legte die Notwendigkeit einer Website als Informations- und Austauschplattform aller Initiativen unseres Landkreises dar. Am Ende des Gesprächs sagten die Geschäftsführer der Firmen spontan ihre Hilfe zu. Ich weiß noch, wie ich mich nach dem Telefonat mit Herrn Schäffer (nea-net Internet Services) fragte, ob ich vielleicht nicht deutlich genug gemacht hatte, was wir unter pro bono verstehen. Doch als Unternehmer und Bürger unseres Landkreises wollten beide einfach gern einen Beitrag leisten zur Bewältigung der akuten Herausforderungen. Es war eine fantastische und unkomplizierte Zusammenarbeit. Wir sind froh und glücklich, auf so engagierte Unternehmer bauen zu können.“

Von kulturellen Unterschieden

Das Netzwerk „über Zaun und Grenze“ lud Ehrenamtliche aus den Unterstützerkreisen Asyl des Landkreises in das Katholische Pfarrzentrum nach Neustadt a.d. Aisch ein. Nahost-Experte Ralf Bolz thematisierte kulturelle Unterschiede zwischen Deutschen und Menschen aus dem Nahen Osten und beseitigte Unsicherheiten im Umgang miteinander. 

Blog2„Essen Sie den Teller nie ganz leer, wenn Sie bei einer syrischen Familie eingeladen sind. Er wird ihnen immer wieder aufgefüllt. Erst ein Rest signalisiert deutlich, dass Sie satt sind.“, klärt Ralf Bolz über die Gepflogenheiten am Tisch eines syrischen Gastgebers auf. Über 90 Ehrenamtliche füllen das Katholische Pfarrzentrum in Neustadt a.d. Aisch bis auf den letzten Platz und lauschen aufmerksam den Ausführungen. Ralf Bolz hat lange Zeit in Algerien und Syrien gelebt und ist sowohl mit der Sprache als auch mit der dortigen Kultur, den Denkweisen und Lebensgewohnheiten vertraut.

Bolz macht deutlich, dass beim Einsatz von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe zum Teil Welten aufeinanderprallen. Denn während im Westen eine individualistisch geprägte Gesellschaft vorherrscht, misst man im Nahen Osten der Familie und dem Kollektiv höchste Bedeutung zu. Während wir uns vorwiegend auf das gesprochene Wort verlassen, wiegt im Nahen Osten die Körpersprache mehr als das Gesagte. Während wir eher sparsam und reserviert in Bezug auf Körperkontakt im Umgang miteinander sind, ist im Nahen Osten ein intensiver Körperkontakt zwischen Männern und gegenüber Kindern ganz natürlich und wird als Ausdruck der Freundschaft und Herzlichkeit gesehen.

Ein schwieriges und sehr sensibles Thema sei außerdem das ausgeprägte Schamgefühl vieler Menschen aus dem Nahen Osten, so Bolz. Film und Fernsehen der westlichen Welt wetteifern fast darum, permanent, sämtliche Tabus zu brechen. Bei einer Einladung ins Kino sollte also darauf geachtet werden, Filme mit allzu freizügigen Szenen zu meiden, um niemanden in Verlegenheit zu bringen. Bolz spricht unter anderem davon, dass im Orient die Angst vor Hunden weitverbreitet und das Radfahren für Frauen unüblich sei. Er weist darauf hin, dass nur wenige Menschen schwimmen können, dass das Tragen angemessener Kleidung wichtig sei und dass den Müttern höchste Wertschätzung entgegengebracht würde.

Blog1 Insgesamt sei ein Grundverständnis für unterschiedliche Verhaltensweisen sowohl auf Seiten der Helfer als auch auf Seiten der Flüchtlinge unerlässlich. Offenheit und Toleranz, aber auch die Bereitschafft voneinander zu lernen bilde die Basis einer erfolgreichen Integration. So sollten Helfer und Unterstützer bestimmte Empfindsamkeiten der Flüchtlinge achten, gleichzeitig jedoch diese mit den eignen Werten, Gebräuchen und Gepflogenheiten vertraut machen.

Eine Gelegenheit sich ein Stück näher zu kommen, bietet das „Begegnungsfest über Zaun und Grenze“ am 7. Mai. Dazu laden integra e. V. und das Freiwilligenzentrum mit „über Zaun und Grenze“ von 10 bis 17 Uhr in die NeuStadtHalle ein. Dort kann man sich über Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfen im Landkreis informieren, mit lokalen Politikern und Fachvertretern diskutieren, mit Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen, internationale Spezialitäten genießen und gemeinsam feiern.

Von Anja Haverkock, Prozessmanagerin „über Zaun und Grenze“, Neustadt / Aisch

„Über Zaun und Grenze“ geht online

Das Netzwerk „über Zaun und Grenze“ lud am vergangenen Dienstag landkreisweit alle Koordinatoren und Webverantwortlichen der Initiativen in Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfen in den großen Sitzungssaal des Landratsamtes ein. Dabei wurde die neue Internetplattform www.ueberzaunundgrenze.de  vorgestellt und eine Einführung in die Nutzung gegeben. 

„Aktuell werden etwa 1300 Flüchtlinge von der Asylsozialberatung der Wohlfahrtsverbände Diakonie und Caritas betreut“, so Gerhard Behr-Rößler, Geschäftsführer des Caritasverbandes Scheinfeld und Landkreis Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim. „Eine unverzichtbare Hilfe dabei ist der hervorragende Einsatz der unzähligen Ehrenamtlichen in den 18 Unterstützerkreisen unseres Landkreises.“ „Dazu kommen noch etwa 13 Initiativen in der Nachbarschaftshilfe“, ergänzt Dorothea Hübner, Leiterin des Freiwilligenzentrums mach mit! „So viel ehrenamtliches Engagement braucht effiziente Strukturen. Die Vernetzung über eine landkreisweite Website ist ein zentraler Baustein dafür.“

Der Ruf nach einer solchen Website kam aus den Reihen der Ehrenamtlichen selbst. Immer wieder wurde der Wunsch nach einer digitalen landkreisweiten Vernetzung auf Treffen der Unterstützerkreise geäußert und schließlich auch in die Integrationskonferenz des Landkreises getragen. „Über Zaun und Grenze“ griff die Forderung auf und begann im vergangenen Herbst mit der Planung der Website. „Die spontane Zusage der pro bono Unterstützung von Herrn Schäffer, Geschäftsführer des Internetdienstleiters nea-net in Diespeck, war ein Meilenstein auf dem Weg zur Website“, so Anja Haverkock, Prozessmanagerin des Netzwerks „über Zaun und Grenze“. Es folgte das Sammeln von Informationen über Sachverhalte, Abläufe und Ansprechpartner und schließlich Abstimmungsgespräche mit den Vertretern der zahlreichen Schnittstellen zwischen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzbereichen.

NeustadtAisch_Blog04So ist eine Website entstanden, die einen Überblick über die zahlreichen, unterschiedlichen freiwilligen Initiativen und Einsatzmöglichkeiten in der Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfe unseres Landkreises gibt. Außerdem stellt die Internetplattform allen Interessierten und vor allem allen Ehrenamtlichen allgemeine und landkreisspezifische Informationen zu ihrem Einsatz bereit. Themen wie die Ehrenamtsversicherung sind hier ebenso zu finden wie Aussagen zu den Grenzen des Engagements oder Listen mit Ansprechpartnern im Landkreis. Darüber hinaus erhalten die einzelnen Initiativen die Möglichkeit, sich selbst mit allen Ansprechpartnern und Hilfsangeboten auf eigenen Untersites darzustellen. Ankündigungen aktueller Veranstaltungen oder Treffen in Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfe können in Zukunft hier eingestellt und abgerufen werden.

Die Voraussetzungen des digitalen Austauschs sind mit der neuen Internetplattform geschaffen. Wie aktuell und lebendig, www.ueberzaunundgrenze.de sein wird, hängt vor allem von den Ehrenamtlichen in den Unterstützerkreisen Asyl und den Nachbarschaftshilfen ab.

Von Anja Haverkock, Prozessmanagerin „über Zaun und Grenze“, Neustadt / Aisch

Eigene Grenzen bei ehrenamtlicher Hilfe rechtzeitig erkennen

„Über Zaun und Grenze“, das Netzwerk für ehrenamtliches Engagement in Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfen in Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim hatte am vergangenen Freitag zum Vortrag „Gerettet mit verletzter Seele“ eingeladen. Fast 60 engagierte Flüchtlingshelfer folgten der Einladung in das Katholische Pfarrzentrum nach Neustadt a. d. Aisch. Sie alle beschäftigte das Schicksal ankommender Flüchtlinge und die Frage: Wie kann ich helfen, ohne die Grenzen meines Gegenübers oder meine eigenen zu verletzen?

„Menschen, die bei uns Asyl suchen, haben auf der Flucht oft Schlimmes erlebt. Viele Helfer erfahren im Laufe ihres Einsatzes von lebensbedrohlichen Erlebnissen. Das kann sehr belastend sein“, so Anja Haverkock, Prozessmanagerin von „über Zaun und Grenze“ im Freiwilligenzentrum der Caritas. „Wir wollten die Grenzen thematisieren, an die Helfer gelangen können und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.“

NeustadtAisch_Blog03Plötzliche Panikattacken, Angst und Misstrauen und eine negative Sicht auf die Welt sind typische Verhaltensauffälligkeiten nach traumatischen Erlebnissen. Auch Rücksichtslosigkeit, Aggressivität, Selbstzweifel bis hin zu Drogenkonsum, Depression und Selbstmordgedanken können ihre Ursache in durchlebten Extremsituationen haben. Bei Verdacht auf unbehandelte Traumata rät Cornelia Uhrig, referierende Theologin und Pädagogin aus Aschaffenburg, professionelle Unterstützung über die Hauptamtlichen in der Asylsozialberatung zu suchen. Bei Anzeichen von Selbstmordgefährdung müssen die zuständigen Sozialdienste benachrichtigt und im Notfall auch Kriseninterventionsdienste oder Polizei verständigt werden.

In weniger dramatischen Fällen hilft oft schon die Erkenntnis, dass das Verhalten des Asylsuchenden nichts mit der Person des Helfenden zu tun hat. Bittet z.B. ein Asylsuchender unabhängig voneinander gleich mehrere Helfer in derselben Angelegenheit um Hilfe, liegt es nicht automatisch daran, dass er die Kompetenz des Helfers anzweifelt, sondern viel eher daran, dass die Flucht in ihm ein tiefes Misstrauen gegenüber allem und jedem hinterlassen hat. Das Wissen um solche Hintergründe verschafft dem Helfer die nötige Distanz, um auch in schwierigen Situationen optimal zu unterstützen und gleichzeitig die Freude am Helfen zu bewahren.

Denn bei allem freiwilligen Einsatz für andere darf man nicht den Kontakt zu sich selbst verlieren, warnt Uhrig. Die Gefahr eines Burnouts ist groß. Jeder muss eine sensible Achtsamkeit für sich selbst entwickeln. Unruhe, Unbehagen, Schlaflosigkeit, Gereiztheit oder Rückzug können Symptome für die eignen Grenzen sein. Dann ist es wichtig, sich Pausen zu verschaffen und Abstand zu gewinnen oder sich gegebenenfalls ein anderes Engagementfeld zu suchen. Denn Helfen soll Freude machen!

„Frau Uhrig hat den Blick von den Alltagsproblemen in der Flüchtlingshilfe wieder auf das Wesentliche eines jeden Hilfsangebotes gerichtet“, resümierte Dorothea Hübner, Leiterin des Freiwilligenzentrums. „Aufrichtiges Interesse am Menschen und praktische Hilfe anbieten. Hilfe, die Spaß und Freude macht!“ Im Anschluss an den Vortrag kam es noch zum lebendigen Austausch mit den Ehrenamtlichen. Dabei tauchten immer wieder sprachliche und kulturelle Herausforderungen im Umgang zwischen Helfern und Flüchtlingen auf.

„Über Zaun und Grenze“ plant dazu im Februar und im März einen 3-teiligen Einführungskurs ins Arabische und den Vortrag „Deutsch trifft Nahen Osten“.

Interessierte können sich gern bei der Koordinierungsstelle im Freiwilligenzentrum informieren und anmelden.

Von Anja Haverkock, Prozessmanagerin „über Zaun und Grenze“ Neustadt / Aisch

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